Rauvyl
(→1393-1394: Maximale Tyrannei) |
(→1395: Das Jetzt und Hier) |
||
| (15 dazwischenliegende Versionen von einem Benutzer werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 671: | Zeile 671: | ||
:Pucksie flüsterte noch, die Drow von Har'dor'kar seien gegangen, wohin Rauvyl nun körperlose Gräber ausheben müsse... dann löste sie sich in Feenstaub auf, ehe Rauvyl antworten konnte. Dreani bot an, Rauvyls äußere Erscheinung mit einem permanenten Verwandlungszauber zu verschleiern. Sie blieb diese Nacht in Dreanis Haus. | :Pucksie flüsterte noch, die Drow von Har'dor'kar seien gegangen, wohin Rauvyl nun körperlose Gräber ausheben müsse... dann löste sie sich in Feenstaub auf, ehe Rauvyl antworten konnte. Dreani bot an, Rauvyls äußere Erscheinung mit einem permanenten Verwandlungszauber zu verschleiern. Sie blieb diese Nacht in Dreanis Haus. | ||
| − | ; ''' | + | ; '''1394: Maximale Tyrannei: Vorspiel, der Kraken''' |
:[https://www.youtube.com/watch?v=QJqTlL94VBA Unleash the Kraken!] | :[https://www.youtube.com/watch?v=QJqTlL94VBA Unleash the Kraken!] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Ich habe Rascarl sein Amulett gestohlen, während er in seinem Heer auf seinem Nachtmahr ritt. Ich habe keine Zeit für diese Scheiße. Wo. SIND. SIE?!? |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Rauvyl beim Verhör eines Zhentarims |
| − | |Quelle= | + | |Quelle= Rauvyl}} |
| − | :( | + | :Seit Wochen terrorisierte ein gewaltiger Krake die Gewässer vor Neu-Rivin und verhinderte jeden Schiffsverkehr. Gleichzeitig wütete eine mysteriöse Seuche unter den nicht-elfischen Bewohnern Rivins. Die Expedition unter Emeraude von Hohenburg bricht mit dem einzig verfügbaren Schiff (der Klatschnassen Elfenmöse unter dem zwielichtigen Kapitän Drachenmast) zur nahe gelegenen Gefängnisinsel. |
| + | :Kaum waren die Vorbereitungen abgeschlossen, tauchte das Wesen auf und riss den gesamten Hafen in Stücke. Unter Beschuss von Sahuagin, die an den Tentakeln des Kraken hingen, verfolgte die Gruppe das Wesen zur Insel, wo sie ein illithidisches Labor entdeckt: Dutzende junger Kraken sterben dort in Bottichen. Der Krake ist kein Angreifer, er ist ein Vater, dessen Kinder von den Zhentarim bewusst infiziert wurden, um ihn als lebende Waffe gegen Rivin einzusetzen. | ||
| + | :Rauvyl entdeckte außerdem im selben Höhlensystem riesige Bolzen, die offensichtlich in den Körper des Kraken abgefeuert worden waren, und zog eine erschreckende Schlussfolgerung: Die Zhentarim in den Kanälen von Rivin hatten das Tier provoziert. Die Gruppe untersuchte das Labor eingehender. Tara Dunkelwald erkannte, dass die Apparaturen illithidischen Ursprungs waren, aber von einem Dilettanten ohne tieferes Verständnis in Betrieb genommen worden waren. Rauvyl fand in einem Geheimfach Aufzeichnungen in Illithiden-Schrift sowie ein rätselhaftes krakenartiges Objekt. | ||
| + | :Als Tara die Anlage aktivierte, erwachte plötzlich der Mythal der Insel eine uralte elfische Hochmagie, die lebend gewordene Konstrukte aus grauer Vorzeit gegen die Eindringlinge schickte. Beim Vordringen durch die Anlage stießen sie auf einen Eisengolem, in dessen blechernem Körper die Seele des einstigen Seekönigs Gorn Taker gefangen war. Taker hatte die alte elfische Festung zur Gefängnisinsel umfunktioniert, um die dort vorgefundenen Vernichtungswaffen an seine Meister in der Zentilfeste weiterzugeben und hatte damit sein eigenes Schicksal besiegelt. Mit einem magischen Kelch fing Rauvyl die Seele des Schurken ein. | ||
| + | :Derweil wurde Undine, Rauvyls Vertraute, in den Kanälen unter Rivin (Rauvyl schickte sie dort hin, um nach dem Rechten zu sehen) von der Seuche infiziert. Die Gruppe eilt zur Rettung, doch ihr Körper zerfiel bereits. In einem verzweifelten Versuch kombinierte die Gruppe Elfenblut (gespendet von Findriel, dann Iolas) mit dem mächtigen Heilzauber Vollständige Genesung von Neftrarie – und die Krankheit zerfiel augenblicklich. Das Heilmittel war gefunden: Elfenblut schwächt die Seuche, ein mächtiger Heilzauber löscht sie aus. | ||
| + | :Hinter einer magisch versiegelten Steintür hatten sich die letzten Feinde verschanzt: die Vampirin Esmeralda Höllenherz Blutstern (Trägerin der Hand Myrkuls), die Halbelfin Agatha und die Teufelin Theskia, Dienerin der mysteriösen Tallulah. Dreani schlug ein Sonnenfeuerzauber durch ein in die Wand disintegriertes Loch, die begleitenden Imps und Zhentarim-Wächter wurden vernichtet. | ||
| + | :Agatha, offenbar eine einstmalige Verbündete der Gruppe, behauptete, nach wie vor das alte Ziel zu verfolgen: die Vernichtung Lolths, nun mit mächtigeren Verbündeten. Esmeralda log der Teufelin ins Gesicht, Tallulah habe dies alles befohlen. In der finalen Konfrontation floh Esmeralda mit Agathas Hilfe... doch Emeraudes Dimensionsanker hielt Agatha fest. Die Halbelfin starb, kam aber wieder. | ||
| + | :Im Nachgespräch enthüllte Dreani, dass die Seuche den Geruch von Amengs Magie trug, ein Hinweis auf eine unbekannte Sonnenelfe in den Reihen der Feinde, die von Rauvyl zwar erkannt aber nicht benannt wurde. Der nächste Schauplatz: die Blutfeste. | ||
| − | ; ''' | + | ; '''1394: Maximale Tyrannei: Der Anfang''' |
:[https://youtu.be/voMgHBtuqic I feel the darkness creeping up, I'm exhausted from the bleeding and I just got hit again ] | :[https://youtu.be/voMgHBtuqic I feel the darkness creeping up, I'm exhausted from the bleeding and I just got hit again ] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| Zeile 691: | Zeile 698: | ||
:Am Ende stand die Gruppe vor der Aufspaltung in zwei Missionen, mit dem Wissen, dass Esmeralda und Regulus Tallulah hintergehen, der wahre Feind hinter dem Ganzen noch unbekannt bleibt und die Überlebenschancen bescheiden sind. | :Am Ende stand die Gruppe vor der Aufspaltung in zwei Missionen, mit dem Wissen, dass Esmeralda und Regulus Tallulah hintergehen, der wahre Feind hinter dem Ganzen noch unbekannt bleibt und die Überlebenschancen bescheiden sind. | ||
| − | ; ''' | + | ; '''1394: Maximale Tyrannei: Athkathla''' |
:[https://www.youtube.com/watch?v=ZlB0H0tSw1k What is the space, the type of dance? I cannot tell which steps I have to take. I'd like to leave, just run away. My feet are tangled up] | :[https://www.youtube.com/watch?v=ZlB0H0tSw1k What is the space, the type of dance? I cannot tell which steps I have to take. I'd like to leave, just run away. My feet are tangled up] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Diese Schlampe kann in der Hölle schmoren. Und wenn es nach mir geht, wird sie es auch in Kürze. |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Rauvyl über Esmeralda |
| − | |Quelle= | + | |Quelle= Rauvyl}} |
| − | :( | + | :Als Gefangene von Tallulah und ihrer Vasallin Esmeralda Höllenherz Blutstern wurden Rauvyl und ihre Gruppe (Phyrafay, Molvvra Algosri, Tara Dunkelwald und Zszas'dyn) in die Stadt Atkathla geschickt. Der Auftrag: bei den Schattendieben den Dietrich Maskes beschaffen, im Tausch gegen eine versteinerte Bhaalsassassine. Zur Absicherung trugen alle weiterhin die Halsbänder, nach der Rückkehr wollte Esmeralda ihre Gedanken lesen. |
| + | :In Athkathla begegnete die Gruppe einem der Nichtse in Kindsgestalt. Es nannte Rauvyl "Schwester", zerstieb zu Nichts. Rauvyl diagnostizierte: keine Illusion, keine Täuschung, einfach Nicht-Existenz. Die Hand im Panzerhandschuh zitterte leicht. | ||
| + | :Als Menschen getarnt, verschaffte Rauvyl sich Einlass beim mächtigen Haus Dannihyr (Feinde des Rubins seit Generationen und Teil der Schattendiebe) über den Namen Delzarron. Vor dem Familienoberhaupt Lukoon ließ sie die Verkleidung bewusst fallen. Was folgte, war eine Verhandlung: Rauvyl enthüllte, dass sie nicht für Esmeralda arbeitete, und erwarb so Vertrauen. Die Assassine, die Esmeralda als Verhandlungsgrundlage hatte, war mit einer Explosionsfalle versehen worden. Als Esmeralda die Gruppe unter Druck setzte und schließlich einen Sprengsatz zündete, hatte Rauvyl bereits den Dietrich bekommen und die Falle aus der Statue geholt, die Explosion erfolgte im Badezimmer. Eine Gedankenschinder-Verbündeten verfälschte die Erinnerungen der gesamten Gruppe nach Rauvyls exakten Vorgaben, für Esmeraldas Gedankenlesung blieb eine saubere Geschichte zurück. | ||
| − | https://www.rivin.de/imgal/upload/Necrobaw/ | + | https://www.rivin.de/imgal/upload/Necrobaw/Rauvyl_und_die_Schattendiebe2.jpg |
; '''1394: Maximale Tyrannei: Der Abgrund''' | ; '''1394: Maximale Tyrannei: Der Abgrund''' | ||
:[https://youtu.be/sHtnkUkx21E I am the spider in the web. I am the womb that bears the world. I am the claw that rips the sky. I am the eye that eats the universe] | :[https://youtu.be/sHtnkUkx21E I am the spider in the web. I am the womb that bears the world. I am the claw that rips the sky. I am the eye that eats the universe] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Ich bin nicht schwach. Ich bin sicher, dass du genauso Leid empfindest wie ich, Rauvyl. Und wir beide müssen damit klar kommen. Der Unterschied zwischen uns ist nur, dass du es hinter einer steinernen Miene verbirgst und ich mein Leid zeige! |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Dreani |
| − | |Quelle= (( | + | |Quelle= Dreani Kindragtar Sharinshai}} |
| + | :Nachdem beide Gruppen aus ihren getrennten Missionen (die erste aus dem Feenreich des Grausamen Sterns, die zweite aus Atkathla) in die Blutenburg zurückgekehrt waren, fanden sie sich erneut als Gefangene Tallulahs zusammen. Die Berichte wurden zusammengefügt: Der Grausame Stern hatte sich als unerwartete Verbündete erwiesen, die Kinder wurden Schritt für Schritt befreit, und in Atkathla hatte die Gruppe eine versteinerte Assassine gegen den Dietrich der Schattendiebe eingetauscht. | ||
| + | :Esmeralda verlangte den Kristall des Grausamen Sterns. Die Gruppe gab ihn heraus, ohne Wahl, und folgte dann durch ein Portal in den Abgrund. Was sie dort erwartete, war das Wrack einer Welt: Kartum als zertrümmerter Gesteinsplanet, schwebend zwischen Spinnfäden im leeren Raum. Über allem thronte das titanische Schiff Rote Qual, das sich bald als lebendiges Wesen entpuppte, ein Sternenwal, der von Wendonais Dienern zu einem Transportmittel versklavt worden war. Sein klagender Gesang hallte durch die gesamte Ebene. | ||
| + | :Die Anomalie der gespaltenen Realität trennte die Gruppe in zwei Hälften, die parallel durch verschiedene Versionen desselben Ortes agierten. Rauvyl, Phyrafay und Dreani fanden sich in jener Version, in der das sterbende Ältestenhirn Kartums noch sichtbar war und die gemarterte Erzherzögin auf einem Pfahl hing. Ein Versuch Rauvyls, zur Archon hochzuklettern, scheiterte an den Spinnen Lolths, die den Weg versperrten. Sie ließ los. | ||
| + | :Faeanshalee erschien wenig später mit Apokalypta an ihrer Seite, über einen Zeitrestfragment-Zugang. Die Anwesenheit beider Apokalypta führte zu einem heftigen Konflikt mit Agatha, der eskalierte und schließlich die mächtigsten Dämonen der Ebene für lang genug ablenkte, um den Aufstieg zum Schiff zu ermöglichen. Rauvyl rollte ihren fliegenden Teppich aus, die Gruppe nutzte ein von Apokalypta ins Schiff geschlagenes Loch als Eingang. | ||
| + | :Im Innern des Sternenwals (fleischige Wände, durch die Stahl genagelt war, zuckendes Gewebe unter den Füßen) navigierten sie sich durch acht Cambion-Wachen hindurch, die Rauvyl mit der schieren Überzeugungskraft ihrer Heroldswürde passieren ließ. In einer weiteren Kammer gab die Demonen-Meine den Weg frei. Eine Sicherheitsfrage an der Schatzkammertür ("Warum wurde Lolth Lolth?") beantwortete Rauvyl. | ||
| + | :In einem Käfig hinter der Schatzkammer fanden sie das Wesen, dessen Qualen sich spürten, eine uralte Entität, gefangen seit Anbeginn der Zeit. Sie öffnete der Gruppe einen Blick in die Vergangenheit, der alle Grenzen verständlicher Geschichte überschritt. Die Visionen zeigten den Urknall, das Entstehen der Seldarine als leuchtende Lichtwesen, das junge Gott-Kind Araushnee an einem unwirklich schönen Strand. Das Wesen, das neben ihr sang und das Rauvyl erkannte: Undine. Ein uraltes Wasserwesen, das schon an Araushnees Seite gestanden hatte, lange bevor Lolth, lange bevor die Elfen, lange bevor die meisten bekannten Götter entstanden waren. | ||
| + | :Die Gruppe sah, wie Apokalypta ein gerettetes Wesen aus einem zersterbenden Multiversum herbrachte, den Schmetterling, der später als Agatha bekannt werden würde. Sie sah den bösen Jungen, der alle Multiversen vor diesem zerstört hatte und nun erneut tätig war: Tharizdun. Und sie sah, wie Araushnee, noch jung und gütig, den Obyrithsplitter berührte und sich verwandelte. Die Geburt des Abysses. Die Geburt Lolths. In den letzten Momenten des Klaren Verstands verbarg Araushnee das Beste von sich in Eilistraee und Vhaeraun, und hinterließ in Rauvyls Hautbildern ein Lied, jenes Lied, das einst Apokalypta beruhigt hatte, und das die Nichtse des Multiversums besänftigen kann, wenn sie in Aufruhr geraten. | ||
| + | :Während die Gruppe noch die Visionen verarbeitete, schlug Lolth zu. Phyrafay, die in den Stunden des Schiffs in einen stillen Glaubenskonflikt versunken war, hatte die Chwidrinnera nicht bestanden. Ihre Knochen begannen zu brechen, zwei zusätzliche Arme wuchsen aus ihrem Leib, die Drinnenverwandlung hatte begonnen. Rauvyl, Dreani und Faeanshalee beteten gemeinsam das Eilistraee-Gebet, Phyrafay murmelte es mit zerbrechender Stimme mit. Die Verwandlung kehrte sich um. | ||
| + | :In der Schatzkammer plünderte die Gruppe die Ketten und das Fragment von Rauvyls Seele. Dann erschien Lolth selbst. Sie riss den Sternenwal auseinander, griff nach der Gruppe, verschlang Phyrafay... und hielt inne, als sie die Demonen-Meine sah. In diesem Augenblick schluckte Rauvyl Apokalyptas Bonbon und wünschte sich, ihre Freunde und eine lebende Phyrafay aus Lolths Reichweite. Apokalypta öffnete zwei Türen: Eine für Faeanshalee, eine für Rauvyl, Dreani und Findriel zurück in die Blutenburg, mit der Kette, mit der sich eine Gottheit fesseln lässt. | ||
| + | :In der Blutenburg sabotierte Dreani unbemerkt Esmeraldas Forschungsformeln an der Tafel, während Rauvyl die Vampirin unter dem Vorwand einer Annäherung ablenkte. Dann erschien Tharizdun persönlich im Korridor. Die Gruppe stellte sich ihm, Dreani schoss einen Pfeil, den Erevans Chamäleon durchdrungen hatte, Findriel rammte seinen vom Grausamen Stern gesegneten Speer in den Aspekt. Tharizdun wich zurück. Nicht endgültig. Nur für jetzt. | ||
| + | :Als Tallulahs Rückkehr durch Glocken und Trompeten angekündigt wurde, lagen neue Entscheidungen vor der erschöpften Gruppe: Daath retten, die Artefakte sichern, oder Esmeralda schützen... und alle drei Fronten gleichzeitig halten. | ||
; '''1394: Maximale Tyrannei: Tharizdun''' | ; '''1394: Maximale Tyrannei: Tharizdun''' | ||
:[https://www.youtube.com/watch?v=ozBd-4o82XM&themeRefresh=1 Whatever you said to me, I say, "Fuck this"] | :[https://www.youtube.com/watch?v=ozBd-4o82XM&themeRefresh=1 Whatever you said to me, I say, "Fuck this"] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Sch… Schw... es... ter. |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Rauvyl, zu Tallulah |
| − | |Quelle= (( | + | |Quelle= Rauvyl}} |
| + | :Die Gruppe saß noch immer in Esmeraldas Blutenburg, als Phyrafay Zaut'tar durch ein Portal zurückkehrte — aber nicht in dem Körper, in dem sie verschwunden war. Lolth hatte sie gefressen; Eilistraees Solar Aelquetia hatte ihr einen neuen gegeben. Tattoos, Narben, Piercings: alles fort. Das erste, was Rauvyl dann tat, war, die Halsbänder mit Maskes Dietrichzu öffnen. | ||
| + | :Ghaunadaur war Tharizdun. Apokalypta war Ghaunadaur, ein anderer Aspekt desselben Wesens, das im Unterdunkel als Gott der Schleime und Abscheulichkeiten verehrt wurde. | ||
| + | :Der Weg zu Tallulahs Kerker führte durch Tyrannos' persönliche Höllenebene, das Ödland der Verderbnis und Verzweiflung. Anders war er nicht zu gehen. Die Blutenburg war so konstruiert, dass der Untere Kerkertrakt, in dem die Gruppe einst gefangen gehalten worden war, direkt an Tyrannos' Reich grenzte; ein menschliches Mitglied der Blutenburggarnison hatte ihnen kurz und sachlich erklärt, wie man hindurchkommt, und geraten, den erstbesten Teufel mit einer Bezahlung zur Führung zu bewegen. Die Ebene selbst bestrafte jeden, der ihr Gesetz der bösen Ordnung nicht teilte: chaotisch Gesinnte litten, gut Gesinnte litten stärker. Rauvyl biss die Zähne zusammen, Dreani taumelte, Phyrafay keuchte. | ||
| + | :Einen Imp bestachen sie mit einer Feuerball-Schriftrolle und einer Phiole flüssigen Schmerz. An einem Hornteufel, der den Kerkereingang bewachte, musste Rauvyl eine aufwendigere Täuschung vollführen: Dreani kniete, Rauvyl ohrfeigte sie gespielt, und sprach den Teufel auf Diabolisch an, als führe sie Gefangene im Auftrag Tyrannos' und Tallulahs. Der Hornteufel ließ sie durch, kurz darauf traf ihn ein göttlicher Blitz und pulverisierte ihn. Was ihn abschoss, blieb unklar. Die Gruppe rannte. | ||
| + | :Im Kerkertrakt angekommen, waren sie zu spät. Regulus Maximus, Erzbischof des Tyrannos, Aspekt Tharizduns, hatte Tallulah bereits mit dem Schwarzen Kristall gefesselt und ein Kettenglied um sie geschlossen. Die Teufelslegionen Tallulahs griffen sofort an, die loyalen gegen den Verräter. In dem Chaos stürmte die Gruppe: Findriel verwandelte sich in einen Schreckenstiger, Phyrafay riss nach dem Kristall und verbrannte sich die Hand bis auf die Knochen, Rauvyl entriss das Kettenglied. Tallulah entkam dem unmittelbaren Griff... aber Regulus floh mit ihr, und Tyrannos widerrief in diesem Moment alle Befehle seiner Tochter. Die teuflichen Truppen erstarrten in Uneinigkeit. | ||
| + | :Die andere Gruppe (Molvvra, Akordia, Tara, Findriel, Ishar'mla) kämpfte derweil in Regulus' Anwesen gegen Viele und die aus ihr entstandenen Doppelgänger. Molvvras Klon schickte eine falsche Telepathiebotschaft: ''"Wir haben Viele besiegt."'' Akordia und Findriel widersprachen sofort, dann brach das Band ab. Die Frauen des Bischofs wurden aus seinem Versteck befreit und durch einen Tor-Zauber zum Grausamen Stern gebracht... damit war seine Unsterblichkeit gebrochen. | ||
| + | :In Esmeraldas Portalraum vereinigten sich beide Gruppen. Akordia schleppte Ishar'mla in einem Kettengeflecht heran, die Seuchenfee, die man nicht töten durfte, ohne alle Infizierten mitzureißen. Daaths Labor öffnete sich nur durch Dreanis Fingerfertigkeit: zehn magische Fallen, zwei von Vincents magischen Spezialwerkzeugen, eine davon löste aus und ließ Dreani kurz zusammenbrechen. Das KI-System Daath-AMI gab sein Wissen nur gegen Passwörter preis: Tara. Vincent. Cecil. Corellon. Haelshalee. Kaedra. Hochzeit. Daaths Phylakterium und ihr Baelnorn-Leichnam wurden geborgen; Dreani verstaute beides in Ashantis Beutel. Die Schriftrolle Tor wanderte zu Tara. | ||
| + | :Esmeraldas Portal führte sie in keine externe Ebene, sondern in einen Körper. Fleisch, Schleim, Stein, unzählige Augen im Boden, die Gesänge des Wahnsinns aus tausend Mündern. Tallulahs schwarzer Drache hauste dort, von Schleimen parasitenbesetzt, seine eigenen Flügel abbeißend, dem Wahnsinn verfallen. Dreani lief vor, verbrannte mit einem Flächenzauber fünfzehn Schleime aus seinen Wunden und schwenkte eine Decke, die nach Tallulah roch. Der Drache ließ sie durch. Amua heilte ihn im Vorbeigehen. Er gab eine Perle zurück: alle Wunden geheilt, alle Zauber erneuert. | ||
| + | :Im Innentempel vollzog Regulus sein Ritual. Die Gruppe unterbrach es, bevor er es vollenden konnte. Rauvyl und Phyrafay drängten ihn von beiden Seiten, Dreani lenkte mit Energiezaubern ab. Als seine Verbindung zu den Frauen riss, zeigten Amuas verstärkte Geschosse Wirkung: Regulus Maximus zerfiel zu Schleim. | ||
| + | :Eine Gestalt, die sich Karla nannte, trat hervor (ein weiterer Aspekt Apokalyptas) der erklärte, was die Gruppe bereits ahnte: Apokalypta war Ghaunadaur, aber kein Aspekt Tharizduns. Tharizdun war zersplitterter als gedacht, und Tallulah kämpfte schon immer gegen ihn. Das war ihr Schicksal. Die Gruppe hatte einen seiner Arme abgehackt. | ||
| + | :Tallulah, befreit, überwältigend in ihrer Präsenz, gewährte jedem Gefährten einen Wunsch. Phyrafay bat um ihre verlorene Ausrüstung und Schutz vor Lolths Blick. Amua: beschleunigter Armwuchs. Dreani erkämpfte Esmeraldas Leben gegen Tallulahs Urteil, dafür band sie die Vampirin an strenge Bedingungen: keine Seuchenforschung mehr, alle Aufzeichnungen vernichtet, Dienst unter Dreani in Murivel. Rauvyl bat um die Rückgabe von Lahmariazaxl, der Yochlol-Sukkubus, die Tallulah einst verschluckt hatte. Die Halbgöttin erbrach eine schleimige dämonische Essenz. | ||
| + | :Das sprechende Buch aus Esmeraldas Labor wanderte zu Rauvyl. Es enthielt das Wissen des Rubins: Führungsstruktur, Agentennetzwerk, den Namen Kaedra als weitere Drow mit Hautbildern. Aus Esmeraldas Tresor entstieg eine sterbende Dryaden-Weinranke, die sich in den Regen hängte und sich nicht mehr von Rauvyls Handgelenk löste. | ||
| + | |||
;'''1394: Das Buch''' | ;'''1394: Das Buch''' | ||
:[https://www.youtube.com/watch?v=gkVinUodKvg Liquid, sticky messages. Stories that meander and trickle. Communiqués that cruise with no end. Whispers of slow ooze and drain] | :[https://www.youtube.com/watch?v=gkVinUodKvg Liquid, sticky messages. Stories that meander and trickle. Communiqués that cruise with no end. Whispers of slow ooze and drain] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Niemand kann ihn aufhalten. Alles zerbricht. Seht ihr nicht die Risse im Glas der Täuschung der Realität? Es werden mehr. Alle Spiegel zerbrechen. Alles wird fallen. Niemand wird euch je wieder beschützen. Ihr sterbt für eine Lüge. Niemand wird euch beschützen. Lolth wird fallen und ihr werdet enden. Bedeutungsvoll? Ihr seid nur die nächste Mahlzeit. Glaubt ihr Euch sicher, weil Lolth da ist? Sie ist bereits vergiftet. Sie wird zerfressen werden. |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Das Buch über Tharizdun |
| − | |Quelle= | + | |Quelle= Das Buch}} |
| − | + | :Esmeraldas Schlafgemach war absurd groß, eine finstere Kathedrale aus Kleiderschränken, Badewannen und Wandfresken, auf denen Tallulah heroisch, Malar überlegen und Loviatar herrlich in Szene gesetzt wurden. Rauvyl ignorierte das meiste davon. Was sie suchte, fand sie im Arbeitsbereich: ein vierzig Kilogramm schweres Buch mit dem Zeichen des Rubins auf dem Einband, verschlossen ohne Schloss, nur zwei Augenhöhlen und ein Schlund als Öffnungen. Auf dem Arbeitstisch daneben standen Behältnisse mit eingelegten Körperteilen. Augen. Zungen. | |
| + | :Rauvyl angelte zwei violette Ghaunadaur-Augen heraus und trennte eine kannibalische Zunge, bevor diese ihre Nachbarin auffressen konnte. Als sie beides einsetzte, erwachte das Buch. Es kannte sie bereits. | ||
| + | :Es erzählte ihr, dass der Rubin dreißigtausend Jahre alt war, gegründet von einem Avatar Araushnees, den Lolth als Köder für Ghaunadaur zurückgelassen hatte. Die Organisation war von Anfang an eine Falle, die auf Lolth wartete. Die Hautbilder, so die Theorie des Buches, markierten eine Blutlinie, die Lolth als neuen Körper dienen würde, sollte sie je vernichtet werden. Eine Drow namens Kaedra Vras aus Vrasl war im Führungskreis zuständig, so viele dieser Träger wie möglich zu dokumentieren. Esmeralda selbst saß ebenfalls im Führungskreis — zuständig für den Norden Faerûns, Agatha als Stellvertreterin. | ||
| + | :Rauvyl nahm das Buch mit. | ||
;'''1394: Jana''' | ;'''1394: Jana''' | ||
:[https://www.youtube.com/watch?v=FgTdJ5Y0bhs I will push it to the limit, and everybody's feeling the sound of the night. I don't wanna stop, we push it to the limit, together, wе will crash the morning light] | :[https://www.youtube.com/watch?v=FgTdJ5Y0bhs I will push it to the limit, and everybody's feeling the sound of the night. I don't wanna stop, we push it to the limit, together, wе will crash the morning light] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Kampf ist Dissonanz. |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Rauvyl zu Jana |
| − | |Quelle= | + | |Quelle= Rauvyl}} |
| + | :Jana zeigte, dass Tyrannos' Indoktrination noch saß. Den Religionsunterricht der Selûnepriesterin fand sie langweilig. Rauvyl wählte einen anderen Weg: keinen Katechismus, sondern Stahl auf Stahl im Schnee. | ||
| + | :Die Lektionen waren knapp. Jana kämpfte mit zu viel Kraft, zu viel Wille zum Treffer. Rauvyl lehrte sie das Gegenteil, kein Takt, kein Muster, keine Sicherheit. Dass Überleben nie groß aussieht. Dass Kampf Dissonanz ist. Jana fiel langsamer. Sie verlor bewusster. Eilistraees Name fiel in keiner dieser Stunden. | ||
| Zeile 733: | Zeile 771: | ||
:[https://www.youtube.com/watch?v=Kn07wMzOd5I Light the fire of our hope. We are the shelter. Break the chains that hold.] | :[https://www.youtube.com/watch?v=Kn07wMzOd5I Light the fire of our hope. We are the shelter. Break the chains that hold.] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Zeig mir bitte, wie man tanzt, wenn sich alles beginnt aufzulösen. |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Rauvyl zu Eilistraee im Gebet |
| − | |Quelle= | + | |Quelle= Rauvyl}} |
| − | + | :Im Winter reiste Rauvyl mit Jana durch die Mächte des Nordens, als Botin des Schreckens. Cecil Silberklinge hörte ihr stundenlang zu, gab ihr ein Schreiben und zwei Warnungen: Der Rubin buhlte um Verbündete gegen Lolth, und die Gilden Amns zogen gegen den Rubin. Rauvyl ließ ihn wissen, dass keine dieser Seiten die einfache Lösung war. | |
| + | :In Niewinter überstand sie eine öffentliche Audienz, bei der der Hofstaat seine Fassung vergaß. Hohn, Herablassung, offener Hass schlugen ihr entgegen. König Nasher brachte den Saal mit wenigen Worten zum Schweigen und nannte sie eine Heldin. Danach, in den Privatgemächern, erklärte sie Nasher dem Jüngeren und Clarell Fiora, was die Meinen waren und warum man sie nicht angreifen durfte. Clarell Fiora legte ihr eine Hand auf die Schulter. | ||
| + | :In der Promenade der Eilistraee sprach sie vor Qilué Veladorn. In Tiefwasser vor den Maskierten Fürsten. Zum vierten Mal dieselbe Geschichte, vor anderen Masken. | ||
| + | :Auf dem Rückweg fragte Jana, ob die Fürsten helfen würden. Rauvyl schwieg lange | ||
;'''1394: Dreani und Ameng''' | ;'''1394: Dreani und Ameng''' | ||
:[https://www.youtube.com/watch?v=UdBtY0cM9NQ I hold you close to my heart. You're my constellation. When I'm lost] | :[https://www.youtube.com/watch?v=UdBtY0cM9NQ I hold you close to my heart. You're my constellation. When I'm lost] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Ameng'sha |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Rauvyl zu Ameng |
| − | |Quelle= | + | |Quelle= Rauvyl}} |
| + | :Die Freundschaft zwischen Rauvyl und Dreani hat sich als eine der stabilsten Verbindungen in Rauvyls Leben erwiesen. Dreani ist eine der wenigen Personen, bei denen Rauvyl sich körperliche Nähe nicht nur gefallen lässt, sondern sie gelegentlich selbst sucht. Ein Arm um die Taille, eine Schulter, an der man sich anlehnen kann, ohne dass Worte nötig wären. Die Freundschaft hat einen alltäglichen, warmen Charakter angenommen: Rauvyl verbringt Zeit in Dreanis Haus in Murivel, trainiert Janas Schwertkampf, und vertraut Dreani Dinge an, die sie sonst kaum ausspricht. | ||
| + | :Das Verhältnis zu Ameng Xilo war im selben Zeitraum von einem ernsthaften Konflikt belastet. Ameng hatte Rauvyl in frühen Jahren als Patientin geführt, als jemanden, dem geholfen werden musste, statt als eigenständige Person. Rauvyl empfand dies als tief verletzend. Jedoch konnten sie zuzsammen, nachdem es aus Rauvyl herausbrach, den Streit schlichten, sich wieder annähern. Seitdem nennt Rauvyl die Sonnenelfe "Ameng'sha". | ||
=== '''1395: Das Jetzt und Hier''' === | === '''1395: Das Jetzt und Hier''' === | ||
| Zeile 750: | Zeile 793: | ||
:[] | :[] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Hehre Ambitionen. Muss ich Euch als mögliche Rivalin betrachten? In der Hälfte der calshitischen Märchen will der Großwesir zum Kalifen werden. |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Rabenschwarz zu Rauvyl |
| − | |Quelle= | + | |Quelle= Rabenschwarz}} |
| + | :Auf dem Heimweg durch die Gassen Rivins geschah etwas, das Rauvyl seit Jahren nicht mehr passiert war: Sie wurde angerempelt. Ein blinder Junge mit verbundenen Augen, ein Bettler, dem Anschein nach, trug ein kleines Beutelchen bei sich, das eine Präsenz ausstrahlte, die Rauvyl sofort erkannte. Charlotte. Etwas schwerer Fassbares, das sie aus einer längst vergangenen Begegnung im Gedächtnis behalten hatte. | ||
| + | :Das Beutelchen enthielt Kräuter und eine Nachricht in einer Glasphiole: Sie solle aufschreiben, wonach sie suche, das Pergament verbrennen und dem Rauch folgen. Rauvyl prüfte die Kräuter magisch, fand sie unbedenklich und schrieb: ''"Eine verfickte Möglichkeit Tharizdun zu vernichten, ohne Lolths Plan zu erfüllen."'' Dann folgte sie den Anweisungen. | ||
| + | :Der Tee versetzte sie in einen Zustand zwischen Schlaf und Projektion. Ihr Geist löste sich vom Körper, die Welt um sie herum verlor ihr Gewicht, blieb in wenigen Schritten hinter ihr zurück. Sie fand sich in einer weiten grünen Steppe wieder, unter einem Abendhimmel, weit von Rivin entfernt... eine Art astraler Schattenraum, in dem die Regeln der Materialebene nicht galten. In der Ferne eine Gestalt: Eine alte Frau, erschöpft wirkend, die Haare offen, allein im Gras. | ||
| + | :Das folgende Gespräch war eine Sondierung. Rabenschwarz wollte dasselbe wie Rauvyl: Tharizdun aufhalten, ohne Lolths Bedingungen zu akzeptieren, ohne Correlon zu opfern, ohne Agatha zum Sieg zu verhelfen. Die Gemeinsamkeit hörte dort auf, wo die Mittel begannen. | ||
| + | :Rabenschwarz erläuterte die Funktionsweise der Auguren: Araushnees Aspekt wählt Kinder mit sterblichem Blut, in denen das verdünnte Erbe des Aspekts noch stark genug leuchtet. Wer ihre Augen einem Ritual unterzieht, weckt die Bestimmung. Wer sie vorher tötet, verhindert sie. Rabenschwarz konnte sehen, in wem das Blut ausreichend konzentriert war... und handelte entsprechend. Der Krähenschwarm über Murivel, der Dreani so beunruhigt hatte, war Beobachtung gewesen, kein Angriff: Rabenschwarz hatte die besonderen Persönlichkeiten Rivins studiert, nach Kandidaten gesucht. Die hungrigen Vögel waren ein Versehen am Rande. | ||
| + | :Rauvyl hörte zu, stellte kurze Fragen, gab wenig preis... bis sie merkte, dass das Gespräch eine Richtung annahm, in der Verbergen weniger nützte als Klarheit. Rabenschwarz nannte ihre Ziele offen: die Kontrolle über den Rubin, und den Mord. Den Mord nicht als Tat, sondern als Domäne. Cyric, der eingekerkerte, dem Wahnsinn verfallene Gott, verlor seine Einflussbereiche einer nach dem anderen. Was er fallen ließ, konnte aufgehoben werden. | ||
| + | :Rabenschwarz hörte auch zu. Nannte Rauvyl eine mögliche Rivalin, zog die Frage aber nicht als Drohung ein. Sie hatte Rauvyl kontaktiert, um ihr einen Weg zu weisen und hatte, wie sie selbst festhielt, bisher mehr gegeben als bekommen. Für künftige Kontakte würde Rauvyl eine Rabenfeder erhalten. | ||
| + | :Rauvyl wachte auf, als der Tee seine Wirkung verlor. Die Steppe verschwand. Der Körper nahm sie wieder auf. Alles war beim Alten. | ||
;'''1395: Clarell und die Auguren''' | ;'''1395: Clarell und die Auguren''' | ||
:[] | :[] | ||
:{{Zitat| | :{{Zitat| | ||
| − | |Zitattext= | + | |Zitattext= Wenn man einen uralten Gott des Chaos zum Teil im Kopf hat, ist das meistens nicht gut für den gesunden Verstand. |
| − | |Zitierte Person= | + | |Zitierte Person= Undine über die Auguren |
| − | |Quelle= | + | |Quelle= Undine}} |
| + | :Als Gerüchte von Attentatsversuchen auf Prinzessin Clarell Fiora Alagondar den Weg nach Rivin fanden, beschloss Rauvyl, persönlich nach dem Rechten zu sehen. Den Anstoß lieferte Undine, die sich kurz zuvor in einer neuen Verkleidungsgestalt präsentiert hatte: einen übernatürlich schönen elfischen Jüngling namens Firavelatril, nach dem Vorbild von Rufus' Kleidungsstil entworfen und gedacht, um künftig unauffälliger an der Oberfläche agieren zu können. Gemeinsam teleportierten die beiden ins Schwarzseeviertel Niewinters und verschafften sich Zutritt zu Burg Nie, Rauvyl offen als sie selbst, Undine als ihr ''fester Freund''. Im Vorraum traf Rauvyl die Harfnerin Saya Seidenraupe, die von Angriffen durch Schatten, Meuchler aus der Schattenebene und einen arkanbegabten Attentäter berichtete, als mögliche Täter nannte sie Shariten. Die eigentliche Überraschung wartete in den Gemächern der Prinzessin: Als Zofe und Beschützerin war ausgerechnet Agatha eingesetzt worden. Rauvyl klärte die erschrockene Clarell über Jasons Schicksal als Augur auf und legte offen, dass zwei Parteien hinter ihr her seien, die eine, um sie zu töten, die andere, um aus ihr eine Augurin zu machen. Als Agatha die Prinzessin festhielt und die Dienstmägde sich als Trägerinnen lebendiger Schleimwesen Ghaunadaurs entpuppten, hielt Undine mit Tentakeln den Kampf in Schach, während Rauvyl Agatha durch Argumentation zur Freigage Clarells bewog: Die Auguren seien nicht Agathas Werkzeug gegen Lolth, sondern Lolths eigene Schöpfung. Agatha floh durch das Fenster, die Schleime folgten ihr, die bewusstlosen Mägde blieben zurück. Rauvyl sicherte der erschütterten Prinzessin zu, eine Lösung zu finden. | ||
;'''1395: Die Fürstin Niggur''' | ;'''1395: Die Fürstin Niggur''' | ||
Aktuelle Version vom 28. April 2026, 19:36 Uhr
|
Rauvyl | |
|---|---|
| Spezies | Drow |
| Heimat | Rivin |
| Geschlecht | weiblich, munkelt man |
| Klasse | Späherin |
| Religion | Eilistraee |
| Haare | gelblich |
| Augen | rot |
| Größe | 155 cm |
| Merkmale | verschlungene Hautbilder, eine Menge Körperschmuck |
| Geburt | 1246 TZ, das Jahr des brennenden Stahls |
| Tod | schon des öfteren |
| Beruf | Prinzessin der Nacht |
| Zugehörigkeit | Rubin |
| Gesinnung | chaotisch gut |
| Spieler | Necrobaw |
Das Charakterportrait von Rauvyl ist das Eigentum von Necrobaw und darf ohne ausdrückliche Erlaubnis des Eigentümers nicht verwendet werden.
[Bearbeiten] Aussehen
- Rauvyl Kent’tar ist auf den ersten Blick unverkennbar eine Drow, doch ihr Erscheinungsbild zeigt, dass sie weit über die Rolle einer gewöhnlichen Dunkelelfin hinausgewachsen ist
- Ihre Haut ist tief obsidianfarben, matt wie polierter Stein im schwachen Licht. Darüber ziehen sich verschlungene rote Hautbilder, organisch wirkend, beinahe wie in die Haut eingebrannte Erinnerungen. Sie liegen nicht symmetrisch, sondern folgen Muskeln, Schultern und Flanken, als hätten sie ihren eigenen Willen.
- Ihr Haar ist kinnlang, gelblich weiß und wirkt oft ungeordnet, als wäre es selten sorgfältig gekämmt. Es rahmt ein schmales Gesicht mit scharfen, elfenhaften Zügen. Die roten Augen sind wachsam und aufmerksam, selten leer, fast nie weich. Sie beobachten mehr, als dass sie preisgeben. Wer länger hineinblickt, erkennt darin eine Mischung aus Müdigkeit, Entschlossenheit und einer schwer greifbaren Tiefe.
- Rauvyls Körperbau ist athletisch und sehnig, nicht massiv, aber eindeutig kräftig. Ihre Bewegungen sind ruhig, kontrolliert und raubtierhaft, als sei jeder Schritt bewusst gesetzt. Sie trägt ihre Körperlichkeit nicht zur Schau, doch sie ist jederzeit spürbar, besonders wenn sie stillsteht. In solchen Momenten wirkt sie wie gespanntes Drahtseil, ruhig, aber bereit.
- Mehrere Piercings schmücken ihre Ohren, Lippen und die Nase, dezent, funktional, ohne Zierlust. Nichts an ihnen wirkt modisch, alles scheint eine bewusste Entscheidung zu sein. Kleidung und Ausrüstung sind praktisch gewählt, oft dunkel, auf Beweglichkeit ausgelegt, angepasst an Wälder, Ruinen und Schatten gleichermaßen.
- Insgesamt wirkt Rauvyl nicht schön im klassischen Sinn, sondern außergewöhnlich. Sie trägt ihre Geschichte sichtbar auf der Haut und in der Haltung. Wer ihr begegnet, hat selten das Gefühl, einer gewöhnlichen Abenteurerin gegenüberzustehen. Sie ist eine Überlebenskünstlerin.
[Bearbeiten] Lebenslauf
[Bearbeiten] Jugend
- 1246-1254: Prinzessin Zek
- »Rau...vyl. Ihr Name soll Rauvyl sein. Wie Stein soll sie sein. Mögen die Feinde der Zek erzittern vor der jüngsten Prinzessin des ersten Hauses.«
--- Triss'inid Zek (Rauvyls Mutter) bei ihrer Geburt (Quelle)
- Geboren als Prinzessin in Fyvrek'Zek in der Familie Zek, der Herrscherfamilie der Stadt, hatte Rauvyl ein sehr angenehmes Leben. Zwar war sie nur eine Enkelin der Mutter Oberin Varr'ga Zek, jedoch bekam sie trotzdem fast alles, was sie sich wünschte. Es wäre nicht übertrieben gewesen, sie ein verwöhntes Balg zu nennen, trotz der Lektionen ihrer Familie.
- Besonders begünstingt war Rauvyls Leben durch Vasinil, ihrer ältesten Schwester, die einen Narren an dem jungen Mädchen gefressen hatte, und die sie beschützte und unterstützte. So entwickelte Rauvyl schon früh einen gewissen Eigensinn, wohl wissend, dass sie mit vielen Dingen einfach durchkommen konnte.
- Doch selbst Vasinil konnte sie nicht auf den Schicksalsfaden vorbreiten, den Lolth für sie gesponnen hatte.
- 1254: Haelshalee pt. 1
- Eyes. Cold as ice. Broken ties. Only lies... Blurred. Every word. So absurd. Only hurt...
- »"Ergib dich... nur ein winziger Schnitt und das kleine Mädchen hier stirbt einen qualvollen Tod. Sie ist nicht unser Problem... und ich habe keine Lust, ein kleines Kind zu töten, doch bei Lolth, ich schwöre, ich tue es..."«
--- Haelshalee zu ihrer Schwester Vasinil, während Maarloth Rauvyl festhielt (Quelle)
- Eines Tages hielt sich Rauvyl in Vasinils Zimmer auf, als es zu einer Konfrontation zwischen ihr und Haelshalee kam, einer ihrer anderen Schwestern. Doch dies war keine einfache Streitigkeit um Macht oder Einfluss im Haus, wie es so oft passierte in Drowhäusern, sondern ein viel größerer Konflikt, der außerhalb des Hauses Zeks, ja, sogar außerhalb von Undrek'Thoz geführt wurde. Und Rauvyl wurde mitten hineingezogen.
- Rauvyl stellte sich auf die Seite ihrer Lieblingsschwester, doch war sie keine große Hilfe, ganz im Gegenteil. Der Meuchler Maarloth nahm das junge Mädchen gefangen, und drohte sie zu töten, wenn Vasinil sich nicht ergab, was letztendlich zu ihrem Tod führte. Rauvyl selbst wurde am Leben gelassen, aber nur nach einem ersten Zusammentreffen mit dem Sternenreisenden... und einer Veränderung ihrer Erinnerungen. Eine Veränderung, die sie über ein Jahrhundert danken ließ, dass es Haelshalee, und nicht Vasinil war, die sie immer beschützt hatte.
- 1276: Zelos
- Well, I thought you'd be my closest ally in wars of life and love. But you find deception so pulsating to satiate your lusts
- »"Maarloth sendet seine Grüße..."«
--- Zelos, bevor er seine Klinge in Rauvyls Bauch rammen wollte. (Quelle)
- Rauvlys Leben ging unverändert weiter, zumindest in ihren Augen. Haelshalee war ihre große Schwester, ihre beste Freundin, ihre große Beschützerin, und Rauvyl trat ein in den Tempel Lolths, um eine große Priesterin zu werden. Doch die Mächte, mit denen sie sich eingelassen hatte ohne es zu wollen, hatten andere Pläne. Die junge Drow sollte keine Priesterin werden. Insbesondere nicht, weil sie begonnen hatte, sich seltsame Hautbilder zu stechen. Hautbilder, wie die, die Vasinil vor den anderen verbarg, die sie zum ersten mal sah an dem Tag, an dem ihre Schwester starb. Sie konnte sich nicht an ihre Schwester erinnern, erst recht nicht an ihren Tod, und auch nicht an die Hautbilder. Und doch... wusste sie, wie es aussehen sollte. Zu dieser Zeit freundete sich Zelos, ein Schüler von Maarloth, mit Rauvyl an, und sie erwählte ihn als ihren Partner. Sie ahnte nicht, dass Zelos einen eigenen Plan hatte, einen Auftrag. Und so war sie glänzlich überrascht, als er sie versuchte zu töten, als sie einen Ausflug in den Randbeziken der Stadt unternahmen. Es war mehr Glück und der arroganten Überlegenheit Zelos zu verdanken als alles andere, dass Rauvyl entkommen konnte. Sie floh durch eines der vielen Portale der Stadt, womit sie ihre Waffe und ihr Gold zurücklassen musste, und floh von dort aus weiter in das Unterreich, panisch, verängstigt und verzweifelt. Und wahrscheinlich war diese Dummheit dennoch ihre Rettung, denn Zelos verlor ihre Spur im Unterreich sehr schnell. Was aus ihm wurde ist unbekannt.
- 1276-1278: Das Unterreich, pt. 1
- On hopeless days I sit and justify a wholesome life, of which I'm so deprived. I hope and pray, that I won't stay around too long to stain, 'cause I am nothing
- »Ich lasse dich am leben, kleines Mädchen. Dafür gehört dein Leben mir. Mir alleine.«
--- Silberauge (Quelle)
- Rauvyl, eine verhätschelte Drowprinzessin alleine im Unterreich. Sie wäre mit Sicherheit gestorben, doch bevor dies passieren konnte, wurde sie von einem Eremiten gefunden, einem Außsteiger aus der Drowgesellschaft. Einem Mann, der alleine in der Wildnis des Unterreichs lebte. Er hat ihr niemals seinen Namen gesagt, für sie war er einfach nur Silberauge, wegen seiner silbergrauen Augen. Er nahm sie bei sich auf, sorgte dafür, dass sie überlebte. Dass sie lebte. Und lernte. Er brachte ihr bei, wie man alleine im Unterreich überlebt, wie man Gefahren erkannte, sie umging, oder beseitigte. Er war ein harter Lehrmeister, härter noch, als die Lehrmeister in Fyvrek'Zek. Und er war effektiv. Aber anders als in der Stadt, verlangte er auch einen Preis dafür, dass sie bei ihm lernen durfte. Einen Preis, den sie bezahlen musste, ob sie wollte, oder nicht.
- 1278: Illiam'cice, pt. 1
- Want to hold you, so come in my arms. Want to feel you and keep you from harm. I knew from the start that you could steal my heart
- »Fick dich! Fick dich, fass sie nicht an, lass sie in Ruhe, ich werde ich umbringen, ich werde dir die Kehle aufschneiden, wenn du schläfst, ich...«
--- Rauvyl zu Silberauge (Quelle)
- Sehr zu Silberauges Unmut passierte natürlich das, was passieren musste: Rauvyl erwartete ein Kind von ihm. Noch weniger erfreut über ihren Zustand war er natürlich über die Tatsache, dass ein Neugeborenes alles andere als still und leise war. Rauvyl gab sich alle Mühe der Welt, um ihre Tochter ruhig zu halten, was ihr einiges an Mühe und Kraft kostete. Dennoch war sie Rauvyl ein Lichtblick in ihrem eher unschön verlaufenem Leben, weswegen sie ihr den Namen Illiam'cice gab. Doch die Mächte, mit denen Haelshalee sich angelegt hatte, zogen erneut die Fäden in Rauvyls Leben... und so nahm Silberauge ihr Illiam'cice fort. Er brachte sie fort, und sorgte dafür, dass ihm dies mit Rauvyl nie wieder passieren konnte.
- 1279-1287: Das Unterreich, pt. 2
- I just want you to go away, hate shame and degrade me. I gotta get you out of my head. The abuse that you give me, I think I´d rather be dead yeah
- »Gelobet sei Lolth, unser aller Dunkler Mutter. Ihr Netz bindet uns in Körper und Geist, und erwürge die Schwachen, bevor sie den ersten Atemzug tun können.«
--- Rauvyl (Quelle)
- Rauvyl konnte es nicht länger ertragen. Schon seit dem ersten Tag hatte sie Silberauge verachtet und gehasst, jedoch hat die Angst sie zurückgehalten, hatte sie bei ihm gehalten und sie dazu gebracht, die Schläge, die Erniedrigungen und alles andere zu ertragen. Doch nun war das Maß endgültig voll. Dennoch dauerte es Monate, bis sie sich endlich traute, etwas zu tun. Als Silberauge ruhte, erhob sie sich, leise wie eine Assassine. Ihre Sachen hatte sie bereits vorbereitet, doch als sie gerade zu ihm herüberpirschen wollte, um ihre Drohung wahr zu machen... erfüllte sie wieder die Angst. Was, wenn er nicht wirklich ruhte? Was, wenn er sie doch beobachtete? Was, wenn er nur darauf wartete, dass sie den Fehler machte, ihn anzugreifen...?
- Und so floh sie, ohne sich an ihrem Lehrmeister und Peiniger zu rächen. Sie floh in das Unterreich, weg von ihm, weg von allem, was sie kannte. Sie versteckte sich, immer mit der Furcht im Nacken, dass er sie doch noch finden würde. Deshalb traute sie sich auch nicht zurück nach Fyvrek'Zek, aus Angst er könne sie dort finden. Doch diese Zeit alleine im Unterreich tat Rauvyl nicht gut. Mit Silberauge hatte sie immer jemanden gehabt, mit dem sie reden konnte, auch wenn es keine guten Gespräche waren. Ganz alleine, isoliert von allen Kulturschaffenden, begann sie zunächst mit Lolth zu sprechen, dann mit Tieren wie Spinnen und Echsen, und schließlich sogar mit Felsen und Steinen. Vielleicht war es Lolths Wille, vielleicht war es Rauvyls Instinkt, vielleicht andere Mächte, vielleicht auch einfach nur Glück, aber schließlich fand Rauvyl den Weg zurück nach Fyvrek'Zek. Zurück in die Heimat.
- 1287-1295: Abschaum Zek
- Mother, gimme shelter. Are you blinded? You have to save my soul.
- »Rauvyl? Diesen Namen habe ich noch nie gehört. Jagt sie fort.«
--- Triss'inid Zek (Rauvyls Mutter) bei Rauvyls Rückkehr (Quelle)
- Doch in den elf Jahren Abwesenheit stand Fyvrek'Zek nicht still. Rauvyls Abwesenheit war nicht unbemerkt geblieben, und recht rasch wurde sie für tot erklärt. Dunkelelfen starben rasch, und niemand vergoss eine Träne darüber. Die Tatsache, dass Rauvyl nach der langen Zeit der Isolation nicht mehr in der Lage war, sich normal zu artikulieren, war nicht gerade hilfreich. So stand dort also anstatt einer in Spinnenseide gekleideten Prinzessin eine im Lumpen gehüllte Gestalt, die kaum sprechen konnte.
- Sie wurde nicht vorgelassen.
- Stattdessen begann ein Leben in den Gassen und Gossen in Fyvrek'Zek, in der Rauvyl fast alles tat, um den nächsten Rausch zu bekommen, um zu vergessen. Und irgendwann, nach gefühlten Jahren des Dauerrauschs, fand sie sich plötzlich an der Oberfläche wieder, ein schmuckes Halsband reicher.
- 1295-1297: Thay
- I have reached the bottom. I can't see the sky. I am down so low. Wanna be so high.
- »Oh Dunkle Mutter... warum hast du mich verlassen?«
--- Rauvyl (Quelle)
- Die nächsten Jahre verbrachte die junge Drow als Dienerin eines Roten Magiers, der mit Fyvrek'Zek Handel trieb. Warum genau er eine Drowdienerin wollte, hat er Rauvyl niemals verraten, jedoch liegt der Gedanke nahe, dass ein Zusammenhang mit dem Regenprojekt vorhanden war. In ihrer Zeit an der Oberfläche lerne Rauvyl ein wenig über die Menschen und ihre Sprachen. Ruhig gestellt mittels Jhulid kämpfte Rauvyl damit, den angenehmen Zustand des Rausches zu verlassen. Es gelang ihr allerdings erst, als ihr Meister Akataptros mit einem Dolch im Herzen starb. Und auch wenn die Untergebenen des Roten Magiers sich sicher waren, dass Rauvyl den Dolch führte, ist sie sich dessen nicht ganz sicher. Dennoch nutzte sie die Gelegenheit, um ins Unterreich zurück zu fliehen.
- 1297-1382: Das Unterreich, pt. 3
- I find when I’m all alone that I feel so ashamed 'cause all my pride is gone
- ». . .«
--- Rauvyl (Quelle)
- Zurück im Unterreich lebte Rauvyl ein sehr unstetes Leben. Sie verbarg sich fern der Zivilisation, verkroch sich in Höhlen und Gängen, lebte wie ein Tier. Immer wieder, zuerst häufiger, dann immer seltener kehrte sie nach Fyvrek'Zek zurück. Ab und an nahm sie Aufträge an. Sie ging durch Portale, erforschte neue Höhlensysteme. Und verschwand wieder im Unterreich. Sie vergaß Worte, Sprache, trug kaum mehr Kleidung am Leib, nutzte improvisierte Waffen statt edlen Drowstahl. Sie war eine buchstäbliche Wilde. Aber eine Stimme in ihr führte sie. Immer weiter nach Westen, weiter und weiter, und schließlich hinauf ins Licht. Hinauf nach Rivin.
[Bearbeiten] 1382: Ankunft in Rivin
- 1382-1383: Rivin Wald
- 'I desire a good life'
- »Ich gehe jetzt, dir droht auch keine Gefahr - solange du keine von uns überfällst, werden wir dich vorerst dulden. Aber wir können nicht für alle sprechen. Da drinnen findest du Essen, ich weiß nicht, wie gut du dich mit den Wurzeln, Pilzen und Beeren hier an der Oberfläche auskennst. Viele von euch haben damit anfangs Probleme. Auch unsere Wälder haben Gefahren.«
--- Sylethil (Quelle)
- An der Oberfläche angekommen musste Rauvyl erst einmal damit zurecht kommen, dass es... nunja, die Oberfläche war und nicht das Unterreich. Sie musste lernen, dass Vögel keine Spione der Feenelfen waren, dass Bäume harmlos sind, und dass Rosen zwar essbar, aber nicht besonders nahrhaft waren. Recht rasch traf die dann auf die Waldelfe Sylethil. Noch ein junges Mädchen, dass ihr half, im Wald zurecht zu kommen. Sie empfand keine große Angst vor der Dunkelelfe, da sie rasch erkannte, dass diese unterernährt, schlecht ausgerüstet und im allgemeinen eher ungewöhnlich für eine Sklavenjägerin war. Außerdem war sie die Ziehtochter eines mächtigen Anhängers Eilistraees. Leider hielt das die Rote Magierin Akataptra nicht davon ab, sie beinahe zu töten. Nur Rauvyls Eingreifen rettete der jungen Waldelfe das Leben. Das war das erste Mal, dass sie das Missfallen Lolths selbst spürte.
- So bemerkte Rauvyl, dass es neben den Waldbewohnern, welche nach einer gewissen Vorsicht beiderseits ihr eher positiv begegneten, noch eine zweite Gruppe gab, die sich für sie interessierte. [Rufus] schickte einige Schergen in den Wald, um Kontakt mit Rauvyl aufzunehmen, im Auftrag von Viconia, wie Rauvyl später erfuhr. Auch wenn die Versprechen von Macht und Einfluss Rauvyl natürlich reizten, zog sie ein Leben im Wald vor. Die Zeit im Unterreich hatte sie scheu gemacht, und so viele Leute in der Stadt waren ihr unangenehm. Ihre Verbundenheit mit den Waldbewohnern ging soweit, dass sie sogar den Feldzug dieser gegen die Orks der Silberklippen unterstützte, auch wenn sie nicht viel ausrichten konnte, hatte sie doch nur spitze Steine als Bewaffnung. Doch besonders der Druide Niall hatte sich sehr mit ihr angefreundet, nahm sie sogar mit in den Druidenhain, auch wenn dies den anderen Druiden zu weit ging.
- 1382: Niall
- But this one-way street you're on, you'll never be fulfilled. And this one-way street you're on is gonna get you killed
- »Weil du allein bist Rauvyl.... und weil du noch immer in dieser Welt aus Lügen und Misstrauen lebst die sich Unterreich nennt. So funktionieren die Dinge hier nicht, die Dunkelelfen die es begreifen können sich sogar in den Städten aufhalten...«
--- Niall Torus (Quelle)
- Rauvyls erste Begegnung mit Niall war eher gemischt. Die Dunkelelfe war noch immer scheu und vorsichtig, verbarg sich immer im Unterholz, wenn sie Leute traf, allzeit bereit zu fliehen. Und so floh sie tatsächlich auch direkt, als zwei Orks durch das Unterholz brachen, ließ den Druiden alleine zurück, um gegen die Orks zu kämpfen. Dies nahm er der Dunkelelfe überaus übel, auch wenn er nach und nach verstand, warum sie nicht bereit war, ihr Leben zu riskieren für jemanden, den sie nicht kannte... insbesondere, da sie weder Rüstung noch Waffen hatte. Zumal Niall auch gut alleine zurecht kam gegen diese Feinde.
- Doch später setzte er sich für Rauvyl ein, insbesondere vor den anderen Waldbewohnern, den Druiden und Waldläufern, den Elfen und den Menschen. Dennoch war auch das Leben im Wald voller Rückschläge. Kurz nachdem Rauvyl dank Niall und Sylethil einen sicheren Unterschlupf besaß, wurde sie von dort vertrieben, gejagt von einem Sonnenelfen-Waldläufer. Erneut war es Niall, der sein Leben riskierte, sich zwischen Dunkelelfe und Bogen stellte, um sie zu verteidigen. Er verhinderte damit nicht nur schwerere Verletzungen, sondern auch eine Auslieferung der Dunkelelfe an den Mantel der Sterne. Auch wenn Rauvyl es dumm von ihm fand, verdiente er sich damit natürlich ihren Respekt und vor allem auch Dank. Er kämpfte hier an zwei Fronten. Auf der einen Seite wollte er die Waldbewohner überzeugen, dass Rauvyl keine finstere Sklavenjägerin war, gekommen, um Schrecken über die Oberfläche zu bringen, auf der anderen Seite ging es darum, Rauvyls antrainiertes Misstrauen zu überwinden. Und nach und nach schaffte er es so, die harte Schale Rauvyls zu knacken, brachte sie dazu, sich zumindest ihm gegenüber zu öffnen. Doch dann...
- 1382: Ameng, pt. 1
- Mal wieder hab ich verloren bin auf den Boden geknallt, so bitter ist der Geschmack von schmutzigem Asphalt. Wohin mit meinem Hass wohin mit meiner Wut? Ich fress es nur in mich rein und vergifte mein Blut((18.04.2014))
- »Eine Lolth-Dienerin, die ein Sy'tel'quessir-Kind rettet. Sie hat eine Chance verdient, ich würde gerne ihre Psyche erforschen.«
--- Ameng zu Faern/Faeanshalee (Quelle)
- Auf der Suche nach Phaere, einer Dunkelelfe, die Rauvyl im Wald getroffen hatte, begegnete sie Ameng Xilo und Faern. Wie immer war Rauvyl eher defensiv, versuchte sich zu verbergen, sich zurückzuziehen, jedoch waren die beiden recht beharrlich. Es kam zu einem Austausch von Worten, wobei Faern vor allem Drohungen ausstieß, während Ameng durchaus interessiert an Rauvyl war, was Faern irgendwie... eifersüchtig machte. Da Rauvyl Sylethil vor der Roten Magierin gerettet hatte, gingen die beiden davon aus, dass Rauvyl Eilistraee diente... um so überraschter waren sie, als sie erfuhren, dass sie Lolth diente. Daraufhin wurde es dann doch zu unangenehm, und Rauvyl trat die Flucht an, gerade noch rechtzeitig, um Amengs Zauber zu entkommen.
- Doch das sollte nicht die letzte Begegnung mit Ameng sein. Durch einen Unfall, ausgelöst durch Jixel aus dem Rubin, stürzte Rauvyl einen Anhang hinab, in den Vorgarten des Mantels der Sterne in der Zuflucht. Verletzt, aber lebendig, wollte sie den Ort gerade eiligst verlassen, als Ameng den Turm verließ, um nachzusehen, was es für ein lautes Geräusch war, was sie gehört hatte. Wie das Fluchttier, das sie war, rutschet Rauvyl den nächsten Abhang hinab, fort von der Sonnenelfe und den Druiden entgegen, die sie schon auf der anderen Seite der Schlucht ihr entgegen kamen. Doch mit einem Feuerball aus Amengs Hand wurde Rauvyl davon abgehalten, über die Brücke zu ihnen zu kommen. Und als Ameng dann sich auf den Weg machte, zu Rauvyl herunter zu kommen... waren es tatsächlich die Druiden, die Rauvyl aufhielten zu fliehen. Karia wollte sie mit Magie aufhalten, Niall mit Worten... doch am Ende war der der Spinnentiergefährte Karias, der sich Rauvyl in den Weg stellte, und sie wie angewurzelt stehen ließ. Rauvyl hatte panische Angst vor Ameng, hatte panische Angst vor der Spinne als Dienerin Lolths, flehte die Druiden an, ihr zu helfen... doch sie alle waren sich sicher, dass Rauvyl bei Ameng sicherer war, dass die Sonnenelfe ihr helfen würde. Und tatsächlich kam Ameng zu ihr... und belegte sie mit einem Beherrschungszauber, zwang sie damit, ihr in den Mantelturm zu folgen. Dort wurde sie festgesetzt... der Beginn einer wunderbaren Hass-Freundschaft zwischen der freiheitsliebenden Drow und der Sonnenelfe.
[Bearbeiten] 1383: Rivin und die Unterwelt
- 1383: Leysin
- You left me all alone, broken, cold and bare, open to the bone, stuck in my despair. But one day I will rise and I will hunt you, I will hunt you down...
- »Die Drow ist mein und sie wird nicht sterben. Nicht heute.«
--- Leysin zu den Druiden (Quelle)
- Es zeichnete sich schon länger ab. Ein Halbelf mit Namen Leysin wurde im Zuge des Orkkrieges auf Rauvyl aufmerksam, und es sprach sich recht bald herum, dass er sich Rauvyl schnappen wollte. Lange Zeit konnte sie ihm aus dem Weg gehen, immer wieder ihm entkommen. Doch der Jäger war geduldig, er wartete, lauerte... und irgendwann fand er sie. Mit einem Wurfpfeil verletzte er sie, markierte seine Beute, und dann begann die Jagd. Rauvyl floh, wie sie zuvor vor anderen Waldbewohner geflohen war, und wie die letzten Male war er ihr natürlich überlegen. Er lebte schon länger im Wald als sie, er kannte die Tricks, die Kniffe, die Wege und die Abzweigungen. Doch wie zuvor suchte sie Hilfe bei den ihr wohlgesonnenen Druiden... doch diesmal war Niall nicht bei ihnen. Im Wald war eine Infektion Aurils, und er kümmerte sich mit anderen darum, und auch die Gruppe Druiden, auf die Rauvyl auf ihrer Flucht traf, waren auf dem Weg, sich darum zu kümmern. Rauvyl bat um Hilfe, um Unterschlupf, um irgendwas... doch die Druiden wollten sich nicht einmischen. Eine junge Druidin bat Leysin, dass er Rauvyls Leben verschonen solle, und er willigte ein... was Rauvyl nicht wirklich beruhigte, denn Überleben war nicht immer alles...
- Sie floh weiter, doch er stellte sie. Sie kämpfte gegen ihn, doch er war ein Meister der Klingen, und überwältigte sie. Er hatte einen Auftrag, und den wollte er um jeden Preis erfüllen. Eine Dryade wollte eine Nachricht an die Bewohner Rivins schicken, eine Nachricht auf Drowhaut. Und diese Drowhaut brauchte er von Rauvyl. Und er nahm sie sich.
- Zum sterben zurückgelassen ließ er Rauvyl im Wald liegen, wo sie von einem Unbekannten gefunden wurde, welcher sie zu den Druiden zurückbrachte. Dort erholte sie sich einige Zeit, bevor sie floh, voller Furcht vor Leysin und denen, die ihm halfen, und voller Enttäuschung von den Druiden, die ihr nicht helfen wollten. Und die Unterwelt Rivins, die schon zuvor um Rauvyls Aufmerksamkeit gebuhlt hatte, nahm die Drow nur zu gerne auf.
- 1383: Riviner Untergrund
- I don't owe anything I don't owe anyone. Shoot pride for all it's worth. I don't belong
»Oh, das mag ich an dir. Selbst im Angesicht der Verzweiflung bleibst du noch frech.« --- Alektra zu Rauvyl (Quelle)
- Schon kurz nach ihrer Ankunft im Wald haben diverse Leute im Auftrag von Rufus Rauvyl aufgesucht. Akataptra brachte ihr eine Maske, mit der sie sich tarnen konnte, wieder und wieder wurden ihr Angebote gemacht, und sie hörte sich einiges an, suchte die Stadt auch ein paar mal auf, freundete sich mit Rufus an und begann eine wundervolle Feindschaft mit Jixel. Es sollte eine neue Organisation gegründet werden, eine Verbrecher- und Untergrundgruppierung. Mit beiden hatte Rauvyl nicht wirklich viel Erfahrung, aber andere Möglichkeiten gab es für sie nicht, in der Stadt Zugang zu finden. Schon früh hielt sie sich diese Option offen, wenngleich das Leben im Wald zunächst besser auf sie wirkte. Doch nach dem Angriff von Leysin trieb die Angst vor diesem sie mehr in Richtung Rufus und Gefolge, und nachdem Niall dann auch noch aus dem Wald Verschwand (ein Umstand, den sie ebenfalls Leysin zuschrieb), hielt sie nichts mehr dort, und sie verlagerte ihr Leben komplett in die Stadt. Dort übernahm sie zunächst kleinere Aufträge und Botengänge, bis sie schließlich im Auftrag von Rufus und Shaadi die Halbdrow Sabrae darstellte, um die Gelbe Hand in eine Falle zu locken und damit Konkurrenz auszuschalten. Es war der Beginn einer langen, fruchtbaren Zusammenarbeit. Im Zuge dessen begann sie auch Rufus, den Anführer der zu gründenen Gruppe, "Bruder" zu nennen.
- Auch Alektra, eine Teufelin, wurde auf sie aufmerksam, nicht zuletzt wegen des seltsamen "Dufts", den Rauvyl für Dämonen und im geringeren Maße auch für Teufel verströmte. Sie spielte einige Spiele mit Rauvyl, auf die diese sogar manchmal einging. Denn was hatte Rauvyl schon zu verlieren...?
- 1383: Der Rubin - ganz unten
- Das Bringt mich nicht um, ich werds überleben. Keine Träne, ich bin stark das macht mich nur hart
- »Bei uns ist es so, dass wahre Geschwister einander uneingeschränkt vertrauen können. Und stets Seite an Seite stehen werden, egal was der andere tut. Solange man sich daran erinnert, wer zur Familie gehört, ist man fortan nie mehr wieder alleine. Und man weiß, dass der andere persönliche Schwächen niemals zu seinem Vorteil nutzen würde.«
--- Rufus zu Rauvyl (Quelle)
- Aufgenommen als Finger des Rubins, war es vorrangig Rauvyls Aufgabe, kleinere Probleme zu lösen, die Drecksarbeit für andere zu erledigen und Befehle von den teilweise sehr sadistischen Vorgesetzen. Die meisten konnten die junge Drow nicht leiden, hatte Vorbehalte, vielleicht sogar einen Hass auf sie. Doch mit ihrer Entschlossenheit, Willensstärke und ihren Fähigkeiten konnte sie sich langsam hocharbeiten, bis sie schließlich aufsteigen konnte, und zu Rufus Stellvertreterin werden konnte.
[Bearbeiten] 1384: Regen und Aufstieg
- 1384: Balarrastra
- We head for hell and we do it well, come eat the dust, cause it's all a dirty lie that chokes the sky
- »Du brauchst sie nicht mehr. Der Teufel ist besiegt. Und sie kennt nun deine Schwäche«
--- Balarrastra zu Rauvyl über Sylethil (Quelle)
- In Rivin machte ein Spinnen-Halbteufel mit Namen Daedalus Probleme. Um ihn zu beseitigen beschworen einige Mitglieder des Untergrundes, unter ihnen Rauvyl, eine mächtige Dämonin, eine Yochlol mit Namen Balarrastra, um einen Verbündeten gegen den Teufel zu haben. Im Konflikt mit dem Spinnenteufel Daedalus fungierte Balarrastra als Wegbereiterin. Sie rüstete Rauvyl indirekt aus, indem sie verzauberte Stäbe im Rubinversteck hinterlegte. Dieses Handeln markierte für Rauvyl den Übergang von der bloßen Vorbereitung zum aktiven Kampf und festigte Balarrastras Rolle als diejenige, die den Takt des Geschehens vorgab.
- Nach dem Sieg über den Teufel wandelte sich Balarrastras Bedeutung zur existenziellen Bedrohung für Rauvyls Gewissen. Sie forderte ultimativ den Tod der Feenelfe Sylethil, da sie das Überleben des Mädchens als gefährliche Schwäche Rauvyls einstufte. In diesem Moment wurde Balarrastra zur personifizierten Härte der Drow-Gesellschaft, der sich Rauvyl nur mühsam und unter großer Anspannung widersetzen konnte, indem sie die Elfe heimlich in Sicherheit bringen ließ.
- 1384: Dreani, Pt. 1
- Divided we'll stand, regardless we'll fall. How subtle the words we've come to know. Divided we stand, determined to fall. Just like this hollow world that sleeps inside of me
- »Die Klinge würde meinem Haus neue Hoffnung geben. Aber viel wichtiger als eine uralte Tradition ist mir Beors Schicksal.−«
--- Dreani zu Rauvyl (Quelle)
- In einer gefährlichen Mission im Unterreich versucht eine Gruppe den Mondelfen Beor, Bruder von Dreani, und dessen legendäre Klinge aus den Fängen des Hauses Rhylinghym zu befreien. Nachdem sie sich den Zutritt zur Stadt erkauft hatten, eskalierte ein Informationsbesuch bei der Sukkubus Lynn, als Constanza die Gastgeberin angriff und die Gruppe zur überstürzten Flucht zwang.
- Dieser Vorfall hat die ohnehin fragile Einheit zerrissen: Während Jerem und Ameng nun auf eigene Faust versuchen, sich über den korrupten Hauptmann Zaerbark bei den Vhaeraun-Ketzern einzuschleichen, verharren Rauvyl, Dreani und Constanza zerstritten im Gasthaus. Zwischen riskanten diplomatischen Alleingängen und der Vorbereitung einer überstürzten Flucht steht die Mission nun kurz vor dem Scheitern, da Misstrauen und Alleingänge die Gruppe im Angesicht ihrer übermächtigen Feinde schwächen. Rauvyl zweifelt zudem sehr an der Kompetenz der Gruppe
- 1384: Ameng, pt. 2
- Strahlst heller als das Sonnenlicht und du wirfst lange Schatten. Du kontrollierst die halbe Welt und denkst dabei an dich
- »Dann bete ich jetzt zu Dämonen, wenn Correllon mir nicht helfen kann!«
--- Ameng Xilo (Quelle)
- Um Amengs Cousins aus der Sklaverei des Unterreichs zu befreien, infiltriert die Gruppe eine Auktion, bei der sie die Zwillinge für 1.500 Goldstücke erfolgreich ersteigert. Doch die Mission eskaliert im sicheren Versteck der Sukkubus Lynn: Ameng verfällt dem Wahnsinn und verwandelt sich in einen monströsen Hornteufel, als sie versucht Bleiche Nacht zu rufen.
- Nach einem heftigen Kampf gelingt es den Gefährten, Amengs Gestalt zu bändigen und durch eine magische Bannmauer zurückzuverwandeln. Die ohnmächtige Ameng wird gefesselt und geknebelt, um weitere Ausbrüche zu verhindern. Im letzten Moment werden die Gruppe, die geretteten Elfen und eine Dryade durch die Hilfe einer mysteriösen Stimme namens Aelquetria mittels eines silbernen Lichtscheins aus dem Dämonenhort an einen sicheren Ort teleportiert.
- 1384: Aelquetria, pt. 1
- I crawled through the night that was darker than black. I carried my sins, heavy weight on my back. And I prayed to the God, Lord help me to be. But the angel of light is who listens to me
- »Rauvyl. Spar dir das Augenrollen und hör zu.«
--- Aelquetria zu Rauvyl (Quelle)
- Aelquetria blieb bei Rauvyl, beschützte sie mit Eilistraees Segen, zu dem Preis, dass sie öfter als Rauvyl lieb war in ihrem Kopf kommentierte und mit ihr sprach. Rauvyl sah dies allerdings recht pragmatisch... der Segen war Hilfe, und ihr war egal, woher er kam.
- 1384: Faeanshalee, pt. 1
- Scream your lungs out, wait for laughter. You don't have to wait forever, here's the next disaster
- »Ich lasse nur ungerne los.«
--- Faeanshalee zu Rauvyl, als diese versucht, sich aus einer engen Berührung zu lösen (Quelle)
- In jenen Tagen, als der unheilvolle Regen schwerer wog als der tägliche Überlebenskampf, war Faeanshalee eine der wenigen Konstanten in Rauvyls kalkuliertem Chaos. Rauvyl betrachtete sie oft mit jener kühlen Distanz, die man einer scharfen Klinge entgegenbrachte: nützlich, potenziell tödlich, aber doch vertraut in der Handhabung.
- Faeanshalee hatte ihre eigene Transformation vollzogen. Wo sie zuvor unter der Maske des Faern agiert hatte, trat sie nun in ihrer wahren, weiblichen Gestalt auf. Für Rauvyl war dieser Wechsel mehr als nur ein Spiel mit Identitäten, es war eine Rückkehr zur drow-typischen Ordnung in einer Welt, die von Menschen und deren fremdartigen Moralvorstellungen dominiert wurde. Während andere Gefährten wie Aleney oder Jerem Rauvyl mit Argwohn oder erdrückendem Mitleid begegneten, blieb Faeanshalee die Partnerin im Geiste.
- Ihre Taten waren geprägt von einer Pragmatik, die Rauvyl zu schätzen wusste. Als Ameng Xilo in einem Anfall von magischem Wahnsinn Tentakel aus dem Boden beschwor, um Rauvyl in die Tiefe zu reißen, war es Faeanshalee, die nicht zögerte. Mit einer geistesgegenwärtig beschworenen magischen Hand entriss sie Rauvyl dem Zugriff.
- Besonders in den dunklen Stunden erwies sich Faeanshalee als notwendiger Anker. In den Momenten, in denen Rauvyl über den "Rauxit" – den endgültigen Rückzug aus dieser feindseligen Welt – nachdachte, war es Faeanshalee, die mit bissigem Humor und kühler Logik dagegenhielt. Sie suchte für sie beide Unterkünfte und schuf kleine Räume der Sicherheit, in denen sie sich gegenseitig mit skurrilen Kosenamen wie "Schnuffel" oder Fluffelwuffel verspotteten, um die Absurdität ihrer Lage an der Oberfläche zu ertragen.
- Faeanshalee war es auch, die das Netz aus Intrigen um die Yochlol Ballarastra entwirrte. Sie lieferte die entscheidenden Informationen über den "Regen" und hielt Rauvyl dazu an, ihre letzten Reserven nicht für Belanglosigkeiten zu verschwenden. Rauvyl erinnerte sich an die Szene, in der Faeanshalee sie fast schon besitzergreifend festhielt und erklärte, dass sie nur ungern loslasse.
- Aus Rauvyls Sicht war Faeanshalee in jener Zeit weit mehr als eine bloße Begleiterin. Sie war die Zeugin von Rauvyls Zerfall und gleichzeitig die einzige Kraft, die aktiv versuchte, diesen Prozess aufzuhalten. In einer Welt voller Verrat blieb sie die einzige Person, der Rauvyl den Rücken zudrehte, ohne gleichzeitig die Hand am Griff ihres Dolches zu verkrampfen.
- 1384: Nadia
- Du bist hier ich merke es genau, nur ein flüchtiger Blick, eine Geste, nur ein Augenblick erinnern mich an dich. Ich laufe vor dir fort, Regen peitscht mir ins Gesicht dann dreh ich mich nochmal um... Und ich sehe dich nicht
- »Kämpfe nicht gegen deine Feinde, wenn du einen Weg zur Flucht siehst. Und lass dich bei der Flucht nicht erwischen... sie entziehen dir deine Kraft, wenn du sie berührst.«
--- Nadia Schattenrose (Quelle)
- Nadia trat in Rauvyls Leben als eine Instanz, die keine Sentimentalitäten duldete. Sie war es, die Rauvyl auf die schmalen Balken zwang, um ein Gleichgewicht zu fordern, das weit über das Körperliche hinausging. Rauvyl beobachtete Nadias Bewegungen genau – jene fließende Art, mit der sie eins mit der Dunkelheit wurde. Für Rauvyl war Nadias Expertise in den Schattenkünsten ein Werkzeug, das sie sich aneignen musste. Nadia lehrte sie nicht nur das Verstecken, sondern die Philosophie der Unsichtbarkeit: Schatten waren für sie keine bloße Abwesenheit von Licht, sondern Wesenheiten, die den Geist derer formten, die sich ihnen verschrieben.
- Nadias Taten waren oft von einer belehrenden Härte geprägt. Rauvyl erinnerte sich daran, wie Nadia sie immer wieder antrieb, die eigenen Grenzen zu ignorieren, während sie gleichzeitig davor warnte, sich im Schatten zu verlieren. Nadia war keine Mentorin, die die Hand hielt; sie war diejenige, die Rauvyl in den Abgrund blicken ließ, um sicherzustellen, dass diese nicht blinzelte. Wenn Nadia Informationen über Feinde oder strategische Rückzüge lieferte, geschah dies stets mit einer Präzision, die Rauvyls Respekt erzwang, auch wenn sie Nadia gegenüber oft eine Maske aus Ironie und bissigen Kommentaren wahrte.
- Aus Rauvyls Sicht blieb Nadia eine Figur, die sie zwar forderte, aber nie ganz greifbar wurde. Nadia war diejenige, die Rauvyl den Weg in die Verborgenheit ebnete, nur um dann zu erklären, dass Rauvyl den Rest allein gehen müsse, sobald sie das „Laufen“ gelernt habe. Es war eine Beziehung, die auf der harten Währung von Wissen und Fortschritt basierte. Rauvyl schätzte Nadias Fähigkeit, die Bedrohungen der Welt nüchtern zu analysieren, besonders in Momenten, in denen andere Gefährten in Panik oder moralische Zweifel verfielen.
- 1384: Der Rubin - Die Puppe
- Du willst die Ergebung, gottesgleich regieren. Diesen Willen brechen, bis seine Worte dich zitieren
- »Ich bin eure Puppe...«
--- Rauvyl zum Puppenmeister (Quelle)
- Nach Rauvyls Fortschritten im Rubin, wollte der Puppenmeister sich persönlich mit Rauvyl beschäftigen. Er war zurfrieden mit ihrem Handeln, insbesondere, wie sie ihre Untergebenen im Griff hatte. Jedoch wollte er sich ebenso vergewissen, dass Rauvyl ihm gegenüber loyal war, weswegen er sie zwang, sich selbst zu verstümmeln. Rauvyl tat, wie ihr geheißen, zeigte dabei, dass sie einige wichtige Zusammenhänge erkannt hatte... und versuchte, als sie glaubte, dass ihr Leben kurze davor war zu Enden, ihn zu erpressen. Sie konnte ihn von sich und ihrer Loyalität überzeugen, und überlebte die Begegnung (körperlich) unversehrt. Als Belohnung bekam sie den Höllenhund Schnuffi von ihm geschenkt.
- 1384: Der Regen
- Die Zeiten ändern sich, aus Mütter werden Krieger. Die Zeiten ändern dich, und wir singen Totenlieder. Die Träume sind verbrannt, die Helden längst vergessen. Asche legt sich übers Land, die Felder kahl gefressen
- »Der Regen darf erst sterben, wenn es keinen Rubin mehr gibt.«
--- Regentropfen Marade (Quelle)
- Rauvyl beobachtete mit wachsender Sorge, wie sich die Schatten der Vergangenheit in Gestalt des herannahenden "Regens" über ihr Leben legten. Für sie war dieses Ereignis weit mehr als eine abstrakte Bedrohung für den Rubinhafen. Sie vermutete, dass die treibende Kraft hinter diesem Unheil ihre eigene Tochter Serengenti war. Die Vorwürfe, sie habe ihr Kind einst "weggeworfen", lasteten schwer auf ihr, auch wenn die Vorwürfe falsch waren, und machten die kommenden Ereignisse zu einer zutiefst persönlichen Prüfung.
- In den Begegnungen mit den sogenannten "Regentropfen", insbesondere der kühlen und ergebenen Marade, sah Rauvyl das erschreckende Ausmaß an Indoktrination. Sie vernahm die düstere Prophezeiung, dass der Regen erst enden würde, wenn "der Rubin" nicht mehr existierte, und begriff, dass diese Menschen ihren gesamten Daseinszweck aus diesem blinden Hass bezogen. Rauvyl spürte jedoch, dass hinter der Fassade der Zerstörungswut der Tropfen eigentlich tiefer Schmerz und Verzweiflung lagen, Gefühle, die durch Manipulation in eine mörderische Pflicht verwandelt worden waren.
- Trotz der emotionalen Erschöpfung, die ihr bereits seit langem die Ruhe in der Nacht raubte, handelte Rauvyl entschlossen. Sie nutzte ihre Verbindungen, beauftragte Flinn von Drachenfels mit der Informationsbeschaffung und koordinierte die Verteidigung gegen die drohende Gefahr. Während sie strategisch vorging und versuchte, die Spione des Regens zu enttarnen, blieb sie innerlich zerrissen. Sie hoffte inständig, einen Weg zu finden, um zu Serengenti durchzudringen und das Band der Indoktrination zu zerschneiden, auch wenn sie sich selbst eingestehen musste, dass sie kaum noch an ein friedliches Wunder glaubte.
- 1384: Zhai, pt. 1
- This world is gonna fuck you up. It's gonna get dark and it seems too tough
- »Oh, sehr einfallsreich. Wir probieren das nochmal, wenn du wieder auf den Beinen bist. Damit das klar ist: du gehörst jetzt mir. Die anderen wissen das noch nicht, aber du gehörst mir.«
--- Rauvyl (Quelle)
- Die Beziehung zwischen Rauvyl und Zhai entwickelt sich von einer anfänglichen Situation der Gefangenschaft hin zu einem festen, hierarchischen Dienstverhältnis, das stark durch die gemeinsame drowische Kultur geprägt ist. Zu Beginn findet Rauvyl Zhai in einer Kiste vor, krank, verletzt und überaus schlecht gelaunt. Rauvyl sah sich gezwungen, sie "auf Spur" zu bringen, mit teilweise brutalen Maßnahmen.
- Zhai erkennt allerdings kurz danach Rauvyls Autorität an und tituliert sie respektvoll als 'Jabbress', während sie sich in der gemeinsamen Sprache der Drow nach lebensnotwendigen Dingen wie Nahrung erkundigt.
- Im weiteren Verlauf festigt sich dieses Gefüge: Rauvyl agiert als Mentorin und Beschützerin in einer Umgebung, die Zhai aufgrund ihrer Herkunft feindselig gegenübersteht. Die exklusive Kommunikation auf Hochdrow schafft dabei eine besondere Bindung, die Zhai von der restlichen Bevölkerung abhebt und ihre Identität als Dunkelelfin unterstreicht. Trotz der klaren Rollenverteilung von Herrin und Dienerin zeigt sich eine wachsende Loyalität. Zhai sucht aktiv die Nähe und Anweisung von Rauvyl, während diese ihre schützende Hand über sie hält und ihr hilft, sich in der neuen Welt zu behaupten. Die Entwicklung zeigt somit den Übergang von einer bloßen Abhängigkeit zu einer stabilen, durch gegenseitiges kulturelles Verständnis untermauerten Allianz.
- Recht rasch werden andere Diener Rauvyls sogar eifersüchtig auf Zhai, und der ein oder andere will sie sogar loswerden.
- 1384: Illiam'cice, pt. 2
- Eyes. Cold as ice. Broken ties. Only lies... Blurred. Every word. So absurd. Only hurt... Pain. Only pain. Will remain. Old refrain... Scars. Shine like stars. They're all ours. Our memoirs. Au revoirs. 'Cause your pain is the pain that I feel. Just look at me... And your scars are the wounds that I have healed. Just look and see...
- »Illiam'cice. Das ist dein Name. Der Name, der dir geraubt wurde, als du mir geraubt wurdest. Dein Vater hat dich mir weggenommen. Ich habe versucht es zu verhindern, aber er war stärker als ich. Ich habe Narben davongetragen, aber ich konnte es nicht verhindern. Du bist meine Tochter. Meine einzige Tochter. Und du wirst immer meine einzige Tochter bleiben.«
--- Rauvyl (Quelle)
- Nachdem "der Regen" über den Rubinhafen hinweggefegt war, fand sich Rauvyl in einer Welt wieder, die aus den Trümmern ihrer eigenen Vergangenheit bestand. Der Schmerz über das, was geschehen war, lastete wie Blei auf ihrer Seele. Rauvyl musste bitterlich erkennen, dass sie Macht und Einfluss eingebüßt hatte, da sie im entscheidenden Moment nicht stark genug gewesen war. Doch während Serengenti als unnahbare Anführerin des Regens außer Reichweite schien, trat eine andere Gestalt aus den Schatten, die Rauvyls mütterliche Instinkte auf eine neue, gefährliche Weise forderte: Regentropfen Nummer 8 war ihre Tochter Illiam'cice, nicht Serengenti.
- Die Begegnung mit Nummer 8 war für Rauvyl von einer beklemmenden Intensität geprägt. Als das junge Wesen sie mit "Mutter" ansprach, wurde die ganze Tragweite der Indoktrination deutlich, der ihre Kinder unterzogen worden waren. Illiam'cice war mehr als nur eine Kriegerin des Regens; sie war ein Teil von Rauvyl, der in einem grausamen System aus Loyalität und Tod gefangen war. Rauvyl wusste, dass sie Nummer 8 nicht mit offenen Mitteln beschützen konnte, und so plante sie deren Versteck im Wald bei Rivin. Sie versuchte verzweifelt, das Töten zu minimieren und ihrer Tochter eine Chance auf ein Dasein abseits der Schlachtfelder zu ermöglichen, auch wenn Nummer 8 kühl feststellte, dass Rauvyl nicht die Kraft besaß, sie wirklich vor dem Schicksal zu bewahren.
- Die Sorge um Illiam'cice wurde jedoch von einer noch dunkleren Vorahnung überschattet. In ihren geheimen Gesprächen warnte die Tochter Rauvyl eindringlich vor dem "Puppenmeister". Obwohl Nummer 8 geglaubt hatte, ihn getötet zu haben, berichtete sie von Serengentis Worten, dass seine Seele noch nicht vergangen sei. Diese Warnung, dass der Puppenmeister gefährlich sei und sich bereits unter ihnen befinde versetzte Rauvyl in einen Zustand ständiger Wachsamkeit. Während sie offiziell als "Graue Eminenz" in den Hintergrund trat und ihren "Bußgang" vorbereitete, blieb ihr Herz bei ihrer verlorenen Tochter. Zwischen der unerbittlichen Serengenti und der zerbrechlichen, aber mächtigen Illiam'cice versuchte Rauvyl, einen Weg durch das Gespinst aus Verrat und dunkler Magie zu finden, das ihre Familie zu verschlingen drohte.
- 1384: Der Panzerhandschuh
- I don't want to save my soul now, I just want to lose control. And even if it takes a lifetime to learn. I'll learn, I'll learn. We learn!
- »((Zitat))«
--- ((Zitierte)) (Quelle)
- Die Herkunft des Panzerhandschuhs ist ebenso außergewöhnlich wie seine nekromantische Macht: Das Artefakt wurde Rauvyl von Tara übergeben, die es wiederum von einer alternativen Version Rauvyls aus einer anderen Zeit oder Dimension erhalten hatte. Dieser Handschuh ermöglichte es Rauvyl, die Grenzen des Todes zu überbrücken und eine Armee von Untoten sowie Konstrukten zu befehligen, um gegen die zerstörerische Kraft "Des Regens" anzutreten.
- Doch diese Macht sollte einen Preis einfordern.
- 1384: Regentropfen Rauvyl
- Waking the fury, the power the beast, you've challenged the best in the land. I'll show you no mercy, prepare for a fight, the ultimate force is at hand
- »Halt's Maul, Serengenti«
--- Rauvyl (Quelle)
- 1384: Rufus - Die Chwiakrell
- I live behind the perfect mask
- »Ich bin das Produkt dessen, was ihr aus mir gemacht habt. Also los, der Meister langweilt sich.«
--- Rauvyl (Quelle)
- Eine von Lolths Prüfungen, die Rauvyl bestehen musste, bestand darin, dass eine ihr nahestehende Person sie verraten sollte. Rufus wurde von den Balarastra dafür auserwählt und begann Lügen über sie zu verbreiten, die ihre Beförderung verhindern würde. Doch Rauvyl kam dahinter, auch wenn es fast schon zu spät war, und bestrafte Rufus überhaus hart dafür... auch wenn sie Gnade erwies, dass die Strafe rein psychologisch war.
- 1384: Der Rubin - Die Prinzessin
- You want it all, but you just fall, why can't you see that you're not free. You have agreed, yes you've agreed to crawl
- »Und nun bist du hier von einer gejagten, gehäuteten Drow aus dem Nichts zu einer Prinzessin geworden, wie du es immer sagtest. Und doch bist du Rauvyl.«
--- Railanta zu Rauvyl (Quelle)
- Nach vielen, langen Konflikten, sowohl im Rubin als auch außerhalb konnte Rauvyl endlich ihre Ernennung zur Leiterin der Rubinzelle in Rivin entgegennehmen. Das Ziel war erreicht... doch es war nicht das letzte Ziel. Denn Es war ihr noch lange nicht genug.
- 1384: Dreani, Pt. 2
- I'm gonna knock you out. Mama said knock you out.
- »Zwei Versuche noch. Ein Versuch. Nun wird es lustig.«
--- Rauvyl zu Dreani, nachdem alle Versuche, Beor zu überzeugel fehlschlugen und kurz bevor sie ihn niederschlug (Quelle)
- Was als gefährliche Infiltration in die Tiefen des Unterreichs begann, endete in einer moralisch geladenen Flucht, die das Band zwischen Mutter und Tochter auf eine harte Probe stellte. Die Gruppe, bestehend aus der pragmatischen Söldnerin Rauvyl, ihrer fanatischen Lolth-gläubigen Tochter Illiam’cice und der Magierin Dreani (nachdem Constanza die Gruppe verriet und zurückgelassen wurde), drang in eine Festung des Maskierten Lords ein, um Dreanis Bruder Beor zu retten und ein mächtiges Artefakt, den Spiegel, zu sichern. Unterstützt wurden sie dabei von der Vhaeraun-Anhängerin Phaere, deren wahre Loyalität jedoch im Verborgenen lag.
- Nachdem die Gruppe unter Aufbietung all ihrer Kräfte Sicherheitsmaßnahmen überwunden und Statuen-Wächter passiert hatte, fanden sie Beor im Allerheiligsten der Festung vor. Doch die erhoffte Rettung gestaltete sich schwierig: Der junge Mann war von seinem Mentor Varuszan indoktriniert worden und erkannte seine eigene Schwester in ihrer Drow-Gestalt nicht an. Während Dreani verzweifelt versuchte, die Erinnerungen ihres Bruders zu wecken, behielt die misstrauische Illiam ihn unter vorgehaltener Armbrust im Auge. Erst als die Zeit knapp wurde und der Zorn des Hausherrn Varuszan durch die Gänge hallte, setzte Rauvyl der Diskussion ein jähes Ende, indem sie Beor kurzerhand mit einem Knüppel niederschlug.
- 1384: Aelquetria, pt. 2
- But then without you in my mind, will I still be who I am? ‘Cause I don’t know who I am without it.
- »Du bist eine arme und gepeinigte Seele Illiam'cice. Ich habe Mitleid mit dir.«
--- Aelquetria zu Illiam'cice (Quelle)
- Die Flucht durch ein instabiles Portal war ein Wettlauf gegen die Zeit. Ein gewaltiger Erdkoloss, der durch die Wände brach, konnte nur knapp bezwungen werden, bevor die Gruppe durch die Hilfe des himmlischen Wesens Aelquetria in eine sichere Lagerhalle entkam. Dort offenbarte sich das volle Ausmaß der ideologischen Gräben: Während Rauvyl den Erfolg der Mission in der Befreiung dutzender Sklaven und der Sicherung ihrer Bezahlung sah, empfand Illiam die gesamte Unternehmung als gotteslästerlichen Verrat. Für sie war Aelquetria keine Retterin, sondern ein „Monddämon“, der ihre Mutter manipuliert hatte, um ein Haus der Lolth zu stürzen und die Stadt in die Hände von Vhaeraun-Anhängern zu spielen.
- 1384: Ameng, pt. 3
- You like to give me strength to face the daily dirt. You fill my hollow heart with fake self worth. You like to let me know, I cannot break the spell. The more I reach out for heaven, the more you drag me to hell
- »Diese Welt ist mein Labortisch. Und ich schlage die Beine der Fliegen aus, um zu sehen, wie sie reagieren.«
--- Ameng Xilo (Quelle)
- Von ihrem Vorgesetzten, dem Puppenmeister, hatte Rauvyl den Auftrag bekommen, sich bei Ameng Xilo als Maestra des Mantels der Sterne einzuschmeicheln. Das Treffen lief allerdings anders ab, als erwartet. Die Karten waren anders verteilt als zuvor. Rauvyl war nicht länger das Spielzeug von Amengs Macht, während die Sonnenelfe, besessen von Tz'ark'anith, um ihr Leben fürchtete, nein, kämpfte. :Ameng offenbarte ihre verzweifelte Lage – die Besessenheit durch den Dämon Tz'ark'anith, der ihre Seele beanspruchte. Rauvyl reagierte darauf nicht mit Mitleid im klassischen Sinne, sondern mit einer harten, nihilistischen Predigt. Sie spiegelte Ameng deren eigene Angst vor dem Tod und dem Jenseits wider. In diesem Moment wurde das Gespräch zu einem brutalen Offenbarungseid: Rauvyl zerstörte Amengs Hoffnung auf göttliche Gnade, indem sie alle Götter als Seelenfresser bezeichnete.
- Sie hielt Amengs Hand und versicherte ihr, dass sie nicht durch den Dämon sterben werde. Dieser Moment der Verbundenheit hielt jedoch nicht stand, und Rauvyl beendete den verbalen Austausch durch eine physische Tat, sie stieß ihren Dolch durch Amengs Hand.
[Bearbeiten] 1385-1386: Schicksal
- 1385: Undine, pt. 1
- Come hold me close, sink your teeth into my skin. Torn far below, break me like porcelain. I let go of fear, and I'll never regret. The end feels so near, but I'll never forget
- »Ich will nur deine Freundin sein...«
--- Undine (Quelle)
- Nach dem Tod der letzten Yochlol, die auf Rauvyl aufpassen sollte, erschien Undine in Rauvyls Gemächern. Sie bedankte sich für den Tod Balarrastras und die Möglichkeit, die sie durch diese Beförderung bekam. Tatsächlich war sie überaus nett und freundlich zu Rauvyl, machte ihr aber klar, dass sie nicht so einfach zu beseitigen war.
- Rauvyl hatte indes ein ganz anderes Problem: Undine war keine normale Yochlol. Acht lange Tentakel wuchsen ihr aus dem Rücken, und wo Balarrastra eine grausame Schönheit besaß, war Undine erfüllt von einer derartigen Ausstrahlung, dass Rauvyl es kaum nur ertragen konnte, sie nur anzusehen. Balarrastra war eine Dämonin... Undine kam ihr vor wie eine Göttin.
- Und doch wollte sie Rauvyls Freundin sein. Und war ihrerseits verzückt von Rauvyls Geruch, ihr Geruch nach Lolth. Rauvyl wusste es damals natürlich noch nicht, aber diese Begegnung mit Undine war der Beginn eines schicksalhaften Weges, den zu bestreiten ihr niemals in den Sinn gekommen wäre...
- 1385: Ameng, pt. 4
- Und du erzählst mir von Ewigkeit. Und einеr Welt voll Zuversicht. Doch ich glaub dir nicht, ich glaub dir nicht.
- »Ich werde dich nicht dazu zwingen, von ihr abzulassen. Aber ich werde immer für dich da sein. Wann immer du vorbei kommst.«
--- Ameng Xilo (Quelle)
- Mit der Zeit wurde der Austausch zwischen Rauvyl und Ameng Xilo von einem tiefgehenden ideologischen Konflikt dominiert, der die Kluft zwischen ihren Weltanschauungen verdeutlichte. Stark beeinflusst von einer Priesterin der Eilistraee (Kestal) versuchte Ameng eine fürsorgliche, fast therapeutische Rolle einzunehmen, indem sie Rauvyls Bindung an ihre Göttin (Lolth) als zerstörerisches Abhängigkeitsverhältnis analysierte und ihr bedingungslose Unterstützung anbot. Rauvyl reagierte darauf mit gewohntem Zynismus und schroffer Abweisung, für sie war Amengs Mitleid eine Form von Arroganz. Der Kern ihres Austauschs drehte sich um die Frage der Eigenverantwortung: Während Ameng das Leid auf das Wirken bösartiger Gottheiten zurückführte, beharrte Rauvyl darauf, dass Unglück meist das Resultat eigener Fehler oder schlichten Pechs sei. Auch wenn Rauvyl in keinster Weise sich von Lolth abwenden wollte, gab es dennoch eine Verschiebung in der Beziehung der beiden. Trotz der Meinungsverschiedenheit gab es gegenseitigen Respekt.
- 1386: Haelshalee pt. 2
- I'm still not ready. They're waiting for me. But I'm not ready
- »Ich hatte erwähnt, dass jegliche Missionen, die ich selbst übernehme von den Auguren eine Wahrscheinlichkeit zu überleben von unter zehn Prozent bescheinigt bekommen?«
--- Rauvyl (Quelle)
- Um Haelshalees Aufstieg in den Führungskreis in den Rubin aufzuhalten, reist Rauvyl mit Zhai, Sarinius und Tara nach Undrek'Thoz zuerst per Portal über Thay nach Mezrylornyl. Die Portale erlauben kein Metall mitzunehmen, was die Gruppe zwingt, Rüstungen und Waffen zurückzulassen, wobei Rauvyl mit ihrem Panzerhandschuh-Artefakt einen Notfallplan erstellen will. Der Plan geht schief: Zhai wird von einem Balor fast ausgeweidet, die Gruppe kämpft sich blutend durch Spinnennetze und Portale, landet schließlich, größtenteils in Unterwäsche, auf dem Marktplatz von Fyvrek'Zek, gefolgt von einem Dämon.
- Eine Klerikerin des Hauses Fyvrek'Zek erkennt Rauvyls Tätowierungen als Haelshalees Signatur, woraufhin Rauvyl sich offen als Rauvyl Zek zu erkennen gibt. Nath'lay Zek zweifelt zunächst, dass sie wirklich Rauvyl ist, lässt sich aber mit der Aufzählung ihrer Liebhaber überzeugen. Sie erklärt, Haelshalee habe sie in eine Falle der Geschwärzten Faust gelockt... ein Verrat, der zum offenen (nicht öffentlich geführten) Krieg mit Haus Vras führte. Nath'lay bietet Unterstützung an: Izz'imar, ihr Gefährte, soll Rauvyl zur Haelshalee führen.
- Zhai hat in Abwesenheit Rauvyls einen gescheiterten Spionagevorstoß nach Vrasl unternommen und dabei versehentlich einen Kriegsgrund geliefert. Als Entschädigung hat sie Nath'lays entführte Tochter gerettet und wurde dafür spontan als Zhai Zek adoptiert. Izz'imar enthüllt zugleich, dass er die Gruppe an Haus Vras ausliefern wollte; Zhai und Tara durchschauen ihn rechtzeitig, zerstören die Phiolen mit dem Rauchgefängnis, befreien Rauvyl und Sarinius. Neuer Plan: Der Geheimgang in Kaedra Vras' Akademie.
- Haelshalee führt die Gruppe in den Schleimkessel und offenbart ihre Überzeugung: Die Hautbilder beider Schwestern seien ein uralter Notfallplan Lolths, ihr Blut ermöglicht theoretisch die Wiedergeburt der Göttin. Haelshalee will Ghaunadaur gebären, um Lolth zu vernichten, und ist dabei bereit, sich selbst zu opfern. Rauvyl findet das lächerlich. Die Begegnung endet in Kaedra Vras' Labor: Rauvyl verhandelt geschickt: anstatt sich neue Feinde zu machen, sichert sie sich Kaedras Neutralität und potenzielle Zusammenarbeit im Rubin-Führungskreis. Als Gegenleistung bestätigt sie Kaedras Verdacht über Haelshalees Verrat. Rauvyl schneidet Haelshalee eigenhändig die Finger ab '"für unsere Schwester"' Vasinil.
- Kurz vor der Abreise hat die Gruppe eine Audienz bei Varr'ga Zek, der Mutter Oberin des Hauses, gefährlichste Frau in Fyvrek'Zek. Sie befiehlt Zhai, sich ein Ohr abzuschneiden, als Strafe für Haelshalees Überleben. Zhai scheitert; Sarinius muss helfen. Die Gruppe kehrt schließlich mit einem Portal nach Rivin zurück.
- 1386: Der Sternenreisende
- Blood in my eyes. Veins full of ice. Strike to survive. Prepared to die. Whatever the price, I'll pay it twice. 'Cause every time you think I'm defeated, I'm saying please be seated. Always up for a challenge. The struggle made me a savage, I'm damaged. Underdogs are a dangerous species. Taking hits until everyone sees me
- »Was ist das für eine Scheisse hier? Warum sind alle Leute kranke Idioten?«
--- Rauvyl (Quelle)
- Das Abenteuer von Rauvyl und Faeanshalee auf der Suche nach dem Sternenreisenden führte sie durch eine verstörende Kulisse, die von einer unheimlichen Schleim-Korruption und dunkler Magie gezeichnet war. Während Faeanshalee methodisch magische Hinweise wie Edelsteine und mysteriöse Buchseiten sammelte, übernahm Rauvyl den Schutz gegen die grausamen Auswüchse dieser Welt, wobei sie unter anderem auf die vom Schleim gepeinigte Elfin Kessandra stießen. Ein düsterer Höhepunkt der Reise war die Konfrontation mit Jixel. Der Grauork trat voller Hass aus den Schatten und machte keinen Hehl daraus, wie sehr er Rauvyl schon immer verachtete, bevor er sie offen angriff. In einem intensiven Gefecht, das von Jixels schmerzerfüllten Brüllen begleitet wurde, behauptete sich Rauvyl jedoch gegen das durch die dunkle Macht zum Monstrum gewandelte Wesen und beendete den Kampf schließlich durch die Enthauptung ihres Gegners.
- Im Sanktum angekommen, welches Rauvyl bereits aus ihrer Kindheit kannte, offenbarte sich der Sternenreisende zunächst als gebrechlicher alter Mann, der jedoch durch den Konsum einer geraubten Substanz eine Verjüngung erfährt. In dem darauffolgenden Gespräch wurde das Ausmaß seiner Grausamkeit deutlich: Er gestand, der Architekt fast jedes Unglücks in Rauvyls Leben zu sein. Sein eigener Versuch, die Göttin Lolth zu stürzen, schlug fehl, weshalb er seine Unsterblichkeit verlor und nun auf die Lebenskraft anderer angewiesen war, um dem Verfall zu entgehen. Sein Ziel war die endgültige Vernichtung Lolths, wofür er alle "Auserwählten" der Göttin eliminieren wollte.
- Der Plan des Sternenreisenden zielte darauf ab, Rauvyl vollständig zu brechen und sie durch tiefsitzenden Hass in sein Werkzeug zu verwandeln. Da Rauvyl Lolth seiner Meinung nach noch nicht genug hasste, plante er, Faeanshalee und Illiam'cice vor ihren Augen hinzurichten. Er versetzte ihr zudem einen schweren psychologischen Schlag mit der Behauptung, Viconia sei bereits unterwegs, um Undine zu ermorden. Die Konfrontation endete in einer scheinbar ausweglosen Lage: Die Frauen mussten ihre Waffen abgeben und verblieben als Gefangene im Sanktum. Während Rauvyl am Boden zerstört ist, blieb als einziger Hoffnungsschimmer die flüsternde Botschaft einer kleinen Spinne an ihrem Ohr, die andeutete, dass Undine möglicherweise noch am Leben ist.
- Nach der Überwindung eines Dunkelelfen-Magiers sowie einer Sensenfrau, bei der Faeanshalee ihren geraubten magischen Beutel zurückerhält, erreicht die Mission ihren Abschluss in einer Flucht. Die Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Sternenreisenden hinterlassen tiefe Spuren an Rauvyl.
- 1386: Besessen
- I will take control. I will bleed your soul. Now it′s time to feed. I am what you need
- »Dann kann ich wohl aufhören, dir etwas vorzumachen, Rauvyl. Warum aber bist du in diese Falle gelaufen, wenn du es schon geahnt hattest?«
--- Ulvashari (Quelle)
- Rauvyls nekromantischer Panzerhandschuh, in dem das Bewusstsein der uralten Magierin Ulvashari gefangen war, kommunizierte mit ihr durch Gedanken, beobachtete sie, las ihre Erinnerungen und plante. Die Entität manipulierte Ereignisse im Hintergrund, instrumentalisierte Nath'lay Zek und lockte Rauvyl schließlich in den Abgrund, wo ein zweites Fragment derselben Magierin in einem Langschwert schlummerte. Als Rauvyl die Klinge berührte, begannen sich Stahladern durch ihren Körper zu fressen, ihr Verstand wurde absorbiert und mit dem fremden Geist verschmolzen. Die Entität im Handschuh übernahm einen immer größeren Teil von Rauvyl selbst. In den Wochen danach wirkte Rauvyl zunehmend verändert, kälter, distanzierter, von einem Größenwahn getrieben, der nicht ganz ihrer eigenen Natur entsprach bis Ulvashari schließlich vollständige Kontrolle über ihren Körper übernahm.
[Bearbeiten] 1387-1388: Die Rückkehr
- 1387: Back in Black
- Doch manchmal kehrt einer zurück, sieht ein winziges Stück von der Wahrheit, wie sie ist, manchmal ist das der Verlauf, manchmal fließt Wasser bergauf, manchmal wacht einer auf.
- »Ich will, dass du weißt... ich will, dass du weißt, dass ich dich immer lieben werde.«
--- Rauvyl zu Ameng, sarkastisch wie immer (Quelle)
- Rauvyl erwacht nach fast einem Jahr im Koma, körperlich geschwächt, in der Obhut des Turm des Mantels der Sterne. Ameng überbringt ihr den Lagestand: Der Rubin ist durch Sarinius' Verrat schwer dezimiert, der Rubinhafen zerstört, Sternenreisender und Puppenmeister noch auf freiem Fuß, und über Rivin schwebt das wiederaufgetauchte Alt-Rivin mit seinen 15.000 Einwohnern. Beim anschließenden Treffen mit Rufus erfährt sie, dass der Rat des minderjährigen Fürsten politisch blockiert ist und ein vakanter fünfter Sitz das Zünglein an der Waage darstellt. Rauvyl entwickelt sofort einen Plan: Alt-Rivin einen Ratssitz zugestehen, Rufus damit als Friedensstifter profilieren und bei der nächsten Wahl dort eine eigene Kandidatin durchsetzen. Daneben sind Senges Teufelsklingenfluch, der verschwundene Höllenhund Schnuffi und die dünne Personaldecke des Rubins dringende Baustellen. Rauvyl gibt unmissverständlich die Richtung vor: alles neu aufbauen, größer und stärker als zuvor. Anschließend ruft sie per Spiegel Undine herbei, und die Wiederbegegnung mit der Yochlol ist von echter Wärme und Zuneigung geprägt. Undine klärt sie über Senges Heilung auf: Die Teufelsklinge muss im Mephistopheles-Tempel unter dem Kossuth-Tempel in Eltabbar, Thay, vernichtet werden.
- 1388: Feanshalee, pt. 2
- My better me is not illogical, emotional, from time to time, so cynical, no bullet and no cannonball. Is never the epitome of arrogance and bigotry, no advocate of irony. No that is me. I'm not my better me
- »Hast du Fieber? Weil du nichts zu klagen hast.«
--- Faeanshalee (Quelle)
- In jenen Tagen, als der Regen längst versiegt war und an seine Stelle ein komplexeres Netz aus Rubin-Politik, Handschuch-Dämonen und göttlichen Schachzügen getreten war, hatte sich das Gefüge zwischen Rauvyl und Faeanshalee verschoben. Faeanshalee war nicht länger nur Anker. Sie war zur Institution geworden, zur einzigen Konstante, die Rauvyl sich leistete, ohne dafür Rechenschaft abzulegen. Andere Gefährten mussten Rauvyls Vertrauen verdienen, Schicht für Schicht, durch Nützlichkeit oder durch Geheimnisse, die man gegeneinander aufwiegen konnte. Bei Faeanshalee hatte sich das Verfahren irgendwann still und ohne Absprache aufgelöst. Sie kannte Rauvyls Stimmung besser als Rauvyl selbst und sagte es ihr ins Gesicht, wenn sie von ihr abwich.
- Faeanshalee sprang nun einfach mit, ohne Erklärung, ohne Versicherungen, wenn Rauvyl durch ein instabiles Abyssportal trat. Nicht weil sie gefragt wurde. Weil es selbstverständlich war. In einer Welt aus wandelnden Loyalitäten, überlebenswichtigen Lügen und Göttern mit Langzeitplänen war Faeanshalee das Einzige, bei dem Rauvyl keine Kosten-Nutzen-Rechnung aufmachte. Und doch lag dort ein Schatten über ihnen. Denn wo Rauvyl vermutete, dass Faeanshalee Rauvyl liebte, auch wenn sie es niemals aussprach, empfand Rauvyl anders. Und es fiel ihr immer schwerer, diesen Druck und diese Scharade aufrecht zu erhalten.
[Bearbeiten] 1389-1390: Niedergang des Rubins
- 1389: Die Fee und der fallende Turm
- Lost in the shadow, I search for my sun. Fly and face it before the new moon.There where chaos rules
- »Die kriegn mich nich. Un selbst wenn... ist's euch dann auch egal.«
--- Rauvyl als Alexandra (Quelle)
- Die Gruppe wurde beauftragt, ein Artefakt zu sichern, das nur die dunkle Fee Naemezia anfassen konnte. Naemezia erschien nicht zum vereinbarten Treffpunkt, sondern war bereits eigenständig ins Zielgebiet vorgedrungen. Die Gruppe folgte, beobachtete zunächst ein Orklager und schaltete einen Worg-Reiter aus, bevor sie zum Turm vorging. Rauvyl übernahm dabei die Ablenkung, um die Gruppe sicher voranzubringen. Im Turm selbst funktionierte Magie unzuverlässig und skalierte mit Kälte, ein Teil der Gruppe wurde durch einen missglückten Zauber eingefroren. Naemezia löste dies. Kurz darauf implodierte der Turm in die Schattenebene, wobei mehrere Mitglieder der Gruppe zeitweise verschwanden. Naemezia, Senge und Aelean entkamen durch einen Lichtblitz-Unsichtbarkeitszauber. Das Artefakt wurde gesichert. Verluste gab es keine. Ein unbekannter Dunkelelf wurde am Rande gesichtet, konnte aber nicht identifiziert werden.
- 1389: Puppenmeister und Sternenreisende
- I'd do it all for you, I'd kill for you. It’s simple, yes, it's true. There's nothing I won't do. I would die for you
- »Wer hätte das gedacht. Rauvyl Zek verlässt diese Welt... als Heldin.«
--- Viconia (Quelle)
- Gemeinsam mit Faeanshalee und Dreani drang Rauvyl in ein uraltes elfisches Höhlensystem ein, das der Puppenmeister Vincent bereits aufgespürt hatte. Auf der Flucht vor ihm trennte sich die Gruppe bewusst, Rauvyl lockte ihn auf sich, während die anderen die Kristallkammer suchten. Durch das Lösen elfischer Rätseltruhen und das Spielen einer alten Melodie öffnete sich der Zugang zu einer Taschenebene, erschaffen von der Hochmagierin Ashanti, einer Überlebenden des Vierten Kronkriegs. Dort begegneten sie Syraldaar, dem unsterblichen Abbild einer Elfe aus der Zerstörung Miyeritars, die sie durch die Prüfungen der Waffenkammer führte. Rauvyl bestand alle Prüfungen und wählte ein uraltes Zepter, erschaffen, um Ghaunadaur zu töten... mächtig genug, Götter zu vernichten, doch um den Preis der eigenen Seele. Sie übergab es dem Puppenmeister, mit dem Hintergedanken, sein Vertrauen zurückzugewinnen und sein Seelengefäß zu finden. Ein unbeabsichtigter Test vernichtete zunächst den beschworenen Höllenfürsten Conysthe, dann die Puppe Dolly, und schließlich den Puppenmeister selbst. Als kurz darauf der Sternenreisende persönlich erschien und mit dem Tod aller Anwesenden drohte, setzte Rauvyl das Zepter ein. Der Sternenreisende wurde ausgelöscht; Rauvyl selbst wurde von der Waffe verschlungen, nichts blieb von ihr zurück. Rufus und Zhai flüchteten mit dem Zepter nach Calimshan, Rauvyls Geschichte war damit noch nicht zu Ende.
- 1389: Vernichtet
- So rise your arms again. Let's the blood fill the veins. Take breath deep in your lungs. And scream out and loud!!!!
- »Nein. Ich kämpfe, so lange ich kämpfen kann. Ich gebe niemals auf.«
--- Rauvyl zu den Überresten des Sternenreisenden (Quelle)
- Nach ihrer Vernichtung durch Ashantes Artefakt erwachte Rauvyl in einer körperlosen Willenskraftebene im Inneren des Artefakts, nackt, ohne Ausrüstung, nur ein Stahlhalsband um den Hals, dessen Kette ein verwandelter Schnuffi hielt, der die Absorption ebenfalls überlebt hatte. Der Ort materialisierte Ängste als Realität, Rauvyl erkannte dies und widerstand, zunächst einer Manifestation Silberauges, dann des Sternenreisenden, schließlich einer aus Tentakeln zusammengesetzten Fälschung Lolths, die ihren Körper immer wieder zerriss und ihn durch reinen Willen immer wieder neu entstehen ließ. Gemeinsam mit dem ebenfalls absorbierten Puppenmeister analysierte sie das Artefakt als lebendiges Wesen, das Seelen nur dann endgültig verschlingen kann, wenn sie kapitulieren. Als ein celestisches Portal erschien, trat sie hindurch und erwachte in einem Wasserbecken auf der Ebene Selûnes, wo Shiminaizael, eine Planetar der Mondgöttin, sie auf Faeanshalees Bitten hin und auf Kosten von Faeanshalees eigener Lebensenergie durch den Wunderzauber zurückgeholt hatte.
- 1389: Nachfolgekrieg
- Bring on the hate, my god. Bring on the burn, burn, burn. Bring on the young
- »„Nachdem ich mir einige Angebote angehört habe, das Für und Wider abgewägt habe, stellte ich fest, dass alle Angebote Scheiße sind. Also habe ich das gewählt, das am wenigsten an meinem Stiefel hängen bleibt.«
--- Rauvyl (Quelle)
- Nach der Vernichtung des Vorsitzenden und des Puppenmeisters durch Ashantes Artefakt brach im Führungskreis des Rubins ein Machtvakuum auf, das Rauvyl mit charakteristischem Pragmatismus zu füllen begann. Sie wählte unter mehreren schlechten Angeboten das am wenigsten schreckliche und verbündete sich mit dem blasphemischen Drow-Magier Yazrar, dessen Plan die Erweckung eines schlafenden Ur-Vampirfürsten zur Übernahme des Rubins vorsah. In diesem Zuge stahl sie gemeinsam mit Zhai Waeglossz und Talyth Anhar die Krone des Midas aus einem Mondelfengrabmal und brach anschließend in den Rabenturm von Zentilfeste ein, um ein mächtiges Amulett zu erbeuten, womit sie sich die Tyrannos-Diener zum Feind machte. Doch die Festung war zu gut bewacht, so dass sie Rascarl, den Champion Tyrannos das Amulett vom Hals stehlen musste, als dieser unterwegs war. Als eine Dämonin in Form von Lolth persönlich das Amulett forderte, erklärte Rauvyl ohne Zögern, es befinde sich bei Orcus... und ließ die "Göttin" abziehen. Da Xyvatu (ein Beschwörer im Dienste von Cyric) und Yazrar die Artefakte von Rauvyl einforderten, und sie ein schlechtes Gefühl hatte, verbarg sie die Artefakte erst einmal vor ihnen.
- 1389-1390: Har'dor'kar
- Solitary are the things i know. In my garden they leave me alone
- »Wenn sie nicht loyal sind, werden sie wieder sterben, so einfach ist es.«
--- Rauvyl zu Nedryne (Quelle)
- Har'dor'kar war eine uralte Drowstadt tief im Unterreich unterhalb von Rivin, seit Generationen verlassen und von einem Pilzfluch der Abgrunddämonin Zuggtmoy befallen. Im Jahr 1391 DR führte Rauvyl ihre Vertrauten Zhai, Illiam'cice und die Nekromantin Tara Dunkelwald in die Ruinen, ursprünglich auf der Suche nach einem gestohlenen Artefakt. Der Eingang zur Stadt war nur durch ein pilzverseuchtes Niemandsland zu erreichen, Zhai bezwang es mit einer telekinetischen Sphäre, die die Gruppe schwebend über die sporenspeienden Gewächse trug. Innerhalb der Stadtmauern erwies sich die Situation als weitaus verwickelter als erwartet: Ein junger Schattendrache namens Jaggurath hatte sich in den tiefen Schächten der Stadt eingenistet und entführte Illiam'cice beim ersten Aufeinandertreffen. Die Gruppe durchquerte antimagische Zonen, sturzgefährdete Treppenschächte und eine vulkanisch beheizte Tiefenhöhle, ehe sie den Drachen stellte und tötete. Als eigentliche Herrin der Ruinen entpuppte sich die Ilharess eines namenlosen Hauses, deren Körper durch einen gestohlenen Pilzkelch in ein riesiges Myzel verwandelt worden war, nur ein schwaches Bewusstsein blieb ihr erhalten, mit dem sie über Pilzranken kommunizierte. Ihre jüngere Schwester, eine verschlagene Priesterin, die sich selbst Valsharess nannte, hatte sich zehn Jahre lang mit einem Goblinvolk in den Tiefen verkrochen, zu schwach für eine direkte Konfrontation, aber versiert genug, um Zhai im Alleingang zu verhandeln. Rauvyl und ihre Gruppe verbündeten sich mit ihr, besiegten die Ilharess in einem mehrstündigen Kampf, legten ihr ein magisches Sklavenhalsband an und tauften sie Ned'ryne. Die Schätze des Hauses, darunter ein nimmervoller Beutel, mehrere Piwafiis, ein lebendiger Zauberstab und ein rätselhafter Mantel artefaktischer Macht, an dem Zhai sich überanstrengte, gingen in den Besitz der Gruppe über. Der Triumph wurde jäh unterbrochen, als ein dicker Dämonenbeschwörer in Diensten des verräterischen Yazrar Illiam'cice mitten aus den Hallen per Dimensionstor entführte. Har'dor'kar selbst blieb in Rauvyls Hand und wurde in den Folgemonaten unter Führung von Zhai Waeglossz und Illiam'cice mit goblinischer Arbeitskraft wiederaufgebaut, während Rauvyl die Bewohner der Stadt nach und nach zurück ins Leben rief.
- 1390: Abgrund der Dämonennetze
- I'm sent for elimination, but to where I cannot know. But I'm lost without a chance in hell and I'm lost with doubts I can avoid this
- »Einen Scheiß hat sie mir geschenkt. Ich habe mir das alles erarbeitet, gestohlen und erkämpft.«
--- Rauvyl zu Velusriak (Quelle)
- Fürst Velusriak, Diener des Wendonai und Botschafter Lolths erschien, verwandelte sich vor Rauvyl und ihren Verbündeten in eine dämonische Drow-Gestalt. Er überbrachte Lolths Missfallen: Rauvyl habe zu viele Siege geschenkt bekommen, sei zu sehr an Illiam'cice gebunden, und in der nun bevorstehenden entscheidenden Phase von Lolths Plänen kaum zu gebrauchen. Er stellte ihr eine Wahl: entweder ihre Tochter oder alles, was sie je erarbeitet, erkämpft und gestohlen hatte. Rauvyl verweigerte die Wahl und versuchte stattdessen, den Dämon anzugreifen. Velusriak verschwand und kehrte mit Illiam'cice in seinem Griff zurück. Rauvyl wählte sich selbst. Sie wurde aller Ausrüstung und Fähigkeiten beraubt und ohne Ankündigung in den Abgrund der Dämonennetze gestürzt.
- Sie verbrachte einige Zeit dort. Sie musste sich durchschlagen, verstecken, half einer Abenteurergruppe und traf eine drowartige Frau, die ein Kartenspiel mit ihr spielen wollte. Sie vertraute ihr zunächst nicht, sah aber irgendwann keine andere Wahl. Das Spiel war eine Art Schicksalsspiel, mit Rauvyl und all ihrer Verbündeten und Feinden als Spielkarten. Erst später erkannte sie in dieser Frau einen Aspekt Lolths, die sogenannte Spielerin. Mit Hilfe von Undine konnte Rauvyl ihre Ausrüstung und Fähigkeiten zurückgewinnen, entkommen und auch die Abenteurergruppe retten, auch wenn es mehrmals sehr knapp war.
- 1390: Die Dunkelburg
- Into the ashes of a tortured world. Only in mind's eye can you see a light
- »Ein leichtes!«
--- Rauvyl, nachdem sie ihren ersten Balor vernichtet hat... mit zitternden Händen. (Quelle)
- Um Xyvatus Klonnetzwerk zu sabotieren, drang Rauvyl gemeinsam mit Anara, Dreani und einer elfischen Agentin in die Dunkelburg ein, in Nebelform und unter Unsichtbarkeitszaubern, lautlos an einem zehrenden Gedankenschinder vorbei, dessen Mahlzeit sie ungestört ließen. Ihr Ziel war die Vergiftung der dort gelagerten Klone sowie die Befreiung einer hochschwangeren elfischen Gefangenen, die unter der Bewachung einer Erinnye stand. Der Plan sah vor, keine Spuren zu hinterlassen, das Aussehen eines Elfenkommandos, das eine der ihren gerettet hatte, sollte als Tarnung dienen. Als ein Balor auftauchte und den Rückzug bedrohte, warf Rauvyl ihm ihre Giftphiole in den weit aufgerissenen Rachen. Er starb mit den Worten „es ist Lolth" auf den Lippen. Auf die verblüffte Feststellung, ein Gift könne kaum einen Balor töten, antwortete sie nur: „Meins schon."
- 1390: Die Belagerung Neu-Rivins
- Now welcome dear apocalypse, we dance in raining stars. We turn this nightmare into bliss
- »Bringt alle raus, die sich noch bewegen, ich suche das Portal!«
--- Rauvyl im brennenden Goldenen Segel (Quelle)
- Eine sprechende Katze überbringt eine Warnung: Ein namenloser Tyrann hat sich mit Xyvatu verbündet, will Tara und Anara sezieren, und hat schwebende Smaragde in einer Zwischenebene als Portal-Fokus platziert. Kurz darauf beginnt der Angriff: Dämonen, Orks, Zentarim mit Cyric-Zeichen überfluten die Stadt.
- Rauvyl verfolgt Spuren, stellt fest, dass Dämonen von der Fürstenburg kamen und ein Balor Dreanis Wohnung als Ausgangspunkt nutzte. Die Gruppe kämpft sich durch die brennenden Straßen zum niederbrennenden Goldenen Segel, wo ein Portal in eine abstrakte Zwischenebene führt. Sie treten durch (Rauvyl muss dafür kurz die Handschelle ablegen, die sie vor Xyvatus Beschwörungsmagie schützt) und zerstören die Smaragde. Die Ebene kollabiert, sie kommen außerhalb der Stadt wieder heraus und teleportieren zurück.
- Zurück in Rivin: Rauvyl entdeckt aus den Schatten heraus fallende Kinder. Xyvatu, von einem schwebenden Schiff in 120 Metern Höhe aus operierend, wirft Kinder auf die Stadt und droht, alle dreißig Sekunden weitere zu werfen, sollte die Gruppe nicht hingerichtet werden. Zhai fängt Kinder mit Telekinese ab, Tara und Amua retten weitere. Die Gruppe entert das Schiff, tötet Xyvatu, der sich in eine monströse Kreatur verwandelt und dann in seinen letzten unvergifteten Klon flüchtet, der ebenfalls vernichtet wird. Das führerlose Schiff beginnt zu fallen, Anara steuert es halbwegs kontrolliert in einen Sinkflug, das Schiff zerschellt ohne Tote. Die Kinder werden befreit. Rivin hat die Belagerung überlebt, das Goldene Segel ist niedergebrannt, die Verluste unter der Zivilbevölkerung hoch. Rauvyl wird zum ersten mal als Heldin gefeiert.
[Bearbeiten] 1390-1392: Abkehr von Lolth
- 1390: Undine pt. 2
- When you feel all alone, just call me, little Sunshine
- »Grüße Lolth von mir, wenn du sie siehst.«
--- Rauvyl just in dem Moment, bevor ihr Dolch das Herz der Lolth-Priesterin durchbohrt (Quelle)
- Lolth schickte Rauvyl durch eine Vision zu einer Gruft, wo eine fanatische Kultistin Undine beschworen und gefangengehalten hatte. Die Priesterin erwartet Rauvyl, und erwartet von dieser, dass sie die Dämonin Lolth opfert. Undine erblickte Rauvyl, und erkennt die Prüfung sofort und akzeptiert das mögliche Ergebnis ohne Widerstand, als hätte sie fest erwartet, dass der Tag kommen würde, an dem Rauvyl sie töten müsse. Doch Rauvyl tötete, sehr zu Undines Entsetzen, die Priesterin und schickt sie zu Lolth, verweigert sich explizit dem Wunsch ihrer Göttin. Dann kettet sie Undine, als Schutz vor einer Beschwörung an sich. Die beiden sind sich jedoch einig: "Wir sind am Arsch..."
- 1390: Lolth und Cyric
- I crawled, I begged, I was stripped of my pride. I did all I could and way more just to be your fucking bride. Those nights of blood and fire are long gone, yeah, that′s right, 'cause there's a big black fucking hole in my heart tonight
- »Zurück mit euch! Sie gehört mir!«
--- Rauvyl, um die Spinnen zurückzutreiben, die sich Dreani nähern wollten (Quelle)
- Als die mächtigen Magier Elminster, Larloch und Halaster ein Loch in den kosmischen Seelentunnel schlugen, um dem Verschwinden der Toten auf den Grund zu gehen, geriet Rauvyl mit ihrer Gruppe durch den koordinierten Angriff dreier Dämonenfürsten unfreiwillig in den Tunnel selbst. Im Innern stellten sich ihnen Seelenfresser-Würmer, Seelenspinnen und Lolths Ketten entgegen sowie eine Mauer, in der alle Sünden gegen die eigene Gottheit die Schritte lähmten. Rauvyl kämpfte sich mit bloßen Gebeten an Lolth hindurch. Den Demi-Lich Quallenfall (Meister von Yazrar und Xyvatu) überwältigte sie, indem sie den echten Schädel hinter seiner täuschenden Energiekuppel aufspürte und ihn kurzerhand in einem Nimmervollen Beutel einfing. Am Ende des Tunnels stießen sie auf Lolth selbst: die Göttin, in Sternenstahl-Ketten gefesselt und von Cyric, dem Prinzen der Lügen, als Werkzeug in einem Komplott gegen Mystra gehalten. Rauvyl berührte kurz Lolths Finger, ein Moment von roher göttlicher Gewalt, ehe Cyric die Gruppe konfrontierte und Constanza die Augen entriss. Lolth öffnete den Gefangenen ein Fluchttor, verstieß aber in demselben Atemzug Rauvyl aus der Gemeinschaft ihrer Gläubigen aus. Zurück in Niewinter erstatteten sie Helm Bericht, und die Götterkämpfe begannen. Cecil anerkannte Rauvyl als Bürgerin und reichte ihr die Hand; sie nahm sie. Die Verkündung ihres Verstoßens traf sie wie ein Schlag.
- 1390: Eilistraee
- Close your eyes - close your mind. And dancing in the moonlight
- »Wenn Eilistraee das nicht reicht, fick sie. Also... ich meine nicht, dass du sie ficken sollst... sondern... scheiß auf sie.«
--- Rauvyl zuz Ameng (Quelle)
- Nachdem Rauvyl von Lolth verstoßen wurde, machte sie sich Gedanken über ihren Glauben, welcher Gottheit sie nun folgen sollte, um nicht in der Seelenmauer zu landen. Aufgrund ihrer Erfahrungen mit Faeanshalee und Aelquetria begab sie sich also zur Magierin und Eilistraee-Priesterin Ameng Xilo in deren Arkanum in Alt-Rivin, um ihr Bündnis mit der Gemeinde der Mondmaid anzubieten. Das Gespräch, das sich entwickelte, war weniger Glaubensgespräch als nüchterne Bestandsaufnahme: Rauvyl schilderte, wie Lolth sie nach der Weigerung, Undine zu töten, persönlich verstoßen hatte, und teilte ihr Wissen über Lolths laufende Pläne, darunter die scheinbare Versöhnungsgeste gegenüber Eilistraee, der Rauvyl von Beginn an misstraute. Sie war überzeugt, dass Lolth sie bewusst in Richtung der Mondmaid trieb, und blieb auch dabei ihren Grundsätzen treu: Sie bot ihre Hilfe an, weil sie es konnte und weil kaum ein Grund dagegen sprach, aus Überzeugung, nicht aus Gläubigkeit. Ameng nahm sie in die Gemeinde auf, begleitet von einer Umarmung, die Rauvyl mit beiden Händen an ihrem Kaffeebecher festhalten ließ.
- Wenig später, in derselben Nacht, scheiterte auch ein Werbeversuch der Tyrannos-Dienerin Lynxidis vollständig an Rauvyls Gleichgültigkeit gegenüber Macht und Einfluss, auf das Angebot einer Festung, Reichtum und Karriere in einer Streitmacht, was sie denn mehr wollte als all dies, antwortete sie mit einem einzigen Wort: 'Freiheit'. Die Konversion zu Eilistraee blieb für Rauvyl genau das, was sie sein musste: trotzig, nüchtern und von Rauvyl selbst permanent unter Vorbehalt gestellt.
- 1391: Yazrars Ende
- Murder, slash, burn, destroy, tear, erase, slaughter, scar, drown, garrote, strangle, slay, hang, bury, torture, finish, deafen, blister, mire, flay, sacrifice, poison, corrupt, damn, repel, wipe, ravage, singe, crush, forget, harm, impale: This is what I'll do to you
- »Du hast mich verraten. Uns beide. Und dann hast du noch meine Tochter in Gefahr gebracht.«
--- Rauvyl zu Yazrar (Quelle)
- Das Ende der Jagd auf Yazrar fand nicht in offenem Kampf statt, sondern in einer Magierakademie, in die Rauvyl und Zhai verkleidet als durchschnittliche Drowmänner eingedrungen waren. Als Yazrar schließlich gestellt wurde, angeschlagen durch Zhais Säurezauber, Tara tot zu seinen Füßen, winselte er um Unterwerfung. Rauvyl ließ ihn kurz sprechen. Dann rammte sie ihren Adamantitdolch durch beide Handflächen in das Holz und verhinderte mit ihren Handschellen, dass er fliehen konnte. Während Zhai Schutzzauber um Schutzzauber bannte, trat Rauvyl hinter ihn und sprach aus, was sie ihm schuldete.
- Doch dann spielte Yazrar seinen letzten Trumpf aus: Artemisia, eine halbgöttliche Klinge der Krankheiten, die er die ganze Zeit über als verbündeten Überraschungsangriff zurückgehalten hatte. Die Klinge infizierte Zhai und die wiederbelebte Tara auf der Stelle mit schweren Krankheiten.
- Rauvyl ließ sich nicht aufhalten. Das Rapier verschwand in seinem Brustkorb.
- Seine letzten Worte: „Ich.. hasse.. dich.. verfluchte.. Hure.."
- Artemisia versuchte anschließend zu entkommen, wurde aber von Taras Vampir und Zhais Schallzauber zerschmettert. Rauvyl, lakonisch: „Das... war einfach...?"
- 1391: Dreani, Jana und Jason
- I am a dying God coming into human flesh
- »Hübschen Leuten vergibt man Fehler allzu leicht..«
--- Rauvyl zu Dreani, nachdem Arauschnee die Mondelfe nicht bestrafte, obwohl diese das Rätsel erst beim zweiten mal löste. (Quelle)
- Im Sommer wurde Rauvyl bekannt, dass Fürst Jason von Artief, der junge Herrscher Rivins, unter dem Einfluss einer dämonischen Wesenheit stand, die sich in seinem Geist eingenistet hatte. Dreani, seine Lehrerin, war eine der ersten, die das Ausmaß der Besessenheit erkannte. Gemeinsam mit Rauvyl und der an Rauvyl gefesselten Undine, die zu diesem Zeitpunkt noch in ihrer Yochlol-Form eine menschliche Tarnung verwendete, wurde ein Plan entwickelt, in Jasons Geist einzudringen.
- Undine beschaffte über ihre alte Verbündete Harune, eine Seuchenfee des Dunklen Hofes, ein Samenkorn, das für Dämonen giftig ist, sobald es geschluckt wird. Das Samenkorn wurde heimlich in Jasons Getränk gegeben, verabreicht durch das Küchenmädchen der Burg, ein etwa zehnjähriges Kind, das ahnungslos in die Affäre hineingezogen wurde. Unter dem betäubenden Einfluss des Samenkorns öffnete sich ein telepathischer Kanal: Rauvyl, Dreani und Undine verschmolzen geistig mit Jasons Bewusstsein und tauchten in eine alptraumhafte Traumwelt ein.
- In diesem verschmelzenden Geistreich begegneten sie zunächst einer wahnsinnigen Herrscheringestalt, einer gefallenen Elfengöttin, die Rauvyl und Dreani mit einem mörderischen Rätselspiel konfrontierte: Drei richtige Antworten gewährten je eine Frage an die Kreatur, drei falsche Antworten bedeuteten Tod. Rauvyl irrte einmal, die Strafe war grausam. Die Schmerzen ließen rasch nach, doch der Eingriff blieb. In den darauf folgenden Kammern bekämpfte Rauvyl Jasons innerste Dämonen in ihrer verkörperten Form: Stimmen, die ihm seine Wertlosigkeit einflüsterten, darunter Abbilder von Rufus, Victor Vaarnkiirst und seiner verstorbenen Mutter Jessica. Rauvyl stach sie der Reihe nach nieder, sie zerfielen zu Staub. Dreanis böses Spiegelbild, das den stärksten Einfluss auf den Jungen hielt, ließ sich so nicht besiegen; Dreani musste sich selbst mit einem Zauberbolzen durch die Brust treffen, um das Abbild zu vernichten.
- Im letzten Raum enthüllte die Herrscheringestalt ihre wahre Natur: Sie war kein Dämon, sondern ein Avatar Lolths aus ihrer Zeit als Göttin Araushnee, den diese einst geopfert hatte, damit Ghaunadaur ihn verschlinge, und sie selbst fliehen konnte. Der Avatar wurde nicht vollständig gefressen und überlebte. Tyrannos hatte diese Araushnee aus dem Rubin vertrieben, indem er die dortigen Auguren vernichtete, daraufhin verschaffte sie sich Zugang zum Fürsten als letztem verfügbaren Wirt. Ihr Ziel: Alt-Rivin zurückgewinnen, eine Falle für Lolth unter dem alten Seefürstenpalast errichten und die Göttin Ghaunadaur ausliefern, ein Versprechen, mit dem sie ihr eigenes Überleben erkauft hatte. Die Verbindung zu Jason konnte Undine nicht kappen, solange er aus freiem Willen daran festhielt: Der Junge glaubte der Kreatur, sie könne seine Mutter aus den Höllen retten.
- Beim Erwachen aus dem Traumreich entdeckten die drei ein Zeugin: eben jenes Küchenmädchen, das ihnen das Getränk überbracht hatte. Während Undine kalt die Beseitigung des Kindes vorschlug, widersprach Rauvyl ohne Umschweife. Dreani öffnete eine Dimensionstür und brachte alle, einschließlich des Mädchens, nach draussen, so dass sie mit Rauvyls Fliegendem Teppich sicher nach Neu-Rivin zurückkehren konnten. Im strömenden Regen vor den Burgmauern nannte das Kind seinen Namen: Jana. Etwa zehn Jahre alt, aus dem Armenviertel Schattenfall stammend, ohne Familie, Sir Ordon hatte sie als sogenannte Defizitbürger getötet. Sie war in der Burgküche tätig geblieben, weil die Köchin ihr im Gegenzug das Essen der anderen zum Wegwerfen überlassen hatte. Jana misstraute Rauvyl offen: alle, die sie kenne, sagten, Drow seien böse, und entschied sich ohne Umschweife für "die helle Elfe". Rauvyl kommentierte das trocken und ohne Einwand.
- In Dreanis Anwesen wurde Jana mit trockenen Kleidern, Milch, Honig und Knäckebrot versorgt. Sie zeigte sich pragmatisch und genügsam: Solange es trocken war und etwas zu essen gab, war alles gut. Dreani bot ihr eine vorübergehende Unterkunft an, bis die Lage sich klärte. Jana blieb.
- Die Gruppe erfuhr kurz darauf durch Rufus, dass Jessicas Leiche verbrannt und die Asche im Meer verstreut worden war... eine Wiedererweckung war ausgeschlossen. Ihre Seele befand sich höchstwahrscheinlich in Stygia, der fünften Hölle. Eine Befreiung galt als nahezu unmöglich. Die einzige verbleibende Möglichkeit, Jason von Araushnee zu lösen, lag darin, seine Hoffnung, und damit die Grundlage ihrer Kontrolle, zu erschüttern.
- 1391: Apokalypta, der Djinn
- »Unverwundbare Leute erlegen ist meine Spezialität…«
--- Rauvyl zum "Rat der Helden", die versuchen den Kalifen unschädlich zu machen. (Quelle)
- Als nächstes sah Rauvyl sich mit der wachsenden Bedrohung durch den calishaniten Konquistadoren und Kalifen Rashad konfrontiert, der die Baronie Rosenfeld durch politische Heirat an sich gerissen und sucht nun einen Djinn, der in einer Höhle bei Rivin leben soll. Schließlich findet durchkämmte sie mit einem größeren Verbund die fallengespickte Mine für den Auftraggeber Wittgenstein, mit dem Willen, ihm den Djin vor der Nase wegzuschnappen, da sie den Wunsch des Djinns gebrauchen kann, um Jessica zu retten. Doch Wittgenstein reißt die Dämonengöttin Apokalypta mittels eines Zwangshalsband an sich, versklavt sie damit... und bringt sich mit dem ungeschickt formulierten Wunsch "ich wünschte, ich wäre der Kalif" selbst um, so dass Rashad der Herr über Apokalyta wurde. Rashad hatte sich durch Wunschmagie praktisch unverwundbar gemacht und dabei auch Dreani dem Zwang ausgesetzt, fortan nur noch Wahrheiten sprechen zu können, was wochenlange Planungen zur Frage, wie er überhaupt angreifbar sein könnte, erheblich erschwerte. Den entscheidenden Schlag führten schließlich Anara Drachenflug, Dreani und Rauvyl gemeinsam aus: Anara brachte Rashad zu Fall, Dreani hielt ihn fest, Rauvyl stach ihn mit Dreanis Corellon-geweihtem Dolch nieder. Unmittelbar danach versuchte eine namentlich unbekannte Vampirkönigin, Rauvyl mit einem Angebot für sich zu gewinnen, während sie die übrigen Verbündeten bedrohte... ohne Erfolg. Bei Rashads Leiche fand Dreani eine Schriftrolle, die es Rauvyl, Dreani und Ameng Xilo schließlich ermöglichte, Jessica von Artief aus der Hölle zurückzuholen.
- 1391: Jessica
I see your soul got torn apart, I seal the pain in your heart
- »Mein bester Diebstahl aller Zeiten!«
--- Rauvyl, nachdem das von ihr gestohlene Amulett den Avatar verbannte, bevor er Dreani in Besitz nehmen konnte (Quelle)
- Nachdem Rauvyl, Dreani und Undine den Ursprung von Jasons Besessenheit erkannt hatten (ein Avatar der gefallenen Göttin Araushnee, der das Halbwesen nutzte, um Lolth eine Falle unter der alten Seefestung Rivins zu stellen) zeichnete sich der einzige mögliche Lösungsweg ab: Jason hielt aus freiem Willen an der dämonischen Verbindung fest, weil der Avatar ihm versprach, seine verstorbene Mutter Jessica aus den Höllen befreien zu können. Undine hatte klar gemacht, dass sie die Verbindung nur trennen konnte, wenn Jason selbst dies wollte. Den Schlüssel dazu würde Jessica liefern müssen... persönlich und leibhaftig.
- Mit einer mächtigen Schriftrolle erweckte Ameng Xilo Jessica Telarion von Artief aus den Tiefen Stygias zurück ins Leben. Das Ergebnis war erschütternd: Jessica kehrte nackt, orientierungslos und stumm zurück, geprägt von einem Trauma, das über Worte hinausging. In den folgenden Tagen verbrachten Rauvyl und Dreani einen Großteil ihrer Zeit in der sicheren Wohnung, während Jessica langsam zu sich fand, tastend, betend, Heilige Symbole sammelnd, nie allein gelassen. Erst nach einer Woche war sie in der Lage, in vollständigen Sätzen zu sprechen, und sprach ausschließlich über Jason.
- Der ursprüngliche Plan (Dreani sollte Jason auf den höchsten Turm des Palastes locken, während Rauvyl mit Jessica und Undine unsichtbar vom Teppich aus landeten) scheiterte an der veränderten Lage. Auf dem Turmplateau fanden sie die Zeichen eines gewaltigen Dämonenbeschwörungsrituals, Jason selbst war verschwunden. Auf dem Turm stießen sie auf Cecil Silberklinge, der von Kelemvor persönlich hierher gewiesen worden war, sowie auf Schwarzfeder; durch sie erfuhr die Gruppe, dass Jason sich zuletzt in der alten Seefestung aufgehalten hatte. Amua Neftrarie von Kassar teleportierte die gesamte Gruppe dorthin, wurde jedoch beim Eingang von einem Minotaurus außer Gefecht gesetzt. Rauvyl entschärfte zwei Fallen an den Toren, Cecil vernichtete Reihen von Untoten durch göttlichen Befehl, und schließlich durchquerte die Gruppe eine vom Schleimkönig beschwörtentakelte Unterwasserfestung.
- Im Inneren der halbeingestürzten Halle stand Jason zwischen Tentakeln, Dämonen und Schleimen, von Araushnee gesprochen. Als Rauvyl rief, sie hätten seine Mutter gerettet, schwankte der Junge, und in diesem Moment trat Jessica vor. Der Anblick der Mutter brach Araushnees Kontrolle für einen entscheidenden Augenblick. Dreani riss Jason per Telekinese aus der Gefahrenzone zu Undine, die sofort ihre Tentakel um ihn schlang. Dreani warf dann ihr Sonnenfeuer in den gesamten Raum, das die Schleime zu Dutzenden vernichtete und die Dämonen blendete. Als der Avatar Araushnees schließlich als geballter Schleim aus Jasons Körper ausbrach, zielte er auf Dreani als neuer Wirtin. Rauvyl warf sich ihm entgegen und verbannte ihn mit dem Externierungsamulett. Jason überlebte die Befreiung nur knapp, der herausquellende Avatar hatte ihm beim Verlassen den Brustkorb aufgebrochen. Ameng kam rechtzeitig an, um ihn in einem Rauchpulvergefängnis vor dem Tod zu bewahren, und brachte ihn zur Behandlung ins Lazarett der Triade.
- Die Seefestung wurde unter Cecils Leitung gesichert. Dreani gab zudem eine gefangen gehaltene Fäulnisfürstin frei, eine Priesterin aus Jasons altem Gefolge, die als Gegenleistung für ihre Freilassung Hilfe bei einer mysteriösen Seuche in Niewinter versprochen hatte. Cecil überreichte Rauvyl und Dreani eine Einladung zu Schloss Eiche, dem Sitz von Prinz Caleth und Prinzessin Clarell Alagondar. Wochen später erfuhr Rauvyl bei einem Besuch in Dreanis Haus, wo Jana inzwischen als festes Mitglied des Haushalts lebte, dass Jessica und Jason erwogen, auf ihre Herrschaft zu verzichten und Rivin mit Niewinter zu vereinigen. Cecil würde demnach Herzog werden.
- 1392: Königin Ordalf und die LeShay
- We kill, we fight. We lose, we die. We trust, we sacrifice. We break, we scar. The things we do for love
- »Ich weiß nicht, ob ich euch nun bescheiden oder arrogant nennen soll, werte Rauvyl!«
--- Königin Ordalf zu Rauvyl (Quelle)
- Auf der Suche nach einem Artefakt im Besitz des Bronzedrachens Chardithiraxxarus reisten Rauvyl und Dreani Kindragtar Sharinshai auf die Mondscheininseln, wo das feenhafte Reich der LeShay-Königin Ordalf im Myrloch-See liegt. Als sie ankamen, erfuhren sie, dass Chardithiraxxarus in den Tiefen gegen einen Balor in Diensten des Bestienfürsten Malar gebunden war, ein Patt, das Jahrzehnte hätte dauern können. Rauvyl bot an, den Kampf zu beenden, und hielt Wort: Der Balor wurde vernichtet, Kazgoroths Verderbnis vorerst versiegelt, und der Drache war frei. Als Dank erhielten beide den Myrloch-Orden, die höchste Auszeichnung des Königreiches, Rauvyl als erste Drow überhaupt, der diese Ehre zuteilwurde.
- Von größerer Tragweite erwies sich jedoch ein Gespräch am Abend des Siegesfestes: Ordalf belauschte Rauvyls Worte über Undine und trug ihr eine Legende vor, von einer Frucht aus Titanias Garten, erschaffen durch einen Trick der Königin von Luft und Dunkelheit, die Gefühle so weit verstärkt, dass selbst ein Dämon, der genug Zuneigung in sich trägt, für einen Moment wahrhaftig lieben kann. Sie gab Rauvyl eine dieser Früchte mit, in magischer Stasis, ohne Garantie, nur mit dem Hinweis, das Schwierigste sei ohnehin nicht die Frucht.
- 1392: Undine, pt. 3
- Ich wünsche mir das du frei bist wie ein Flügelschlag im Wind. Solang es noch nicht vorbei ist folge mir aus deinem schwarzen Labyrinth
- »Wenn du bei mir bist, ist der Schmerz gelindert. Dann fühle ich Glück.«
--- Undine zu Rauvyl (Quelle)
- Nachdem Rauvyl Undine die Frucht der Feenkönigin gegeben hatte, verpuppte sich die Yochlol in einem Kokon im Rubinversteck. Als Rauvyl zurückkehrte, war der Kokon leer — das geschlüpfte Wesen hatte sich in seiner noch unsteten Form durch den Kanal nach Neu-Rivin vorgetastet und in Amengs leer stehendem Appartement Zuflucht gesucht. Rauvyl folgte der Spur und fand eine gestaltlose Kreatur, die sie kaum erkannte und kaum sprechen konnte. Mit Elfenhonig (den Dreani bereitgestellt hatte) stabilisierte sie Undine. In einem Moment der Gedankenverschmelzung empfing Rauvyl 9000 Jahre von Undines Erinnerungen und erfuhr, dass die Apogetin, der Undine einst folgte, ein Aspekt Lolths war, sowie ein möglicher Weg, Lolths Pläne zu verlangsamen: eine Probe der Erde aus Arvandor, dort wo Corellon nach Lolths Verbannung geweint hatte. Als Undines altes Ich schließlich zerfiel, erwachte an seiner Stelle ein neues Wesen, feenhaft, nicht länger dämonisch.
[Bearbeiten] 1392: Har'dor'kar
- 1392: Haelshalee, pt. 3
- You're not my enemy, we should be living side by side. My reason to believe, we are more than war and pride. Long as I'm breathing you can lean on me. We won't be enemies, we're family
- »Du weißt, was sie getan hat...«
--- Rauvyl zu Zhai über Haelshalee (Quelle)
- Während des Wiederaufbaus von Har'dor'kar erreichte die Stadt ein Sargtlin aus Fyvrek'Zek: Dur'gos Vesz'afein, einziger Überlebender einer Gruppe, die Varr'ga Zek entsandt hatte. Er trug eine Botschaft seiner Ilharess sowie eine versiegelte Schatulle mit dem Siegel des Hauses Zek. Die Botschaft äußerte in gewohnt drow'ischer Weise Varr'gas Erwartungen an die Portalverbindung und Har'dor'kars Produktion... eine kaum verhohlene Drohung in freundlichem Gewand. Die Schatulle enthielt eine lebende, verstümmelte Motte, auf der Zhai Bann- und Verwandlungsmagie erkannte. Als sie den Zauber brach, sank eine nackte Dunkelelfe auf den Boden: beide Hände an den Stümpfen kauterisiert, ohne Zunge, mit leerem Blick. Rauvyl sah dabei nicht hin. Lahmariazaxl, eine anwesende Sukkubus, bestätigte nach kurzem Abtasten, dass der Verstand der Frau noch vorhanden, aber tief traumatisiert war. Es handelte sich um Haelshalee Zek, Rauvyls Schwester, Verräterin, Dienerin des Sternenreisenden. Rauvyl wirkte eine Heilung, die Haelshalee in ruhigen Schlaf versetzte, ohne ihre körperlichen Verstümmelungen zu beheben. Tara Dunkelwald erhielt den Auftrag, sich um sie zu kümmern, mit einer Frist von zwei Zehntagen. Als die Fortschritte ausblieben, übergab Rauvyl ihre Schwester in die Obhut von Ameng Xilo und dem Mantel der Sterne.
- 1392: Eryndlyn
- It’s all lies, can’t you see? It’s all dreams, just made for me
- »Lolths verfickter Wille.«
--- Rauvyl, während Lolths Aspekt Eryndlyn entvölkerte (Quelle)
- Als Rauvyl Kent'tar mit einer kleinen Gruppe nach Eryndlyn aufbrach, war die Stadt bereits gefallen. Die Jaezred Chaulssin, Geheimbund und Speerspitze Vhaerauns, hatten die alten Häuser zerschlagen oder unter ihre Fuchtel gebracht, die Symbole Lolths von den Wänden gerissen und die neue Ordnung mit Pfahlköpfen vor den Toren besiegelt. Was sie vorfand, war kein Krieg mehr: es war bereits die Verwaltung eines Sieges.
- Rauvyls Gruppe bestand aus Zhai und Illiam'cice, dem Sargtlin Dur'gos Vesz'afein, dem Drow-Magier Zsaraffein und der Priesterin Molvvra Algosri. Offizieller Auftrag: Haus Hylar, eines der letzten verbliebenen Lolth-treuen Häuser, bei der Suche nach einem verschwundenen Schlüssel unterstützen. Was die Mission tatsächlich abverlangte, war von Anfang an schwerer zu benennen. Doch Illiam'cice konnte die Stadt nicht betreten, ein Bann gegen Lolth-Priesterinnen hielt sie davon ab. Molvvra konnte die Stadt betreten durch den Segen Wendonais.
- Den ersten Zugang zur Stadt fanden sie unterirdisch, durch die Kanalisation. Die Gänge rochen nach Verwesung und Säure: weggeätzte Rüstungen, halbaufgelöste Leichen, das stille Wirken der Gallertwürfel, die sich durch den Unrat fraßen. Durch den Kanal kamen sie zu Haus Hylar... und was davon übrig war
- Matriarchin Driswae Hylar empfing die Gruppe mit aufgesetzter Gastfreundschaft und dem teuersten Kaviar des Unterreichs. Rauvyl reagierte auf ihren Auftritt mit der bewussten Verzögerung einer Spielerin, die bereits zwei Züge weiter denkt: Tat so, als hätte sie die Matriarchin erst im zweiten Moment bemerkt, kommentierte die Speisen als schwach gewürzt, fragte nach den Schwarzwasseralgen. Dann, beiläufig und präzise, nach der Etheressenz, die sie darin erschmeckt hatte. Driwae verlor kurz die Maske.
- In das ehemalige Haus Seeraerth (in der neuen Geschichtsschreibung nie existent, jetzt formell das Anwesen eines vhaeraunistischen Patriziers) brachen sie durch ein zerschlagenes Fenster ein. Ein lautloser Alarmzauber sendete bereits seit Stunden, niemanden interessierte er mehr. Was sie suchten, fanden sie zunächst nicht. Was sie erfuhren, war, dass die Kanäle überflutet würden und die Ghaundaur-Anhänger bereits gegen die Jaezred Chaulssin standen. Die neue Ordnung zerbrach an ihren eigenen Rissen.
- Gerade als die Gruppe von General Xantis angegriffen wurde, erschien Vhaeraun als Avatar und brachte die Gruppe in Haus Waeglossz, das Haus von Zhais Vater Ryltar und Bruder Zyn. Ein höfliches Entführen. Beim Dinner saßen Fürst Velusriak, ein Erzdämon mit Hasserblick, der Drachenälteste der Jaezred Chaulssin, ein Drachengeneral und eine geknebelte Agatha. Rauvyl warf Velusriak eine Kusshand zu. Der Plan der Vhaerauniten war verrückt: Sie wollten Eryndlyn mit dem Abyss, der Ebene von Graz'zt um genau zu sein, verbinden, und beide verncihtet. Als ersten Test, bevor sie das ganze Unterreich auf diese Art und Weise vernichten wollten. Die Nacht endete mit einem taktischen Einverständnis: Die Gruppe würde Haus Hylar zur Vernichtung vorbereiten.
- Den Weg ins Zentralstagnat fanden sie durch eine von Agathas Portale, in den Abyss, durch Graz'zts Reich, dem Wandschrank der Waukeen, zum Selarius führte, einem Verdauungsort für Seelen, an dem sich die Reste Eryndlyns in organische Tentakelwesen auflösten. Rauvyl erkannte das Prinzip. "Ich kenne Orte wie diesen. Ich wurde auch einmal fast verdaut. Also, meine Seele." Als Dur'gos ein Gebet zu Selvetarm schickte, wies Rauvyl ihn ohne Sentimentalität zurecht: "Die Götter helfen dir nicht, wenn du sie darum bittest. Du musst es verlangen... oder einfach nehmen."
- Im Zentralstagnat, im Haus Kilrae, wartete der Drachenälteste mit verborgenen Assassinen der Jaezred Chaulssin auf sie. Die Sonnenelfe Eldreeth, vorher aus dem Abyss von der Gruppe gerettet, sollte den Auftrennungszauber wirken, der den die Ebenen-verschmelzenden Magier-Pakt des Drachenältesten brechen würde. Ein Bolzen traf sie in die Brust, bevor sie anfangen konnte. Rauvyl schoss auf die Attentäter. Dur'gos wurde mit dem Finger des Todes getötet und von Zilvra zurückgebracht. Zsaraffein verschwand mit dem Monolithen in den Abyss und kam taumelnd zurück. Eldreeth wirkte schließlich noch den Zauber.
- Die Realität zerfiel. Kurz. Keine Körper, kein Licht, kein Gewicht. Dann: Lolths Urteil. Die titanische Spinne kroch durch dasGewölbe und sengte mit ihren Strahlen durch die Straßen schuldig, unschuldig, ohne Unterschied. Eryndlyn fiel.
- 1392: Krieg um Har'dor'kar
- This is the fight, the fight for our lives! Scream out loud, this is our house!
- »Har'dor'kar wurde in unserer Abwesenheit von unseren Feinden angegriffen, und wir wissen noch nicht, ob wir unsere Heimat überhaupt in einem Stück wiedersehen werden.«
--- Rauvyl (Quelle)
- Als Rauvyl mit Zhai, Illiam'cice und dem Kern ihrer Gefährten nach Eryndlyn aufbrach, ließ sie Har'dor'kar unter der Obhut von Yathrin Ned'ryne zurück. Die Bedrohung durch ein Portal tief unter der Siedlung war bekannt, aber einkalkuliert. Was nicht einkalkuliert war: dass bereits Vorbereitungen getroffen wurden.
- Im Haus Waeglossz, beim Dinner der Feinde, legte Zilvra die Karten offen auf den Tisch. Agatha hatte ihr Zugang zur Ebene der Blutgeschmiedeten verschafft, um mit Dip'vyr zu verhandeln. Das Ziel war eindeutig: Har'dor'kar, in der Abwesenheit seiner Mächtigsten, zu vernichten. Der Angriff war kein Opportunismus... er war geplant.
- Ein Balor fiel mit einer Armee ein, während die Gruppe noch tief in Eryndlyn gebunden war. Die Verteidigung brach zusammen. Nashira Tharaxus versteckte sich. Vlone, die als Mentorin von Dur'gos Vesz'afein galt, erklärte bei der Rückkehr offen, dass sie versagt hatte. Lahmariazaxl, die die Ereignisse aus nächster Nähe erlebt hatte, fasste es knapp zusammen: Die Mächtigen waren fort, und dann kam der Balor. Teile der Siedlung wurden zerstört, Quartiere vernichtet. Das Ausmaß an Verlusten unter der Bevölkerung blieb beim Eintreffen der Gruppe zunächst unklar.
- 1392: Die Spielerin
- Egal wogegen und wie laut ihr protestiert. Ich hab euch alle auf dem Feld positioniert. Doch wichtig ist, damit es schön so weitergeht: Dass ihr niemals dieses Spiel versteht!
- »Es gibt immer jemanden wie dich. Glaube ich. Und ich muss bei der sein. Die so ist.«
--- Undine zu Rauvyl (Quelle)
- Rauvyl hatte die Spielerin stets für einen Aspekt Lolths gehalten... eine Manifestation der Göttin selbst, mächtig genug, um sie in den Spinnennetzen des Abyss zu empfangen und zu formen. Undine korrigierte diese Einschätzung. Die Spielerin war mehr als eine gewöhnliche Yochlol, aber weniger als ein echter Aspekt: Lolths gestaltgewordener Wille, gegossen in den Leib einer Yochlol, eine Variation, die dem Begriff des Aspekts sehr nahe kam, ohne ihn ganz zu erfüllen.
- Was Undine außerdem enthüllte, wog schwerer als jede Klassifizierung. Die Spielerin hatte sie vor etwa fünfhundert Jahren vernichtet, nicht in einem Kampf, sondern als bewusste Entscheidung. Der Grund blieb unklar: Undine vermutete, dass eine Vorgängerin Rauvyls, eine Vorfahrin oder eine frühere Entsprechung, an einer gemeinsamen Aufgabe gescheitert war. Ob das Scheitern Undine anzulasten war oder der Frau an ihrer Seite, ließ sie offen. "Wenn sie versagt hat, dann habe auch ich versagt."
- Die Spielerin kannte alle Karten. Nur sie wusste, welche davon Rauvyl war, und warum Undine an ihrer Seite sein musste. Denn das war der eigentliche Kern dessen, was Undine an jenem Abend rekonstruierte: Es gab immer jemanden wie Rauvyl. Und Undine gehörte zu dieser Person, wer immer sie in einem gegebenen Leben auch war. Die Spielerin wusste das. Lolth wusste das. Rauvyl selbst zog die einzig logische Konsequenz: Sie musste die Spielerin aufsuchen. Denn die Spielerin war Rauvyls Vorgängerin.
[Bearbeiten] 1393-1394: Maximale Tyrannei
- 1393: Sensenfrau
- Denn wenn der erste Tropfen Hass in dein Blut fliesst ist alle Hoffnung bald verloren
- »Ich verstehe dich, Kassandra. Ich verstehe dich. Ich habe es gesehen. Ich habe sie gesehen. Ich habe sie verstanden. Und ich verstehe, was du meinst. Ich verstehe, was du fühlst.«
--- Rauvyl zu Sensenfrau (Quelle)
- Kassandra, genannt Sensenfrau, war eine Nekromantin, die sich zur Lich gemacht hat, nicht nur aus Trauer um ihre verstorbene Tochter, sondern mit einem konkreten Ziel: Lolth zu vernichten. Die natürliche Lebensspanne hätte dafür nicht gereicht. Auf einem fremden Planeten weit von Toril entfernt baute sie über Jahrzehnte eine Armee auf, indem sie mit Orcus gemeinsam die Hand Myrkuls nutzte, um einen kosmischen Riss in die Negative Ebene auf verschiedene Welten auszudehnen, alle Toten einer betroffenen Welt wurden zu einsammelbaren Untoten. Das Endspiel: die zwei mächtigen Raumfahrtreiche der Region gegeneinander hetzen, ihre Schiffe durch die Anomalie locken und Milliarden von Untoten ernten, genug, um den Abyss zu erobern.
- Rauvyl und einige Gefährten wurden auf die Spur gesetzt und fanden sich auf fremden Welten wieder, kämpften sich durch Kassandras Schiff durch den Weltenraum, überlebten animierte Waffen, einen Skelettdrachen und einen Golem. Als Belohnung für diesen Einsatz gewährte der Wolfsgott Keldor ihnen einen Wunsch. Rauvyl schlug eine Waffe gegen Kassandra vor. Keldor riss sich einen eigenen Zahn heraus, der sich in Iolas' Händen zu einer Klinge verwandelte: Keldors Zahn.
- In Karthum einer friedlichen, waldreichen Welt unter dem Schutz einer gütigen Erzherzogin, verschnaufte die Gruppe zwischen den Einsätzen und sammelte Informationen. Die Erzherzogin entfernte die Edelsteine aus Dreanis und Anestasias Stirnen, die diese als Aufzeichnungsgeräte getragen hatten, und nahm die gespeicherten Beweise gegen Kassandras Machenschaften entgegen. Diese Aufzeichnungen sollten dazu dienen, einen drohenden Krieg zwischen den zwei mächtigen Raumfahrtreichen zu verhindern, den arroganten Sarrukh und den Illithiden, den Kassandra bewusst anzetteln wollte, um beide Flotten durch die kosmische Anomalie zu locken. Dabei wurde klar, dass Keldors Zahn in Iolas eine animalische Jagdinstinkt weckte, den er lernen musste zu beherrschen; die Erzherzogin bot ihm und Tara Meditationsübungen ihrer lykanthropischen Schützlinge an. Doch dann griff Lolth an, und vernichtete Karthum, die Gruppe musste fliehen.
- Schließlich lieferte das Treffen drei Hinweise auf Kassandras nächsten Schachzug: ein getarntes Knochenschiff mit einem mächtigen Phylakterium in Sarrukh-Raum, sowie ein drohender Angriff auf Cthon, die Heimatwelt der Minischinderin. Mit Unterstützung von Illithiden und dem arroganten Echsenvolk der Sarrukh infiltrierte die Gruppe Kassandras Knochenschiff. Dort fanden sie das Allerheiligste: eine einbalsamierte Kinderkammer, die Kassandra seit Jahrzehnten makellos erhalten ließ, um mit ihrer toten Tochter zu sprechen. Die Goblindame, Kassandras älteste Vertraute, gab bereitwillig Auskunft, ohne zu wissen, dass Rauvyl gleichzeitig Tagebücher stahl. Dabei stieß Dreani auf ein Nichts, ein Wesen jenseits der Realität, das Kassandras Trauer für sich nutzte, um Risse zu öffnen. Es erschien Dreani in der Gestalt ihrer toten Schwester. Sie kommunizierte kurz damit und verstand: Die Nichtse sind keine Magie, kein Zauber, der Verstand des Betrachters füllt sie mit dem, was er am meisten verloren hat. Kassandra hatte keine Chance gehabt.
- Kassandra erfuhr von den Einbrüchen und drohte, Rivin auszulöschen. Agatha öffnete einen Notfall-Ausgang zurück, direkt in Amengs Schlafzimmer. Nach der Rückkehr koordinierte Ameng die finale Operation: Die Kirchen Mystras und Kelemvors brauchten neun Tage für ein Ritual, das die Hand Myrkuls unbrauchbar machen würde. Kassandras Schiffe kamen in sieben. Im Herzogpalast stellten sie sich ihr. Dreani und Rauvyl versuchten, Kassandra zu überzeugen... vergeblich. Sie zog die Sense. Iolas führte den Zahn. Kassandra wurde besiegt.
- 1393: Der Fluch
- You're one of us now. This moment's to share. There's hope in despair
- »Ich... glaube, es ging mir in meinem Leben noch nie gut. Bis... heute.«
--- Rauvyl (Quelle)
- Wendonai, Balorfürst und mächtigster Diener Lolths, hatte Rauvyl verflucht, nachdem sie ihm in dem früheren Konflikt um Kassandra ein Auge ausgeschossen hatte was ihn in Lolths Ungnade gebracht hatte. Sein Fluch wirkte subtil: Er ließ Rauvyl Visionen erleiden, in denen sie alle ihr nahestehenden Menschen in Qual und Tod sah. Die Visionen brachen selbst durch kurzfristige Gedankenleere hindurch.
- Als Rauvyl Dreani in deren Anwesen in Murivel aufsuchen wollte, traf sie die Mondelfe im Rathaus in Begleitung Emeraude von Hohenburgs, der Vögtin von Murivel. Dreani wollte Rauvyl ein kürzlich gefundenes Findelkind namens Kassandra zeigen... doch als Rauvyl über die schlafende Kleine in der Krippe blickte, sah sie das Kind von Spinnen halb zerfressen, das Gesicht skelettiert und noch lebend, fähig, Schmerzen zu spüren. Sie rang schnell wieder um Fassung, doch Dreani erkannte sofort, das sie etwas gesehen hatte.
- Noch an diesem Abend, zurück in Dreanis Haus, erfasste Rauvyl die volle Tragweite der Lage: Wendonai besaß nicht nur die Macht des Fluchs über sie, sondern auch einen Bruchteil ihrer Seele. Sie erkannte außerdem, dass dies wahrscheinlich keine Zufallsverkettung war, sondern Lolths langes Spiel. Undine hatte sich (ohne Rauvyls Wissen und ohne Erlaubnis) in Wendonais Palast gestohlen, um das Seelenfragment zurückzuholen. Sie war nicht mehr erreichbar.
- Dreani hatte bereits einen Bannzauber mehrfach vorbereitet. Die Kishiel-Fee Pucksie erschien im Auftrag Kindriels und brachte einen Lippenstift, den Titania persönlich gewirkt hatte: Wer ihn auftrug und die Verfluchte mit aufrichtiger Liebe küsste, würde den Bannzauber um die Kraft dieser Liebe verstärken. Ameng war verhindert, sie befand sich gemeinsam mit Fiara im Kampf gegen eine Gottheit des Fernen Reiches. Illiam'cice und Undine waren nicht erreichbar.
- Rauvyl zog sich in Dreanis Zimmer zurück und wandte sich, für ihre Verhältnisse ungewöhnlich direkt und ohne Umschweife, an Eilistraee... kein förmliches Ritual, kein Mondlicht, keine Nacktheit, sondern ein halblautes, fast trotziges Gebet, das in ein stockendes, kaum zu nennendes Lied überging. Eilistraee antwortete. Sie verlangte nichts dafür. Das war genug, um in Rauvyl etwas zu brechen, das jahrzehntelang gehalten hatte: Sie saß auf dem Boden, die Schultern bebend, und weinte, nicht aus Trauer, sondern aus einer Erschütterung, für die sie keinen anderen Ausdruck hatte.
- Danach stand sie auf, und das Ritual begann. Dreani verteilte Silberstaub in der Luft, malte Bannzeichen in die Stille des Zimmers und vollendete den Spruch. Für einen Moment wurden die Fesseln des Fluchs sichtbar: ein halbdurchsichtiger Balor, Fäden aus Blut und Feuer, die an Rauvyls Armen hingen. Dann zerbrach die Gestalt.
- Mit dem Fluch Wendonais fiel noch etwas anderes von Rauvyl ab, etwas, das niemand vorhergesehen hatte. Rauvyls obsidianfarbene Haut wurde heller. Nicht die Haut einer Oberflächenelfe, nicht die eines Halbbluts, sondern die Färbung, die die Elfen getragen hatten, bevor der Fluch der Seldarine das Volk der Drow in die Dunkelheit trieb. Die Feenkraft des Lippenstifts hatte nicht nur Wendonais Werk aufgelöst, sondern den uralten Fluch, der alle Drow trug, gleich mit.
- Rauvyl rieb an ihrer Haut, als könnte sie das Obsidian zurückscheuern. Die erste Reaktion auf Dreanis Erklärung, sie sei nun ein Kind der Seldarine, lautete: Scheiße. Ihre Sorge galt nicht ihrer eigenen Identität, sondern der Frage, wie Illiam'cice darauf reagieren würde, und wie schnell Drow das an ihr erkennen könnten.
- Pucksie flüsterte noch, die Drow von Har'dor'kar seien gegangen, wohin Rauvyl nun körperlose Gräber ausheben müsse... dann löste sie sich in Feenstaub auf, ehe Rauvyl antworten konnte. Dreani bot an, Rauvyls äußere Erscheinung mit einem permanenten Verwandlungszauber zu verschleiern. Sie blieb diese Nacht in Dreanis Haus.
- 1394: Maximale Tyrannei: Vorspiel, der Kraken
- Unleash the Kraken!
- »Ich habe Rascarl sein Amulett gestohlen, während er in seinem Heer auf seinem Nachtmahr ritt. Ich habe keine Zeit für diese Scheiße. Wo. SIND. SIE?!?«
--- Rauvyl beim Verhör eines Zhentarims (Quelle)
- Seit Wochen terrorisierte ein gewaltiger Krake die Gewässer vor Neu-Rivin und verhinderte jeden Schiffsverkehr. Gleichzeitig wütete eine mysteriöse Seuche unter den nicht-elfischen Bewohnern Rivins. Die Expedition unter Emeraude von Hohenburg bricht mit dem einzig verfügbaren Schiff (der Klatschnassen Elfenmöse unter dem zwielichtigen Kapitän Drachenmast) zur nahe gelegenen Gefängnisinsel.
- Kaum waren die Vorbereitungen abgeschlossen, tauchte das Wesen auf und riss den gesamten Hafen in Stücke. Unter Beschuss von Sahuagin, die an den Tentakeln des Kraken hingen, verfolgte die Gruppe das Wesen zur Insel, wo sie ein illithidisches Labor entdeckt: Dutzende junger Kraken sterben dort in Bottichen. Der Krake ist kein Angreifer, er ist ein Vater, dessen Kinder von den Zhentarim bewusst infiziert wurden, um ihn als lebende Waffe gegen Rivin einzusetzen.
- Rauvyl entdeckte außerdem im selben Höhlensystem riesige Bolzen, die offensichtlich in den Körper des Kraken abgefeuert worden waren, und zog eine erschreckende Schlussfolgerung: Die Zhentarim in den Kanälen von Rivin hatten das Tier provoziert. Die Gruppe untersuchte das Labor eingehender. Tara Dunkelwald erkannte, dass die Apparaturen illithidischen Ursprungs waren, aber von einem Dilettanten ohne tieferes Verständnis in Betrieb genommen worden waren. Rauvyl fand in einem Geheimfach Aufzeichnungen in Illithiden-Schrift sowie ein rätselhaftes krakenartiges Objekt.
- Als Tara die Anlage aktivierte, erwachte plötzlich der Mythal der Insel eine uralte elfische Hochmagie, die lebend gewordene Konstrukte aus grauer Vorzeit gegen die Eindringlinge schickte. Beim Vordringen durch die Anlage stießen sie auf einen Eisengolem, in dessen blechernem Körper die Seele des einstigen Seekönigs Gorn Taker gefangen war. Taker hatte die alte elfische Festung zur Gefängnisinsel umfunktioniert, um die dort vorgefundenen Vernichtungswaffen an seine Meister in der Zentilfeste weiterzugeben und hatte damit sein eigenes Schicksal besiegelt. Mit einem magischen Kelch fing Rauvyl die Seele des Schurken ein.
- Derweil wurde Undine, Rauvyls Vertraute, in den Kanälen unter Rivin (Rauvyl schickte sie dort hin, um nach dem Rechten zu sehen) von der Seuche infiziert. Die Gruppe eilt zur Rettung, doch ihr Körper zerfiel bereits. In einem verzweifelten Versuch kombinierte die Gruppe Elfenblut (gespendet von Findriel, dann Iolas) mit dem mächtigen Heilzauber Vollständige Genesung von Neftrarie – und die Krankheit zerfiel augenblicklich. Das Heilmittel war gefunden: Elfenblut schwächt die Seuche, ein mächtiger Heilzauber löscht sie aus.
- Hinter einer magisch versiegelten Steintür hatten sich die letzten Feinde verschanzt: die Vampirin Esmeralda Höllenherz Blutstern (Trägerin der Hand Myrkuls), die Halbelfin Agatha und die Teufelin Theskia, Dienerin der mysteriösen Tallulah. Dreani schlug ein Sonnenfeuerzauber durch ein in die Wand disintegriertes Loch, die begleitenden Imps und Zhentarim-Wächter wurden vernichtet.
- Agatha, offenbar eine einstmalige Verbündete der Gruppe, behauptete, nach wie vor das alte Ziel zu verfolgen: die Vernichtung Lolths, nun mit mächtigeren Verbündeten. Esmeralda log der Teufelin ins Gesicht, Tallulah habe dies alles befohlen. In der finalen Konfrontation floh Esmeralda mit Agathas Hilfe... doch Emeraudes Dimensionsanker hielt Agatha fest. Die Halbelfin starb, kam aber wieder.
- Im Nachgespräch enthüllte Dreani, dass die Seuche den Geruch von Amengs Magie trug, ein Hinweis auf eine unbekannte Sonnenelfe in den Reihen der Feinde, die von Rauvyl zwar erkannt aber nicht benannt wurde. Der nächste Schauplatz: die Blutfeste.
- 1394: Maximale Tyrannei: Der Anfang
- I feel the darkness creeping up, I'm exhausted from the bleeding and I just got hit again
- »Wir finden heraus, was man von uns will. Und was die Grenzen unserer Ketten sind.«
--- Rauvyl (Quelle)
- Nachdem die Hinweise auf eine magische Seuche zusammengeführt wurden, deren Ursprung in der Blutenburg lag, versammelte sie ein breites Bündnis aus Drow, Oberflächenelfen und Verbündeten. Ein Besuch bei der schlafenden Quasi-Göttin Apokalypta brachte drei entscheidende Ratschläge: einen Sklaventransport abfangen, das Dorf des Erzbischofs Regulus Maximus passieren und einem uralten Wesen in der Roten Qual helfen. Apokalypta teleportierte die Gruppe eigenmächtig an den Bestimmungsort.
- Die Gruppe befreite einen Transport mit Drowkindern (darunter Yarahel Dhaunithra Baenre, Tochter von Quenthel Baenre) sowie menschliche Sklaven und den Elfenjungen Tanath. Im Dorf des Erzbischofs erfuhren sie den Grund für die Selbstverstümmelung der Frauen: Regulus Maximus entführt hübsche Frauen als "Ehefrauen" und ist durch ihre Leben unsterblich. Rauvyl heilte das Waisenmädchen Meine mit ihrem Artefakt und gewann so die Dorfbewohner als stille Verbündete. Der Durchbruch endete in einem Hinterhalt: Tallulah, Esmeralda, Regulus, Agatha und der Teufel Hectortharaxus (Rauvyls einstiger Höllenhund Schnuffi, inzwischen befördert) warteten am Ausgang des Passes. Man ergab sich, Tallulah ließ die Gruppe verhaften statt töten.
- In der Blutenburg wurde die Gruppe mit Adamantit-Halsbändern gefesselt, die Magie unterdrückte und jederzeit zur Vernichtung des Trägers genutzt werden konnten. Esmeralda enthüllte die eigentliche Quelle der Seuche: Ishar'mia, ein Feenaspekt einer Krankheitsgottheit, den die Elfen der Aryvaandar einst nach Toril gebracht und Corellon damals stoppen musste. Esmeralda und Regulus hatten sie angezapft und durch ihre gegenseitige Sabotage mutierte sie unkontrolliert. Die Gruppe sollte zwei Artefakte stehlen: die Ketten Cyrics aus Wendonais Roter Qual und den Kristall des Grausamen Sterns aus dem dunklen Feenreich, um Ishar'mia wieder zu binden.
- Währenddessen entpuppte sich die rätselhafte Puppe, die die Gruppe mehrfach beschützte, als Dakathua Daath Xilo: Amengs Mutter, Eldreeth-Veluuthra-Erzmagierin, Leichnam und Tallulahs Sklavin wider Willen. Sie hatte der Verschwörung Zugang zur Seuchenfee gebracht, um die Menschen "Niederen Rassen" (also alle außer den Oberflächenelfen) zu vernichten. Sie kündigte an, sich mit Ishar'mia verbinden zu müssen, um deren Mutationen aufzufangen, was sie das Leben kosten würde. Ihr letzter Wunsch: Dreani und Ameng sollten heiraten. Rauvyl erwiderte unwirsch, sie werde es nicht erzwingen.
- Am Ende stand die Gruppe vor der Aufspaltung in zwei Missionen, mit dem Wissen, dass Esmeralda und Regulus Tallulah hintergehen, der wahre Feind hinter dem Ganzen noch unbekannt bleibt und die Überlebenschancen bescheiden sind.
- 1394: Maximale Tyrannei: Athkathla
- What is the space, the type of dance? I cannot tell which steps I have to take. I'd like to leave, just run away. My feet are tangled up
- »Diese Schlampe kann in der Hölle schmoren. Und wenn es nach mir geht, wird sie es auch in Kürze.«
--- Rauvyl über Esmeralda (Quelle)
- Als Gefangene von Tallulah und ihrer Vasallin Esmeralda Höllenherz Blutstern wurden Rauvyl und ihre Gruppe (Phyrafay, Molvvra Algosri, Tara Dunkelwald und Zszas'dyn) in die Stadt Atkathla geschickt. Der Auftrag: bei den Schattendieben den Dietrich Maskes beschaffen, im Tausch gegen eine versteinerte Bhaalsassassine. Zur Absicherung trugen alle weiterhin die Halsbänder, nach der Rückkehr wollte Esmeralda ihre Gedanken lesen.
- In Athkathla begegnete die Gruppe einem der Nichtse in Kindsgestalt. Es nannte Rauvyl "Schwester", zerstieb zu Nichts. Rauvyl diagnostizierte: keine Illusion, keine Täuschung, einfach Nicht-Existenz. Die Hand im Panzerhandschuh zitterte leicht.
- Als Menschen getarnt, verschaffte Rauvyl sich Einlass beim mächtigen Haus Dannihyr (Feinde des Rubins seit Generationen und Teil der Schattendiebe) über den Namen Delzarron. Vor dem Familienoberhaupt Lukoon ließ sie die Verkleidung bewusst fallen. Was folgte, war eine Verhandlung: Rauvyl enthüllte, dass sie nicht für Esmeralda arbeitete, und erwarb so Vertrauen. Die Assassine, die Esmeralda als Verhandlungsgrundlage hatte, war mit einer Explosionsfalle versehen worden. Als Esmeralda die Gruppe unter Druck setzte und schließlich einen Sprengsatz zündete, hatte Rauvyl bereits den Dietrich bekommen und die Falle aus der Statue geholt, die Explosion erfolgte im Badezimmer. Eine Gedankenschinder-Verbündeten verfälschte die Erinnerungen der gesamten Gruppe nach Rauvyls exakten Vorgaben, für Esmeraldas Gedankenlesung blieb eine saubere Geschichte zurück.
- 1394: Maximale Tyrannei: Der Abgrund
- I am the spider in the web. I am the womb that bears the world. I am the claw that rips the sky. I am the eye that eats the universe
- »Ich bin nicht schwach. Ich bin sicher, dass du genauso Leid empfindest wie ich, Rauvyl. Und wir beide müssen damit klar kommen. Der Unterschied zwischen uns ist nur, dass du es hinter einer steinernen Miene verbirgst und ich mein Leid zeige!«
--- Dreani (Quelle)
- Nachdem beide Gruppen aus ihren getrennten Missionen (die erste aus dem Feenreich des Grausamen Sterns, die zweite aus Atkathla) in die Blutenburg zurückgekehrt waren, fanden sie sich erneut als Gefangene Tallulahs zusammen. Die Berichte wurden zusammengefügt: Der Grausame Stern hatte sich als unerwartete Verbündete erwiesen, die Kinder wurden Schritt für Schritt befreit, und in Atkathla hatte die Gruppe eine versteinerte Assassine gegen den Dietrich der Schattendiebe eingetauscht.
- Esmeralda verlangte den Kristall des Grausamen Sterns. Die Gruppe gab ihn heraus, ohne Wahl, und folgte dann durch ein Portal in den Abgrund. Was sie dort erwartete, war das Wrack einer Welt: Kartum als zertrümmerter Gesteinsplanet, schwebend zwischen Spinnfäden im leeren Raum. Über allem thronte das titanische Schiff Rote Qual, das sich bald als lebendiges Wesen entpuppte, ein Sternenwal, der von Wendonais Dienern zu einem Transportmittel versklavt worden war. Sein klagender Gesang hallte durch die gesamte Ebene.
- Die Anomalie der gespaltenen Realität trennte die Gruppe in zwei Hälften, die parallel durch verschiedene Versionen desselben Ortes agierten. Rauvyl, Phyrafay und Dreani fanden sich in jener Version, in der das sterbende Ältestenhirn Kartums noch sichtbar war und die gemarterte Erzherzögin auf einem Pfahl hing. Ein Versuch Rauvyls, zur Archon hochzuklettern, scheiterte an den Spinnen Lolths, die den Weg versperrten. Sie ließ los.
- Faeanshalee erschien wenig später mit Apokalypta an ihrer Seite, über einen Zeitrestfragment-Zugang. Die Anwesenheit beider Apokalypta führte zu einem heftigen Konflikt mit Agatha, der eskalierte und schließlich die mächtigsten Dämonen der Ebene für lang genug ablenkte, um den Aufstieg zum Schiff zu ermöglichen. Rauvyl rollte ihren fliegenden Teppich aus, die Gruppe nutzte ein von Apokalypta ins Schiff geschlagenes Loch als Eingang.
- Im Innern des Sternenwals (fleischige Wände, durch die Stahl genagelt war, zuckendes Gewebe unter den Füßen) navigierten sie sich durch acht Cambion-Wachen hindurch, die Rauvyl mit der schieren Überzeugungskraft ihrer Heroldswürde passieren ließ. In einer weiteren Kammer gab die Demonen-Meine den Weg frei. Eine Sicherheitsfrage an der Schatzkammertür ("Warum wurde Lolth Lolth?") beantwortete Rauvyl.
- In einem Käfig hinter der Schatzkammer fanden sie das Wesen, dessen Qualen sich spürten, eine uralte Entität, gefangen seit Anbeginn der Zeit. Sie öffnete der Gruppe einen Blick in die Vergangenheit, der alle Grenzen verständlicher Geschichte überschritt. Die Visionen zeigten den Urknall, das Entstehen der Seldarine als leuchtende Lichtwesen, das junge Gott-Kind Araushnee an einem unwirklich schönen Strand. Das Wesen, das neben ihr sang und das Rauvyl erkannte: Undine. Ein uraltes Wasserwesen, das schon an Araushnees Seite gestanden hatte, lange bevor Lolth, lange bevor die Elfen, lange bevor die meisten bekannten Götter entstanden waren.
- Die Gruppe sah, wie Apokalypta ein gerettetes Wesen aus einem zersterbenden Multiversum herbrachte, den Schmetterling, der später als Agatha bekannt werden würde. Sie sah den bösen Jungen, der alle Multiversen vor diesem zerstört hatte und nun erneut tätig war: Tharizdun. Und sie sah, wie Araushnee, noch jung und gütig, den Obyrithsplitter berührte und sich verwandelte. Die Geburt des Abysses. Die Geburt Lolths. In den letzten Momenten des Klaren Verstands verbarg Araushnee das Beste von sich in Eilistraee und Vhaeraun, und hinterließ in Rauvyls Hautbildern ein Lied, jenes Lied, das einst Apokalypta beruhigt hatte, und das die Nichtse des Multiversums besänftigen kann, wenn sie in Aufruhr geraten.
- Während die Gruppe noch die Visionen verarbeitete, schlug Lolth zu. Phyrafay, die in den Stunden des Schiffs in einen stillen Glaubenskonflikt versunken war, hatte die Chwidrinnera nicht bestanden. Ihre Knochen begannen zu brechen, zwei zusätzliche Arme wuchsen aus ihrem Leib, die Drinnenverwandlung hatte begonnen. Rauvyl, Dreani und Faeanshalee beteten gemeinsam das Eilistraee-Gebet, Phyrafay murmelte es mit zerbrechender Stimme mit. Die Verwandlung kehrte sich um.
- In der Schatzkammer plünderte die Gruppe die Ketten und das Fragment von Rauvyls Seele. Dann erschien Lolth selbst. Sie riss den Sternenwal auseinander, griff nach der Gruppe, verschlang Phyrafay... und hielt inne, als sie die Demonen-Meine sah. In diesem Augenblick schluckte Rauvyl Apokalyptas Bonbon und wünschte sich, ihre Freunde und eine lebende Phyrafay aus Lolths Reichweite. Apokalypta öffnete zwei Türen: Eine für Faeanshalee, eine für Rauvyl, Dreani und Findriel zurück in die Blutenburg, mit der Kette, mit der sich eine Gottheit fesseln lässt.
- In der Blutenburg sabotierte Dreani unbemerkt Esmeraldas Forschungsformeln an der Tafel, während Rauvyl die Vampirin unter dem Vorwand einer Annäherung ablenkte. Dann erschien Tharizdun persönlich im Korridor. Die Gruppe stellte sich ihm, Dreani schoss einen Pfeil, den Erevans Chamäleon durchdrungen hatte, Findriel rammte seinen vom Grausamen Stern gesegneten Speer in den Aspekt. Tharizdun wich zurück. Nicht endgültig. Nur für jetzt.
- Als Tallulahs Rückkehr durch Glocken und Trompeten angekündigt wurde, lagen neue Entscheidungen vor der erschöpften Gruppe: Daath retten, die Artefakte sichern, oder Esmeralda schützen... und alle drei Fronten gleichzeitig halten.
- 1394: Maximale Tyrannei: Tharizdun
- Whatever you said to me, I say, "Fuck this"
- »Sch… Schw... es... ter.«
--- Rauvyl, zu Tallulah (Quelle)
- Die Gruppe saß noch immer in Esmeraldas Blutenburg, als Phyrafay Zaut'tar durch ein Portal zurückkehrte — aber nicht in dem Körper, in dem sie verschwunden war. Lolth hatte sie gefressen; Eilistraees Solar Aelquetia hatte ihr einen neuen gegeben. Tattoos, Narben, Piercings: alles fort. Das erste, was Rauvyl dann tat, war, die Halsbänder mit Maskes Dietrichzu öffnen.
- Ghaunadaur war Tharizdun. Apokalypta war Ghaunadaur, ein anderer Aspekt desselben Wesens, das im Unterdunkel als Gott der Schleime und Abscheulichkeiten verehrt wurde.
- Der Weg zu Tallulahs Kerker führte durch Tyrannos' persönliche Höllenebene, das Ödland der Verderbnis und Verzweiflung. Anders war er nicht zu gehen. Die Blutenburg war so konstruiert, dass der Untere Kerkertrakt, in dem die Gruppe einst gefangen gehalten worden war, direkt an Tyrannos' Reich grenzte; ein menschliches Mitglied der Blutenburggarnison hatte ihnen kurz und sachlich erklärt, wie man hindurchkommt, und geraten, den erstbesten Teufel mit einer Bezahlung zur Führung zu bewegen. Die Ebene selbst bestrafte jeden, der ihr Gesetz der bösen Ordnung nicht teilte: chaotisch Gesinnte litten, gut Gesinnte litten stärker. Rauvyl biss die Zähne zusammen, Dreani taumelte, Phyrafay keuchte.
- Einen Imp bestachen sie mit einer Feuerball-Schriftrolle und einer Phiole flüssigen Schmerz. An einem Hornteufel, der den Kerkereingang bewachte, musste Rauvyl eine aufwendigere Täuschung vollführen: Dreani kniete, Rauvyl ohrfeigte sie gespielt, und sprach den Teufel auf Diabolisch an, als führe sie Gefangene im Auftrag Tyrannos' und Tallulahs. Der Hornteufel ließ sie durch, kurz darauf traf ihn ein göttlicher Blitz und pulverisierte ihn. Was ihn abschoss, blieb unklar. Die Gruppe rannte.
- Im Kerkertrakt angekommen, waren sie zu spät. Regulus Maximus, Erzbischof des Tyrannos, Aspekt Tharizduns, hatte Tallulah bereits mit dem Schwarzen Kristall gefesselt und ein Kettenglied um sie geschlossen. Die Teufelslegionen Tallulahs griffen sofort an, die loyalen gegen den Verräter. In dem Chaos stürmte die Gruppe: Findriel verwandelte sich in einen Schreckenstiger, Phyrafay riss nach dem Kristall und verbrannte sich die Hand bis auf die Knochen, Rauvyl entriss das Kettenglied. Tallulah entkam dem unmittelbaren Griff... aber Regulus floh mit ihr, und Tyrannos widerrief in diesem Moment alle Befehle seiner Tochter. Die teuflichen Truppen erstarrten in Uneinigkeit.
- Die andere Gruppe (Molvvra, Akordia, Tara, Findriel, Ishar'mla) kämpfte derweil in Regulus' Anwesen gegen Viele und die aus ihr entstandenen Doppelgänger. Molvvras Klon schickte eine falsche Telepathiebotschaft: "Wir haben Viele besiegt." Akordia und Findriel widersprachen sofort, dann brach das Band ab. Die Frauen des Bischofs wurden aus seinem Versteck befreit und durch einen Tor-Zauber zum Grausamen Stern gebracht... damit war seine Unsterblichkeit gebrochen.
- In Esmeraldas Portalraum vereinigten sich beide Gruppen. Akordia schleppte Ishar'mla in einem Kettengeflecht heran, die Seuchenfee, die man nicht töten durfte, ohne alle Infizierten mitzureißen. Daaths Labor öffnete sich nur durch Dreanis Fingerfertigkeit: zehn magische Fallen, zwei von Vincents magischen Spezialwerkzeugen, eine davon löste aus und ließ Dreani kurz zusammenbrechen. Das KI-System Daath-AMI gab sein Wissen nur gegen Passwörter preis: Tara. Vincent. Cecil. Corellon. Haelshalee. Kaedra. Hochzeit. Daaths Phylakterium und ihr Baelnorn-Leichnam wurden geborgen; Dreani verstaute beides in Ashantis Beutel. Die Schriftrolle Tor wanderte zu Tara.
- Esmeraldas Portal führte sie in keine externe Ebene, sondern in einen Körper. Fleisch, Schleim, Stein, unzählige Augen im Boden, die Gesänge des Wahnsinns aus tausend Mündern. Tallulahs schwarzer Drache hauste dort, von Schleimen parasitenbesetzt, seine eigenen Flügel abbeißend, dem Wahnsinn verfallen. Dreani lief vor, verbrannte mit einem Flächenzauber fünfzehn Schleime aus seinen Wunden und schwenkte eine Decke, die nach Tallulah roch. Der Drache ließ sie durch. Amua heilte ihn im Vorbeigehen. Er gab eine Perle zurück: alle Wunden geheilt, alle Zauber erneuert.
- Im Innentempel vollzog Regulus sein Ritual. Die Gruppe unterbrach es, bevor er es vollenden konnte. Rauvyl und Phyrafay drängten ihn von beiden Seiten, Dreani lenkte mit Energiezaubern ab. Als seine Verbindung zu den Frauen riss, zeigten Amuas verstärkte Geschosse Wirkung: Regulus Maximus zerfiel zu Schleim.
- Eine Gestalt, die sich Karla nannte, trat hervor (ein weiterer Aspekt Apokalyptas) der erklärte, was die Gruppe bereits ahnte: Apokalypta war Ghaunadaur, aber kein Aspekt Tharizduns. Tharizdun war zersplitterter als gedacht, und Tallulah kämpfte schon immer gegen ihn. Das war ihr Schicksal. Die Gruppe hatte einen seiner Arme abgehackt.
- Tallulah, befreit, überwältigend in ihrer Präsenz, gewährte jedem Gefährten einen Wunsch. Phyrafay bat um ihre verlorene Ausrüstung und Schutz vor Lolths Blick. Amua: beschleunigter Armwuchs. Dreani erkämpfte Esmeraldas Leben gegen Tallulahs Urteil, dafür band sie die Vampirin an strenge Bedingungen: keine Seuchenforschung mehr, alle Aufzeichnungen vernichtet, Dienst unter Dreani in Murivel. Rauvyl bat um die Rückgabe von Lahmariazaxl, der Yochlol-Sukkubus, die Tallulah einst verschluckt hatte. Die Halbgöttin erbrach eine schleimige dämonische Essenz.
- Das sprechende Buch aus Esmeraldas Labor wanderte zu Rauvyl. Es enthielt das Wissen des Rubins: Führungsstruktur, Agentennetzwerk, den Namen Kaedra als weitere Drow mit Hautbildern. Aus Esmeraldas Tresor entstieg eine sterbende Dryaden-Weinranke, die sich in den Regen hängte und sich nicht mehr von Rauvyls Handgelenk löste.
- 1394: Das Buch
- Liquid, sticky messages. Stories that meander and trickle. Communiqués that cruise with no end. Whispers of slow ooze and drain
- »Niemand kann ihn aufhalten. Alles zerbricht. Seht ihr nicht die Risse im Glas der Täuschung der Realität? Es werden mehr. Alle Spiegel zerbrechen. Alles wird fallen. Niemand wird euch je wieder beschützen. Ihr sterbt für eine Lüge. Niemand wird euch beschützen. Lolth wird fallen und ihr werdet enden. Bedeutungsvoll? Ihr seid nur die nächste Mahlzeit. Glaubt ihr Euch sicher, weil Lolth da ist? Sie ist bereits vergiftet. Sie wird zerfressen werden.«
--- Das Buch über Tharizdun (Quelle)
- Esmeraldas Schlafgemach war absurd groß, eine finstere Kathedrale aus Kleiderschränken, Badewannen und Wandfresken, auf denen Tallulah heroisch, Malar überlegen und Loviatar herrlich in Szene gesetzt wurden. Rauvyl ignorierte das meiste davon. Was sie suchte, fand sie im Arbeitsbereich: ein vierzig Kilogramm schweres Buch mit dem Zeichen des Rubins auf dem Einband, verschlossen ohne Schloss, nur zwei Augenhöhlen und ein Schlund als Öffnungen. Auf dem Arbeitstisch daneben standen Behältnisse mit eingelegten Körperteilen. Augen. Zungen.
- Rauvyl angelte zwei violette Ghaunadaur-Augen heraus und trennte eine kannibalische Zunge, bevor diese ihre Nachbarin auffressen konnte. Als sie beides einsetzte, erwachte das Buch. Es kannte sie bereits.
- Es erzählte ihr, dass der Rubin dreißigtausend Jahre alt war, gegründet von einem Avatar Araushnees, den Lolth als Köder für Ghaunadaur zurückgelassen hatte. Die Organisation war von Anfang an eine Falle, die auf Lolth wartete. Die Hautbilder, so die Theorie des Buches, markierten eine Blutlinie, die Lolth als neuen Körper dienen würde, sollte sie je vernichtet werden. Eine Drow namens Kaedra Vras aus Vrasl war im Führungskreis zuständig, so viele dieser Träger wie möglich zu dokumentieren. Esmeralda selbst saß ebenfalls im Führungskreis — zuständig für den Norden Faerûns, Agatha als Stellvertreterin.
- Rauvyl nahm das Buch mit.
- 1394: Jana
- I will push it to the limit, and everybody's feeling the sound of the night. I don't wanna stop, we push it to the limit, together, wе will crash the morning light
- »Kampf ist Dissonanz.«
--- Rauvyl zu Jana (Quelle)
- Jana zeigte, dass Tyrannos' Indoktrination noch saß. Den Religionsunterricht der Selûnepriesterin fand sie langweilig. Rauvyl wählte einen anderen Weg: keinen Katechismus, sondern Stahl auf Stahl im Schnee.
- Die Lektionen waren knapp. Jana kämpfte mit zu viel Kraft, zu viel Wille zum Treffer. Rauvyl lehrte sie das Gegenteil, kein Takt, kein Muster, keine Sicherheit. Dass Überleben nie groß aussieht. Dass Kampf Dissonanz ist. Jana fiel langsamer. Sie verlor bewusster. Eilistraees Name fiel in keiner dieser Stunden.
- 1394: Diplomatie
- Light the fire of our hope. We are the shelter. Break the chains that hold.
- »Zeig mir bitte, wie man tanzt, wenn sich alles beginnt aufzulösen.«
--- Rauvyl zu Eilistraee im Gebet (Quelle)
- Im Winter reiste Rauvyl mit Jana durch die Mächte des Nordens, als Botin des Schreckens. Cecil Silberklinge hörte ihr stundenlang zu, gab ihr ein Schreiben und zwei Warnungen: Der Rubin buhlte um Verbündete gegen Lolth, und die Gilden Amns zogen gegen den Rubin. Rauvyl ließ ihn wissen, dass keine dieser Seiten die einfache Lösung war.
- In Niewinter überstand sie eine öffentliche Audienz, bei der der Hofstaat seine Fassung vergaß. Hohn, Herablassung, offener Hass schlugen ihr entgegen. König Nasher brachte den Saal mit wenigen Worten zum Schweigen und nannte sie eine Heldin. Danach, in den Privatgemächern, erklärte sie Nasher dem Jüngeren und Clarell Fiora, was die Meinen waren und warum man sie nicht angreifen durfte. Clarell Fiora legte ihr eine Hand auf die Schulter.
- In der Promenade der Eilistraee sprach sie vor Qilué Veladorn. In Tiefwasser vor den Maskierten Fürsten. Zum vierten Mal dieselbe Geschichte, vor anderen Masken.
- Auf dem Rückweg fragte Jana, ob die Fürsten helfen würden. Rauvyl schwieg lange
- 1394: Dreani und Ameng
- I hold you close to my heart. You're my constellation. When I'm lost
- »Ameng'sha«
--- Rauvyl zu Ameng (Quelle)
- Die Freundschaft zwischen Rauvyl und Dreani hat sich als eine der stabilsten Verbindungen in Rauvyls Leben erwiesen. Dreani ist eine der wenigen Personen, bei denen Rauvyl sich körperliche Nähe nicht nur gefallen lässt, sondern sie gelegentlich selbst sucht. Ein Arm um die Taille, eine Schulter, an der man sich anlehnen kann, ohne dass Worte nötig wären. Die Freundschaft hat einen alltäglichen, warmen Charakter angenommen: Rauvyl verbringt Zeit in Dreanis Haus in Murivel, trainiert Janas Schwertkampf, und vertraut Dreani Dinge an, die sie sonst kaum ausspricht.
- Das Verhältnis zu Ameng Xilo war im selben Zeitraum von einem ernsthaften Konflikt belastet. Ameng hatte Rauvyl in frühen Jahren als Patientin geführt, als jemanden, dem geholfen werden musste, statt als eigenständige Person. Rauvyl empfand dies als tief verletzend. Jedoch konnten sie zuzsammen, nachdem es aus Rauvyl herausbrach, den Streit schlichten, sich wieder annähern. Seitdem nennt Rauvyl die Sonnenelfe "Ameng'sha".
[Bearbeiten] 1395: Das Jetzt und Hier
- 1395: Rabenschwarz
- []
- »Hehre Ambitionen. Muss ich Euch als mögliche Rivalin betrachten? In der Hälfte der calshitischen Märchen will der Großwesir zum Kalifen werden.«
--- Rabenschwarz zu Rauvyl (Quelle)
- Auf dem Heimweg durch die Gassen Rivins geschah etwas, das Rauvyl seit Jahren nicht mehr passiert war: Sie wurde angerempelt. Ein blinder Junge mit verbundenen Augen, ein Bettler, dem Anschein nach, trug ein kleines Beutelchen bei sich, das eine Präsenz ausstrahlte, die Rauvyl sofort erkannte. Charlotte. Etwas schwerer Fassbares, das sie aus einer längst vergangenen Begegnung im Gedächtnis behalten hatte.
- Das Beutelchen enthielt Kräuter und eine Nachricht in einer Glasphiole: Sie solle aufschreiben, wonach sie suche, das Pergament verbrennen und dem Rauch folgen. Rauvyl prüfte die Kräuter magisch, fand sie unbedenklich und schrieb: "Eine verfickte Möglichkeit Tharizdun zu vernichten, ohne Lolths Plan zu erfüllen." Dann folgte sie den Anweisungen.
- Der Tee versetzte sie in einen Zustand zwischen Schlaf und Projektion. Ihr Geist löste sich vom Körper, die Welt um sie herum verlor ihr Gewicht, blieb in wenigen Schritten hinter ihr zurück. Sie fand sich in einer weiten grünen Steppe wieder, unter einem Abendhimmel, weit von Rivin entfernt... eine Art astraler Schattenraum, in dem die Regeln der Materialebene nicht galten. In der Ferne eine Gestalt: Eine alte Frau, erschöpft wirkend, die Haare offen, allein im Gras.
- Das folgende Gespräch war eine Sondierung. Rabenschwarz wollte dasselbe wie Rauvyl: Tharizdun aufhalten, ohne Lolths Bedingungen zu akzeptieren, ohne Correlon zu opfern, ohne Agatha zum Sieg zu verhelfen. Die Gemeinsamkeit hörte dort auf, wo die Mittel begannen.
- Rabenschwarz erläuterte die Funktionsweise der Auguren: Araushnees Aspekt wählt Kinder mit sterblichem Blut, in denen das verdünnte Erbe des Aspekts noch stark genug leuchtet. Wer ihre Augen einem Ritual unterzieht, weckt die Bestimmung. Wer sie vorher tötet, verhindert sie. Rabenschwarz konnte sehen, in wem das Blut ausreichend konzentriert war... und handelte entsprechend. Der Krähenschwarm über Murivel, der Dreani so beunruhigt hatte, war Beobachtung gewesen, kein Angriff: Rabenschwarz hatte die besonderen Persönlichkeiten Rivins studiert, nach Kandidaten gesucht. Die hungrigen Vögel waren ein Versehen am Rande.
- Rauvyl hörte zu, stellte kurze Fragen, gab wenig preis... bis sie merkte, dass das Gespräch eine Richtung annahm, in der Verbergen weniger nützte als Klarheit. Rabenschwarz nannte ihre Ziele offen: die Kontrolle über den Rubin, und den Mord. Den Mord nicht als Tat, sondern als Domäne. Cyric, der eingekerkerte, dem Wahnsinn verfallene Gott, verlor seine Einflussbereiche einer nach dem anderen. Was er fallen ließ, konnte aufgehoben werden.
- Rabenschwarz hörte auch zu. Nannte Rauvyl eine mögliche Rivalin, zog die Frage aber nicht als Drohung ein. Sie hatte Rauvyl kontaktiert, um ihr einen Weg zu weisen und hatte, wie sie selbst festhielt, bisher mehr gegeben als bekommen. Für künftige Kontakte würde Rauvyl eine Rabenfeder erhalten.
- Rauvyl wachte auf, als der Tee seine Wirkung verlor. Die Steppe verschwand. Der Körper nahm sie wieder auf. Alles war beim Alten.
- 1395: Clarell und die Auguren
- []
- »Wenn man einen uralten Gott des Chaos zum Teil im Kopf hat, ist das meistens nicht gut für den gesunden Verstand.«
--- Undine über die Auguren (Quelle)
- Als Gerüchte von Attentatsversuchen auf Prinzessin Clarell Fiora Alagondar den Weg nach Rivin fanden, beschloss Rauvyl, persönlich nach dem Rechten zu sehen. Den Anstoß lieferte Undine, die sich kurz zuvor in einer neuen Verkleidungsgestalt präsentiert hatte: einen übernatürlich schönen elfischen Jüngling namens Firavelatril, nach dem Vorbild von Rufus' Kleidungsstil entworfen und gedacht, um künftig unauffälliger an der Oberfläche agieren zu können. Gemeinsam teleportierten die beiden ins Schwarzseeviertel Niewinters und verschafften sich Zutritt zu Burg Nie, Rauvyl offen als sie selbst, Undine als ihr fester Freund. Im Vorraum traf Rauvyl die Harfnerin Saya Seidenraupe, die von Angriffen durch Schatten, Meuchler aus der Schattenebene und einen arkanbegabten Attentäter berichtete, als mögliche Täter nannte sie Shariten. Die eigentliche Überraschung wartete in den Gemächern der Prinzessin: Als Zofe und Beschützerin war ausgerechnet Agatha eingesetzt worden. Rauvyl klärte die erschrockene Clarell über Jasons Schicksal als Augur auf und legte offen, dass zwei Parteien hinter ihr her seien, die eine, um sie zu töten, die andere, um aus ihr eine Augurin zu machen. Als Agatha die Prinzessin festhielt und die Dienstmägde sich als Trägerinnen lebendiger Schleimwesen Ghaunadaurs entpuppten, hielt Undine mit Tentakeln den Kampf in Schach, während Rauvyl Agatha durch Argumentation zur Freigage Clarells bewog: Die Auguren seien nicht Agathas Werkzeug gegen Lolth, sondern Lolths eigene Schöpfung. Agatha floh durch das Fenster, die Schleime folgten ihr, die bewusstlosen Mägde blieben zurück. Rauvyl sicherte der erschütterten Prinzessin zu, eine Lösung zu finden.
- 1395: Die Fürstin Niggur
- She's over-bored and self-assured. Oh no, I know a dirty word
- »Wir haben also all diese Probleme, weil einer sexuell frustrierten Feenfürstin langweilig ist?«
--- Rufus von Reichenbach (Quelle)
- Fürstin (Manchmal auch Königin) Niggur, eine Unseelie-Fürstin von unergründlichem Alter, die dem Hof der Königin von Luft und Dunkelheit angehört und die Wilde Jagd mitbegründete erkor Rivin und die umliegenden Baronien als neuen Jagdgrund. Sie kündigte ihre Ankunft mit einem Blutregen an, vielleicht dem gesammelten Blut der Opfer ihres vorigen Jagdgebietes, sowie mit wolkenartigen Kreaturen, die Spähaugen produzieren. Nur Murivel blieb verschont, da es unter dem Schutz Titanias steht. Ihre Macht ist groß genug, dass ihr erlaubt wird, unter ihren Untertanen selbst den Titel Königin zu führen. Laut der Saga von der Königin, einer alten Feenballade, erlernte sie das Bogenschießen einst von Eilistraee persönlich und die Jagd von Malar, dem Schwarzblütigen. In einem Duell mit der Königin von Luft und Dunkelheit unterlag sie und wurde daraufhin zur Königin der Schwarzen Wälder und der Blutigen Hügel ernannt. Ihr Bogen gilt als verloren, gestohlen von einem ehemaligen Liebhaber. Herzog Cecil Silberklinge, die Drachin Schattenfeder und die Abenteurerin Senge fielen in ihre Gefangenschaft, als sie einer Abenteurergruppe halfen die Delegation Fürstin Niggurs bei Rivin anzugreifen.
- Emeraude von Hohenburg warf den Zauber Legendenkunde auf Niggur und teilte die Ergebnisse bei einem Ratstreffen in Murivel. Dort beschlossen Rauvyl, Dreani, Emeraude und weitere, das Spiel der Königin anzunehmen: Durch ein Portal, aufschließbar mit einem grünen Saphir, den Rauvyl einer Nymphe in Niggurs Diensten abnahm, wollen sie Niggurs Reich betreten.
- 1395: Ordalf und Xyrlee
- []
- »Meine Freunde… vielleicht ist jetzt ein guter Moment um wegzulaufen.«
--- Rauvyl, als Kazgoroth sich manifestierte (Quelle)
- Gemeinsam mit Dreani Kindragtar Sharinshai und dem Druiden Findriel Silvanis reiste Rauvyl per Baumreise auf die Mondscheininseln, um bei der Hohen Dame Ordalf in Karados vorstellig zu werden. Anlass war die zunehmende Bedrohung durch Fürstin Niggur, die Rivin als Jagdgebiet beansprucht und mehrere Verbündete gefangen hält.
- Die Ankunft auf Gwynneth verlief unruhig. Kreaturen (mutmaßlich Diener Kazgoroths, jener alten Verderbnis, die das Land seit Jahrhunderten heimsucht) griffen die Gruppe an, obwohl sie sichtlich bereits gefressen hatten. Als Findriels Beruhigungszauber eine der Bestien zum Mutieren brachte, zog sich die Gruppe über einen Fluss zurück, den die Kreaturen nicht zu überschreiten vermochten. Eine Dryade, die nach eigener Aussage auf Geheiß der Erdenmutter handelte, gab ihnen Auskunft: Kazgoroth sei nie wirklich vernichtet worden. Sein Wille treibe seine Geschöpfe dazu, Lebensenergie anzuhäufen, bis genug davon gesammelt sei, um ihn wiedererstehen zu lassen.
- In Karados empfing Ordalf die Gruppe ohne Umschweife, die Erdenmutter hatte sie auf die Ankunft ihrer alten Verbündeten hingewiesen. Rauvyl trug ihr das Anliegen vor: der Plan, Niggurs Reich unbemerkt zu betreten, die Fürstin zu einem Spiel herauszufordern und die Freilassung der Gefangenen zu erwirken. Ordalf korrigierte eine verbreitete Fehleinschätzung: Niggur bemerke sehr wohl, wenn jemand ihr Reich betrete, es sei ihr schlicht gleichgültig. Der Schlüssel zum Erfolg liege darin, ihr etwas zu bieten, das sie noch nicht gesehen habe; Langeweile sei ihr gefährlichster Feind. Als Zeichen ihrer Unterstützung stellte Ordalf die LeShay Xyrlee als Begleiterin zur Verfügung, die in Niggurs Reich in Ordalfs Namen sprechen kann, ein Gewicht, das selbst die verdorbene Fürstin nicht vollständig ignorieren dürfte.
- Die Gruppe verbrachte eine Nacht als Gäste der Kristallstadt und reiste am folgenden Tag nach Rivin zurück. Xyrlee kam mit.
[Bearbeiten] Verhalten
- Rauvyls Verhalten ist immer sehr vom Kontext abhängig.
- »Eine Frau trägt viele Masken. Eine offen für die Welt, eine für ihre engsten Vertrauten, und eine nur für sich selbst.«
--- Rauvyl (Quelle)
[Bearbeiten] Rauvyl, die Abenteurerin und Bürgerin Rivins
- In Rivin ist Rauvyl kontrolliert, zurückhaltend und aufmerksam. Sie spricht wenig, hört viel zu und wägt Worte sorgfältig ab. Ihre Bewegungen sind ruhig, beinahe lautlos, doch nicht bedrohlich, sondern bewusst. Sie hat gelernt, dass Vertrauen an der Oberfläche nicht durch Furcht entsteht, sondern durch Verlässlichkeit.
- Im Alltag zeigt sie eine nüchterne Pragmatik. Sie zahlt ihre Schulden, erfüllt Zusagen, hält sich an Absprachen. Ihr Ruf ist der einer fähigen, manchmal unbequemen, aber letztlich zuverlässigen Verbündeten. In Gesprächen bleibt sie oft mit verschränkten Armen stehen, beobachtet die Mimik ihres Gegenübers, analysiert Zwischentöne.
- Emotional ist sie hier vorsichtig. Rivin ist für sie kein Besitz, sondern ein Ort, den sie sich verdienen musste. Ihre Höflichkeit ist echt, aber nie naiv. Wer sie in dieser Rolle erlebt, sieht eine Frau, die sich ihren Platz in einer fremden Welt erkämpft hat und entschlossen ist, ihn nicht wieder zu verlieren.
- »Ich schulde Rivin nichts. Aber ich habe beschlossen, hier zu bleiben. Das ist mehr, als viele erwarten dürfen«
--- Rauvyl (Quelle)
[Bearbeiten] Rauvyl Kent'tar, die Matriarchin von Har'dor'kar
- In Har'dor'kar verändert sich ihr Auftreten spürbar. Ihre Stimme wird ruhiger, aber unmissverständlich. Sie spricht mit Autorität, nicht durch Lautstärke, sondern durch Gewissheit. Entscheidungen trifft sie zügig, und sie trägt die Konsequenzen selbst.
- Als Matriarchin denkt sie in Generationen. Sicherheit, Stabilität, Struktur. Sie duldet keine Intrigen, keine Spielchen alter Drow-Traditionen, die das Gemeinwesen zersetzen würden. Gleichzeitig ist sie keine Tyrannin. Sie fordert Loyalität, aber sie gibt Schutz. Wer unter ihrem Dach lebt, steht unter ihrem persönlichen Schwur.
- Besonders in der Nähe von Illiam’cice wird eine andere Facette sichtbar. Ihre Strenge weicht dort einer stillen, fast schmerzhaften Fürsorge. Har'dor'kar ist nicht nur ein Wiederaufbauprojekt, sondern ein Gegenentwurf zu Fyvrek'Zek. Wo früher Angst herrschte, will sie Ordnung ohne Grausamkeit. Ihr Führungsstil ist geprägt von Kontrolle über sich selbst, nicht über andere.
- »Unter meinem Dach wird niemand aus Angst gehorchen. Aber wer hier lebt, steht unter meinem Schutz. Und ich vergesse weder Treue noch Verrat.«
--- Rauvyl (Quelle)
[Bearbeiten] Rauvyl, die Nachtprinzessin des Rubins
- In den Kreisen des Rubin ist Rauvyl kühl, strategisch und kalkulierend. Hier tritt sie wie eine Schachspielerin auf, die mehrere Züge vorausdenkt. Informationen sind ihre Währung. Sie sammelt sie geduldig, nutzt sie gezielt und gibt nie alles preis.
- Ihr Titel als "Prinzessin" ist weniger ein Schmuck als ein Signal. Sie trägt ihn mit einer Mischung aus Ironie und Ernst. Sie kennt die Mechanismen von Macht, Einschüchterung und Loyalität aus ihrer Kindheit im Unterreich. Doch sie setzt sie kontrolliert ein. Gewalt ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck.
- In Verhandlungen ist sie direkt. Drohungen formuliert sie leise. Gerade das macht sie wirksam. Wer sie unterschätzt, tut dies nur einmal, legt sie doch eine Gnadenlosigkeit an den Tag, der sie früher am Leben gehalten hat. Dennoch hält sie klare Grenzen ein. Verrat an Unschuldigen oder sinnlose Grausamkeit toleriert sie nicht. Ihr Untergrundkodex ist strenger als viele glauben.
- »Ich habe keine Angst davor, für euch zu bluten. Aber ihr werdet für mich bluten. Ich toleriere kein Zögern.«
--- Rauvyl (Quelle)
[Bearbeiten] Rauvyl im Einsatz
- Im Kampf verschwindet jede Zögerlichkeit. Ihre Bewegungen werden präzise, effizient und beinahe unheimlich ruhig. Sie analysiert Bedrohungen in Sekundenbruchteilen, priorisiert Ziele, schützt Verbündete instinktiv. Aus ihrem magischen Rucksack zaubert sie oft genau das, was benötigt wird, um eine Situation zu klären.
- Sie kämpft nicht aus Zorn, sondern aus Notwendigkeit. Emotionen treten in den Hintergrund, werden zu Treibstoff, aber nicht zur Kontrolle. Ihre roten Augen wirken in diesen Momenten fokussiert, fast leer von allem außer Aufgabe und Ziel. Kein Pathos, keine langen Reden. Doch nach dem Einsatz kehrt das Gewicht zurück. Sie trägt Verluste schwer. Heldin zu sein bedeutet für sie nicht Ruhm, sondern Verantwortung.
- Nur ganz selten überkommt sie ein fast schon dunkler Zorn, ein grausamer Zug. Nur selten provoziert sie ein Feind derartig, dass sie ihren Pragmatismus beiseite lässt. Ihre Glaubensschwestern heißen diese Ausbrüche mit Sicherheit nicht gut.
- »Wenn ich sage "Lauf", dann macht, dass ihr wegkommt.«
--- Rauvyl (Quelle)
[Bearbeiten] Rauvyl, die Dienerin Eilistraees
- In Momenten der Hingabe ist Rauvyl am verletzlichsten. Der Tanz im Mondlicht ist kein Ritual der Pflicht, sondern der Entscheidung. Hier legt sie Waffen, Titel und Masken ab.
- Ihre Bewegungen werden weich, fließend, fast schwerelos. In der Stille unter dem Himmel zeigt sich eine Sehnsucht nach Vergebung und innerer Harmonie. Ihre Beziehung zu Eilistraee ist kein blinder Gehorsam, sondern ein Ringen. Sie dient nicht aus Furcht, sondern weil Eilistraees Weg der Richtige ist.
- Aus Gesprächen über Glauben hält sie sich heraus. Zweifel sind kein Makel für sie, sondern Teil des Weges. Sie weiß, was es heißt, einer anderen, grausamen Göttin gedient zu haben. Gerade deshalb ist ihr Glaube jetzt kein naiver Idealismus, sondern Pragmatismus. Auch wenn die Berührung Eilistraees sie merklich verändert hat, sie befreit hat von einer großen Last, will sie nie wieder blind folgen. So wie sie sich selbst jeden Tag neu überzeugen muss, dass sie den rechten Weg einschlägt, muss sich auch Eilistraee in ihren Augen immer neu beweisen.
- Hier, unter dem Mond, ist sie weder Prinzessin noch Matriarchin noch Strategin. Nur Rauvyl. Eine Frau, die sich entschieden hat, Licht zu suchen, obwohl sie aus der Dunkelheit stammt.
- »Ich habe der Dunkelheit gedient. Jetzt entscheide ich mich jeden Tag neu für das Licht.«
--- Rauvyl (Quelle)
[Bearbeiten] Rauvyl, die Beschützerin der Kinder
- In Gegenwart von Kindern verändert sich Rauvyl spürbar. Ihre Haltung bleibt aufrecht, doch die Spannung in ihren Schultern löst sich. Ihre Stimme wird leiser, wärmer, und ihre Worte verlieren jede Schärfe. Wo sie sonst analysiert und bewertet, beobachtet sie hier mit stiller Aufmerksamkeit.
- Sie kniet sich hin, um auf Augenhöhe zu sprechen. Nicht aus Schwäche, sondern aus Respekt. Ihre Hände, die Schwerter geführt und Blut vergossen haben, sind in diesen Momenten vorsichtig, beinahe ehrfürchtig. Sie berührt nur, wenn das Kind es zulässt. Sie sieht in ihnen, was sie selbst nie hatte. Sicherheit. Wahlfreiheit. Eine Zukunft ohne Furcht vor Intrigen und göttlicher Willkür. In Har'dor'kar duldet sie keine Härte gegen Kinder. Kein Drill, keine Indoktrination, kein Gift alter Traditionen.
- Sie erzählt Geschichten, keine von Ruhm oder Sieg, sondern von Fehlern, von Mut, von zweiten Chancen. Und wenn ein Kind weint, bleibt sie. Ohne Ungeduld. Ohne Spott. Sie weiß, wie sich Einsamkeit anfühlt. Manchmal sitzt sie einfach nur da, während Kinder spielen. Wachsam. Nicht kontrollierend. Wie eine alte Wölfin, die den Nachwuchs nicht antreibt, sondern bewacht.
- In diesen Momenten ist sie weder Matriarchin noch Kämpferin noch Strategin. Sie ist das, was sie selbst gebraucht hätte. Und was sie ihrer eigenen Tochter Illiam'cice nicht bieten konnte.
- »Hier wirst du nicht geprüft. Hier wirst du beschützt.«
--- Rauvyl (Quelle)
[Bearbeiten] Sprachen
- Abgründisch (A bissl Abyssal)
- Alzhedo
- Chondathan
- Celestisch
- Handelssprache
- (Nord-)Damaranisch
- Drakonisch
- De'shineth
- Drowzeichensprache (Drowgebärden)
- Espruar
- Infernal
- Mulhorandi
- Thayanisch<
- Handelssprache des Unterreichs
[Bearbeiten] Straßenstimmen
((hier ist es möglich niederzuschreiben, was andere über sie sagen, falls gewünscht))
- »Rauvyl? Klar kenne ich sie. Sie ist eine nette Sonnenbrandelfe. Ist nicht immer so, die meisten von ihnen haben ja etwas gegen andere Elfen und diese dummen, stocksteifen Elfen auch gegen sie. Meiner Meinung nach sind die einfach zu feige, es mal drauf ankommen zu lassen und andere nicht nach Herkunft oder Rasse zu beurteilen. Naja ... ich jedenfalls mag sie. Sie ist direkt und ehrlich ... könnte da ruhig mehr von geben. Freu mich jedenfalls drauf, sie noch etwas mehr kennen zu lernen. Und vielleicht kann man da ja auch mit in den Abgrund, wenns soweit ist ... war da ja schließlich noch nie.«
--- Findriel Silvanis (Quelle)
- »Die Ilharess ist wahrlich legendär. Eine wandelnde Legende auf zwei Beinen. Mehr gibt es hier nicht zu sagen. Das Wort allein reicht schon aus, sie zu beschreiben. Ich hoffe ich erreiche eines Tages den Status den sie hat.«
--- Phyrafay (Quelle)
- »...!«
--- Chesiire (Quelle)
- »Dunkelelfen kann ich eigentlich nicht leiden, aber Rauvyl hat sich meinen Respekt verdient. Meine Stimme erzittert voller Ehrfurcht und voller Mordlust, wenn ich sie Herrin nenne und hoffe, dass sie mich zum töten entsendet. Leider lässt sie mich nur selten von der Leine.«
--- Senge (Quelle)
- »Meine Mutter verliert nicht. Aber manchmal setzt sie eine Runde aus, um die Sache spannender für alle zu gestalten. Diese Lust! Hoffnung! Hoffnung! In den Augen ihrer Feinde. Dieser Blick, wenn deren Illusionen zersplittern. Der Moment an dem Mutters Dolch des Feindes Kehle durchdringt und die Gewissheit sich durch dessen sterbenden Körper schneidet, dass er niemals eine Chance. Die Erniedrigung dieses letzten Gedankens, bevor die Dunkelheit ihn verschlingt!«
--- Illiam'cice (Quelle)
- »Ameng Xilo vertraut ihr. Das macht sie.. tolerierbar. Für eine Drow.«
--- Varda Gideon (Quelle)
[Bearbeiten] Haustiere, Verwandte, Bekannte
| Illiam'cice, Rauvyls leibliche Tochter. Leider wurde sie ihr kurz nach der Geburt weggenommen im Auftrag des Sternenreisenden. Jedoch hat der Puppenmeister sie im Regenprojekt untergebracht, nachdem ihr Vater es nicht übers Herz gebracht hat, sie umzubringen. Im Zuge des Regens hat sie versucht, Rauvyl umzubringen, jedoch konnte sie Illiam'cice überzeugen, auf ihre Seite zu wechseln. Seitdem bleibt sie genau dort. | Zhai kam zu ihr in einer Kiste, und verbrachte das erste Jahr in Rivin eher als Rauvyls Haustier als alles andere. Doch nach und nach hat sie die junge Hexenmeisterin akzeptiert und letztendlich sogar adoptiert. Jedoch hat Rauvyls Großmutter Varr'ga Zek sie ebenfalls adoptiert, was aus Zhai sozusagen zu Rauvyls Tante macht. Zusammen mit Illiam'cice hat sie Zhai de facto die Herrschaft über Har'dor'kar übergeben, auch wenn sie offiziell den titel der Ilharess selbst behalten hat. | Dreani ist eine eher ungewöhnliche Freundin. Zuerst war man eher misstrauisch zueinander, und Rauvyl ließ sich ihre Hilfe, Dreanis Bruder Beorn im Unterreich zu finden, gut bezahlen. Doch Dreanis entwaffnende Art und Hartnäckigkeit hat Rauvyl mit der Zeit etwas weichgekocht. Mittlerweile Kann man die beiden zu Recht als Freunde bezeichnen. | |||
| Rauvyls erste Begegnung mit Ameng war eher unangenehm. Mit jedem Wort, jeder Geste und jedem Teil ihrer Mimik zeigte die Sonnenelfe, dass sie sich der Dunkelelfe überlegen fühlte. Ihr ganzes Verhalten brachte Rauvyl vollkommen gegen sie auf, zusätzlich zu dem Fakt, dass sie als Feenelfe so oder so der Erzfeind der Drow war. Doch auch wenn Ameng meistens arrogant und abweisend wirkte, versuchte sie Rauvyl meistens eher zu helfen. Aber nachdem Ameng eine Erfahrung mit einem Ghaunadaur-Dämon hatte, wirkte sie viel bescheidener... und spätestens nach Rauvyls Zeit im Koma, konnte sich zögerlich und langsam eine vorsichtige Freundschaft entwickeln. Und nach Rauvyls Konvertierung zu Eilistraee ist das Verhältnis deutlich besser geworden. | Faeanshalee und Rauvyl hatten eine sehr gemischte Vergangenheit. Als sie sich kennenlernten war sie noch ein Mann mit dem Namen Faern und bedrohte sie mit dem Leben. Erst später änderte er seine Meinung, und die beiden kamen sich näher. Doch kurz bevor sich mehr entwickeln konnte, wurde aus ihm wieder Faeanshalee. Dennoch kamen sie sich näher, und Rauvyl erfuhr von ihr viel über Eilistraee, auch wenn sie sehr skeptisch blieb. Später kümmerte sie sich um Rauvyls Körper, als sie im Koma lag nach der Besessenheit des Panzerhandschuhs, und noch später opferte sie ihren Wunsch, um Rauvyl ein neues Leben zu schenken, nachdem Rauvyl es opferte, um den Sternenreisenden zu vernichten. Auch wenn Rauvyl dies oft eher bissig kommentierte, war sie dennoch schon beeindruckt von dem, was sie bereit war zu opfern. Danach war ihre Verbindung irgendwie nicht mehr dasselbe. | Nadia war Rauvyls Lehrmeisterin in ihrer eher schurkischen Ausbildung. Schlösser, Fallen, die Wege durch die Stadt und über die Dächer und die Bindung zu den Schatten, all das hat sie Nadia zu verdanken. Und den Unterschlupf in Neu-Rivin. | |||
Schnuffi
|
Ein Geschenk vom Puppenmeister. Leider verschollen bei der Vernichtung des Rubinhafens, doch als Falxugon im Dienste Tyrannos wieder aufgetaucht, um Rauvyl zu überzeugen dem Herr des Hasses zu dienen. | Anthrae Zek ist Rauvyls Cousin und ein Kampfmagier. Die beiden standen sich recht nahe, als Rauvyl noch in Fyvrek'Zek verweilte. | Urlaufein Zek ist Anthraes Bruder. Er ist stumm, und kommuniziert nur mit den Händen. | ||
| Haelshalee Zek ist Rauvyls Schwester und eine Nekromantin. Lange Zeit dachte Rauvyl, dass Haelshalee ihre Lieblingsschwester sei, jedoch... hat sie Rauvyl betrogen, verraten und verkauft. Derzeit hat Rauvyl sie zu sich geholt, und ihr verziehen. | Varr'ga Zek, die Ilharess von Haus Fyvrek'Zek und Rauvyls Großmutter. Es existiert ein recht gespanntes Verhältnis, was sich durch die direkte Portalverbindung zwischen Har'dor'kar und Fyvrek'Zek nicht gebessert hat. | Zelos ist der Schüler von Maarloth. Im Auftrag seines Meisters hat er versucht Rauvyl zu ermorden, welche allerdings fliehen konnte. | |||
| Rufus hat Rauvyl im Auftrag der Augurin Viconia aus dem Wald geholt, als sie in Rivin ankam. Auf ihrem Aufstieg aus der Gosse zu ihrer jetzigen Position hat er sie sehr unterstützt, auch wenn er von einer Yochlol verführt wurde, sie zu hintergehen... zu ihrem eigenen Vorteil, versteht sich. | Sylethil ist eine junge Waldelfe, die Ziehtochter von Faeanshalee. Rauvyl rettete ihr das Leben, nachdem sie der Drow Nahrung gebracht hat, als sie alleine im Wald gelebt hat. Seitdem sieht Rauvyl in ihr auch eine Art Tochter. | Jerem Gard war ein Mitglied der Untergrundbande "Schwarzwasser", die von Rauvyl gegründet wurde. Er war dort Rauvyls rechte Hand, und hat Schwarzwasser für Rauvyl übernommen. Jedoch hat er dem Untergrund den Rücken zugedreht nach seiner Verlobung mit Aleney Falkenwinter. | |||
| Aleney Falkenwinter war die Verlobte von Jerem Gard. | Sonata war Rauvyls Lehrmeisterin in der Musik. Rauvyl war eine eher minder begabte Schülerin. | Rikimaru war eine gute Freundin Rauvyls in ihrer Anfangszeit in Rivin. | |||
| Akordia Navar ist Rauvyls Meisterin der Späher und Agenten in Haus Kent'tar.. | Phyrafay Kent'tar ist Rauvyls Zofe und Glaubensschwester. | Dorn Ist Die Anführerin von Schwarzwasser für Rauvyl. | |||
Jana
|
Jana ist Rauvyls Schülerin im Schwertkampf | Molvvra Kent'tar wurde von Rauvyl in Haus Kent'tar geholt. Manchmal ist es besser, gefährliche Leute sich nahe zu halten. | Dur'gos Kent'tar ist Rauvyls Waffenmeister in Haus Kent'tar. |
[Bearbeiten] Charaktersoundtrack
| 1. Charakter Thema | Annihilator - Torn | 2. Alltag | Devin Townsend Project - Genesis | 3. Traumszene | Paradise Lost - Darker Thoughts | 4. Glücksmomente | Empyrium - Savior |
| 5. Liebeslied | Devin Townsend - Why? | 6. Auf Reisen | Devin Townsend - Borderlands | 7. Fight! Win! Prevail! | Null Positiv - Amok | 8. Verfolgungsjagd | Lord of the Lost - I'll sleep when you're dead |
| 9. Wütend! | Vader - Anger | 10. Endkampf | In Flames - Dead End | 11. Obligatorische Bettszene | Lord of the Lost - Blood for Blood | 12. Ruhige Stimmung | Lord of the Lost - My better me |
| 13. Nachdenklich | Null Positiv - Hass | 14. Späte Reue | Paradise Lost - Faith divides us, death unites us | 15. Traurig | Sentenced - We are but falling leaves | 16. Tod | Vader - Hexenkessel |
| 17. Grabesstimmung | Soilwork - The Bringer | 18. Nostalgie | Null Positiv - Turm der Angst | 19. Abspann | Schweisser - Größtenteils harmlos | 20. Bonus | Strapping Young Lad - Fucker |
Rauvyls Stimme (im Intro des Liedes)
[Bearbeiten] Charaktersammlung +5
- Lieblings-...
- Tier: Menschen
- Waffe: ihr Verstand
- Speise: Brot und Schwarzwasseralgen
- Getränk: Rothemilch
- Gesprächspartner: Leute, die keine Idioten sind
- Farbe: rot
- Pflanze: Schwarzwasseralgen
- Kleidung: Höllenranke
- Rüstung: Höllenranke
- Stadt: Rivin
- Barde: Sonata
- Stärkster besiegter Gegner: Der Puppenmeister und der Sternenreisende
- Gefährlichstes Erlebnis: Lolth und Cyric im Seelentunnel/Solomission im Abgrund der Dämonennetze ohne Ausrüstung
- Lustigstes Erlebnis: "Du hast keinen Unsichtbarkeitstrank...?"
- Peinlichstes Erlebnis: Unwilligkeit, der Realität ins Auge zu blicken bei der Chwiakrell
- Beste Eigenschaft: aufmerksam
- Schlechteste Eigenschaft: ihr Charakter
Schnuffi

Jana
